Es gibt viele Börsensprüche, die sich auf den optimalen Kaufzeitraum für Aktien beziehen. „Kaufen sie, wenn die Kanonen donnern!“, ist sicherlich einer der bekanntesten. Das Bonmot, das zudem noch zum Verkauf beim Klang der Trompeten rät, wird dem Bankier Nathan Rothschild zugeschrieben. Die Kanonen lassen sich an der Börse durchaus metaphorisch interpretieren: „Kaufen sie, wenn keiner Aktien haben will!“, obwohl dies vom berühmten Bankier gar nicht so gemeint gewesen sein dürfte.

Doch die metaphorische Übersetzung des Ausspruchs Rothschilds hat an der Börse seine Berechtigung. Das zeigt die Erfahrung und der Contrarian-Investmentansatz gilt als hohe Schule der Aktienanlage. Wer kauft, wenn alle zum Verkauf raten, der kauft in der Regel sehr günstig ein. Er muss nicht den absoluten Tiefpunkt erreichen, doch langfristig bestehen enorme Gewinnchancen in diesen Zeiträumen.

Nach der Flucht meiden viele Anleger den Goldsektor

Das glaubt auch Rohstoffaktienexperte Ralph Aldis von U.S. Global Investors für den Goldsektor. Derzeit werde Gold vom Markt geradezu gehasst, sagt Aldis im Interview mit „The Gold Report“. So kann man die milliardenschwere Flucht von Großanlegern aus Goldaktien und Gold-ETFs durchaus bezeichnen, es ist treffend und wäre gemäß des Rothschild-Bonmots wohl eine interessante Einstiegsphase für langfristig orientierte Anleger.

Dabei empfehlen Aldis und U.S. Global Investors den Investoren nicht einmal, im Goldsektor „all in“ zu gehen. Allerdings weist man auf den enorm wichtigen Diversifikationseffekt des Edelmetalls im Vergleich zu Anlageformen wie Aktien und Rentenwerten hin. Rund 10 Prozent in Gold wird von den Experten angeraten – gerade jetzt nach der Aktien-Hausse, während der der Goldpreis in die entgegengesetzte Richtung gestürzt ist.


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Für den erwarteten Goldpreisanstieg nennt Aldis einige gute Gründe. Einer der wichtigsten ist vor allem die Inflationsrate. Tatsächliche Daten, das zeigen „inoffizielle“ Statistiken, zeigen deutlich höhere Inflationswerte als die offiziell angegebene Rate. Doch die Inflation ist gewollt, glaubt Aldis, sie hat einen positiven Effekt auf die US-Wirtschaft. Dass die Fed diese als robust genug ansieht, um die stark expansive „Quantitative Easing“ Politik nun zurückzufahren, beweist der gestrige Entscheid der Notenbanker, das lang erwartete „Tapering“ zu starten. Und die Inflation dürfte weiter befeuert werden, glaubt Aldis. Auslöser sollen diesmal Lohnsteigerungen sein.

Besseres Chance-Risiko-Verhältnis bei den Small- und Mid Caps

Ein interessanter Bereich im Goldsektor sind für Aldis vor allem die kleineren und mittleren Goldunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von bis zu einer Milliarde Dollar. Hier finden sich nach Meinung des Experten die Aktien, die mit guten Entwicklungen von Exploration und Förderung enorm hohe Kursgewinne bringen können. Zudem sind in dieser Größenordnung von Unternehmen auch immer wieder Übernahmekandidaten zu finden.

Gegen die höheren Risiken des Investments in solche Unternehmen hilft eine ausreichende Diversifikation auf viele Titel. Damit könne man zwar nicht das Goldrisiko allgemein eliminieren, setze aber auch nicht alles auf eine Karte. Von Unternehmen, die sich nicht wie erwartet entwickeln, trenne man sich konsequent, so Aldis zur eigenen Investmentphilosophie. Leisten die Gesellschaften dagegen gute Arbeit, so könne man auch über eine Aufstockung des Engagements nachdenken.