Neues Jahr, neues Glück für den Goldpreis? Nachdem die vergangenen beiden Jahre alles andere als eine positive Performance beim Goldpreis brachten, ist die Feinunze einigermaßen gut ins neue Jahr gestartet. Erste Kursgewinne sind zu sehen, nachdem zum Jahresende 2013 noch die wichtige Unterstützung oberhalb von 1.180 Dollar gehalten hat.

Charttechnisch ist diese Entwicklung für den Goldpreis ein enorm wichtiger Schritt zu wieder höheren Kursen. Große Sprünge hat die Feinunze derweil aber noch nicht machen können. Immerhin setzt sich der Goldpreis aus der Supportzone oberhalb von 1.180 Dollar nun spürbar nach oben ab. Am Montag pendelt die Notierung zwischen 1.236 Dollar und 1.242 Dollar. Um 1.251/1.268 Dollar würde das Edelmetall auf eine erste höhere Hürde treffen. Spätestens hier entscheidet sich dann, ob die Gold-Bullen bereits zu neuer Stärke zurückgefunden haben.

Starke physische Goldnachfrage

Stützen können sich die Gold-Bullen vor allem auf die weiterhin enorm hohe physische Goldnachfrage. Während 2013 die Terminmärkte klar gegen das Gold spielten und auf fallende Preise setzten, nutzten Anleger die Kursrückgänge im Vergleich zum Allzeithoch bei 1.921 Dollar aus dem Jahr 2011 zu Käufen. Münzen und Goldbarren werden den Händlern vor allem in Asien geradezu aus den Händen gerissen. Das beweisen unter anderem die Zahlen der Münzprägeanstalten aus den vergangenen Monaten.


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Die Nachfrage erreichte solche Höhen, dass Anleger in Asien aufgrund der Goldknappheit massive Premiums zahlen mussten. Hinzu kommt, dass Goldmünzen ohnehin immer wieder Aufschläge auf den Goldpreis, zum Beispiel in Form des Sammlerwerts, verzeichnen. Doch das scheint vor allem Privatleute nicht vom Kauf abzuhalten, ebenso wie die schlechte Stimmung für Gold bei vielen Akteuren am Finanzmarkt. Alternativen zum Beispiel zu Münzen finden sich noch in Exchange Traded Funds, die in physische Goldbestände investieren statt nur am Terminmarkt zu spekulieren. Dass die ETF-Goldbestände 2013 deutlich gesunken sind, ist vor allem auf eine Massenflucht institutioneller Anleger aus dem Gold während der ersten Hälfte des vergangenen Jahres zurückzuführen.

Anleger suchen im Gold weiter Sicherheit und Zuflucht

Die Milliarden, die jährlich in Münzen und Goldschmuck fließen, sollen vor allem einem Zweck dienen: Der Sicherheit. Neben dem Privatsektor gilt dies vor allem für eine zweite Käufergruppe physischen Goldes: Für die Notenbanken. Vor allem die Währungshüter aus verschiedenen Emerging Markets waren auf der Käuferseite, insgesamt dürften Notenbanken 2013 aber weniger Gold gekauft haben als 2012 – trotz der gefallenen Kurse an der Börse für das Edelmetall.

Doch das könnte sich als Fehler erweisen, denn die Aussichten für Gold hellen sich nicht nur aufgrund der geschilderten charttechnischen Entwicklungen auf. Die Stimmung im Markt für das Edelmetall war zuletzt so schlecht, dass sich auf der Seite der Gold-Bullen nur noch die viel zitierten „Hartgesottenen“ der Börse befinden dürften. Dreht nun die Nachfrage nach Gold-ETFs durch Institutionelle nach dem „Fluchtjahr 2013“ auch noch und folgt der hohen Nachfrage nach Münzen und Barren wieder, könnte Gold sehr schnell neuen, starken Rückenwind an der Börse erhalten.