Viele Bergbaukonzerne haben in den vergangenen Tagen und Wochen schon ihre Zahlen veröffentlicht. Am Mittwoch wird BHP seine neuen Finanzdaten publizieren.

Analysten sind sehr optimistisch. Man rechnet für das abgelaufene Fiskaljahr bei BHP Billiton (WKN: 908101) mit einem Gewinn von rund 22 Milliarden US-Dollar, das wäre ein Plus von 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem die Eisenerzproduktion soll zu dem starken Anstieg beitragen. Dabei hat die Gesellschaft einerseits mehr Erz gefördert, andererseits sind die Preise für den begehrten Rohstoff klar angestiegen, in den vergangenen zwölf Monaten haben sie sich fast verdoppelt.

Mit den neuen Zahlen hoffen Investoren auch auf eine Indikation für die Zukunft. Man möchte wissen, welche Entwicklung die Preise im weiteren Jahresverlauf nehmen werden. Dabei gibt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Einerseits wird die Krise in den USA und Europa den Markt belasten. Hier wird die Nachfrage unter der Schuldenproblematik möglicherweise leiden. Andererseits glauben Experten, dass diese Delle durch eine steigende Nachfrage aus anderen Ländern aufgefangen werden kann. Neben China werden dabei vor allem Indien und Indonesien immer wieder genannt.

Damit sind die mittel- und langfristigen Aussichten für den Preis von Eisenerz, aber auch von Kupfer, Kohle und anderen wichtigen Rohstoffen weiterhin gut. Das deuten auch die Investitionsanstrengungen der Unternehmen an. Sie würden nicht ohne entsprechende Perspektive hohe Summen in neue Anlagen investieren. Allein BHP will im laufenden Jahr 9 Milliarden Dollar in die Expansion von Projekten in Australien stecken. Die australische Regierung erwartet, dass die Investitionen in den Sektor in den kommenden zwölf Monaten um 33 Prozent steigen werden. Vor allem die isolierte Region von Pilbara in Westaustralien sollte von dem Geldsegen profitieren. Doch auch der Staat kann sich freuen. Die angedachte neue Bergbausteuer wird weiteres Geld in die Kasse spülen.

Mit diesen Plänen ist Australien aber nicht alleine. Mehr als 25 Länder weltweit haben derzeit ähnliche Pläne. Das könnte die Investitionsneigungen der Branchenriesen kurzfristig reduzieren. Langfristig führt dennoch kein Weg am Ausbau oder Neubau der Projekte vorbei, denn die Nachfrage ist vorhanden, der Bedarf ist hoch. Somit wird allgemein nicht davon ausgegangen, dass die Preise der Rohstoffe langfristig sinken werden. Kurze Schwankungen sind dagegen durchaus möglich und können als Kaufchance gesehen werden.

Auf lange Sicht halten Unternehmensführer aber weiter hohe Rohstoffpreise für wahrscheinlicher. Tom Albanese von Rio Tinto (WKN: 852147) ist überzeugt, dass Preise und Margen langfristig auf hohem Niveau bleiben, erwartet jedoch ebenfalls eine starke Volatilität. Und bei Vale (WKN: 897998) geht man ebenfalls von weiter zumindest stabilen Erzpreisen aus. Für Förderer sind das gute Nachrichten, Konsumenten würden lieber etwas anderes hören.

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