In einer Rede beim Volkskongress in China, der bis Mitte März 2017 andauert, reduzierte der aktuelle Ministerpräsident Li, das Wachstumsziel für die chinesische Wirtschaft auf jährlich +6,5% für die nächsten fünf Jahre.

Erreichen möchte man dies durch einen konsequenten Strukturwandel, Reformen bei Staatsunternehmen und durch den Abbau von Überkapazitäten. Verstärkten Fokus will man zudem besonders auf den Umweltschutz legen, zu deutlich sind mittlerweile die negativen Auswirkungen von Smog und Verschmutzung in Chinas Großstädten.

Automobile sind zum großen Teile für den Smog verantwortlich und so wurde vor kurzem entschieden, dass ab 2020 in China jährlich mindestens 2 Mio. Elektroautos gebaut werden sollen. Ebenso sollen Taxis in 28 chinesischen Städten durch Elektroautos ersetzt werden.

Unterstützung findet dies durch beschlossene neue Maßnahmen des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie der Volksrepublik China, den Batteriebau für Elektroautos deutlich zu erhöhen.

So wurden neue Ziele für die chinesische Batterie Produktion bekannt gegeben. Die Produktionskapazität von Elektrobatterien innerhalb Chinas soll bis 2020 auf 100 GWh (Gigawattstunde) erhöht werden. Schätzungen gehen davon aus, dass die chinesische Kapazität aktuell bei 37 GWh liegt.

Um das neue Ziel zu erreichen, würden somit 50 000 Tonnen an zusätzlichem Lithium benötigt werden. 2016 dürften weltweit Elektrobatterien mit insgesamt 41 GWh verkauft worden sein. Das neue Kapazitätsziel in China dürfte also die Elektrobatterieproduktion bis 2020 mehr als verdoppeln. Lithium Hersteller könnten von dieser neuen Entwicklung langfristig profitieren.