In Kanada formiert sich gerade der größte Kobalt-Explorer der Welt. Wie nordamerikanische Branchenmedien berichten, hat das Unternehmen First Cobalt (WKN: A2ASGU) zuletzt Interesse an gleich zwei Kobalt-Unternehmen bekunden. Ziel der Begierde sind Cobalt One (WKN: A2DYYW) und CobalTech Mining (WKN: A2DG59). Beide Gesellschaften verfügen über Liegenschaften und Verarbeitungsanlagen in Nachbarschaft zu First Cobalts Keeley-Frontier-Projekt im kanadischen Distrikt Ontario. Würde der Zusammenschluss gelingen, hätte das Unternehmen 45 Prozent der aussichtsreichen Kobalt-Liegenschaften in Ontario unter Kontrolle. „Weitere 21 Prozent davon kontrolliert Agnico Eagle (WKN: 860325). Sie können sich also ausrechnen, mit wem wir als nächstes das Gespräch suchen“, betont First-Cobalt-CEO Trent Mell gegenüber nordamerikanischen Medien.

Verarbeitungsanlage als Schlüssel zur Produktion

Das Übernahmeziel Cobalt One besitzt eine Verarbeitungsanlage, die nur 25 Kilometer vom Keeley-Frontier-Projekt entfernt ist. Die Anlage ist eine von nur vier in ganz Kanada, die arsenhaltiges Gestein verarbeiten dürfen. Weiterhin ist sie die einzige Anlage, die arsenhaltigen Abraum in unbegrenzter Menge vorhalten darf. Die bisherige Genehmigung würde es erlauben, die Verarbeitungsanlage deutlich auszubauen. Dies würde First Cobalt zusätzliche Chancen eröffnen.

Zwar besteht zwischen First Cobalt und Cobalt One bereits seit Juni ein Joint Venture, doch hält Mell eine Fusion der beiden Unternehmen für noch sinnvoller. Entscheidend ist für den CEO die bestehende Verarbeitungsanlage. Zwar sei diese aktuell noch klein, doch sei die Genehmigung der Schlüssel zur rentablen Kobaltproduktion in der Region. Wie Mell weiter ausführt, seien drei bis vier Tagebauminen denkbar, die allesamt Gestein in die Verarbeitungsanlage liefern.

Die Idee zur Fusion zwischen First Cobalt und Cobalt One reifte im Rahmen der Gespräche im Vorfeld der zuletzt bekannt gegebenen Zusammenarbeit. Die größere Marktkapitalisierung würde neue Investoren anlocken und die Konzentration mehrerer Projekte in Ontario mit Aussicht auf eine rentable Produktion wäre zudem ein bedeutender Schritt für alle beteiligten Unternehmen. Auch ein Zukauf von CobalTech Mining passe ins Bild, betont Mell und plant bereits weitere Schritte.

Übernahme-Fieber bei Kobalt Juniors?

Mittelfristig könnte die Gesellschaft auch in Australien börsennotiert sein. Dies könnte institutionelle Investoren anlocken, die in Australien bereits etwas mutiger seien, wenn es um Investments in Zukunftsmetalle gehe, so der CEO. Doch dies ist noch Zukunftsmusik. Zunächst einmal gehe es darum, den geplanten Zusammenschluss von drei Unternehmen unter Dach und Fach zu bringen. In einem anschließenden Schritt sei das Ziel, die neuen Liegenschaften soweit zu erkunden, um die mögliche Produktion planen zu können. Zwar wurden in dem Gebiet bereits Metalle gefördert, doch fokussierten sich historische Explorationsarbeiten verstärkt auf Silber und weniger auf Kobalt, erklärt Mell. Der geplante Zusammenschluss dürfte auch andere angehende Kobalt-Explorationsunternehmen, wie beispielsweise Brixton Metals (WKN: A114WV), aufhorchen lassen. Es scheint, als würden aussichtsreiche Projekte bereits in einem frühen Stadium zu Übernahmezielen.