Es ist schon bemerkenswert, was seit 2011 mit dem Goldpreis passiert ist. Das gilt vor allem für das laufende Jahr, in dem die Notierung der Feinunze teils dramatisch nach unten geprügelt wurde. Die Formulierung ist bewusst gewählt, denn es ist vor allem der Finanzmarkt, der sich gegen das Edelmetall gestellt hat und über die Terminbörsen massiv auf die Kurse drückt. Das allein gibt zwar keinen Anlass, herumgeisternden Verschwörungstheorien über Goldpreismanipulationen unkritisch zu glauben, vor allem weil die Profizocker meist trendfolgend unterwegs sind und sich einiges an negativer Psychologie rund um das Ende der quantitativen Lockerungsmaßnahmen der Fed angestaut hatte.

Dennoch suggeriert das Goldpreisminus einen massiven Vertrauensverlust in das Edelmetall, den es so gar nicht gibt. Das zeigt die Nachfrage nach physischem Gold, die insbesondere in asiatischen Ländern boomt, obwohl sich Indien durch Steuern und Abgaben beim Goldimport und bei der Nachfrage ins Abseits gestellt hat. China springt ein, dort wird Gold in Massen gekauft. Es werden zum Teil sogar rekordhohe Preisaufschläge gezahlt, weil es einen Engpass gibt – und das ist für Anleger und Trader die wirklich wichtige Quintessenz.

Dass physischer Markt und Terminmarkt dermaßen auseinander laufen, ist ungewöhnlich und bietet Raum für Engagements. In einem Beitrag auf Resource Investor weist Autor Xinshan Zhou auf zahlreiche Faktoren hin, die nach dem Absturz des Goldpreises seit 2011 und der zurzeit laufenden Stabilisierung der Notierung für einen deutlichen Anstieg sorgen können. Zu nennen sind da unter anderem stark inflationäre Tendenzen in einigen Staaten, die Staatsschuldenkrise oder schlicht eine mögliche Nachricht aus China, wie sich dort die Goldreserven entwickelt haben. Es wird spekuliert, dass sich in dem Land ein riesiger Goldschatz angehäuft hat.

Der kurzfristig orientierte Börsianer guckt derweil auf den Goldchart. Nach dem Anstieg von 1.180 Dollar auf 1.433 Dollar hat dieser zu einer Konsolidierung angesetzt, findet aber in der Zone 1.291/1.305 Dollar klare Unterstützung. Bleibt der Bereich bzw. auch 1.267/1.272 Dollar intakt, sind Chancen auf eine Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung vorhanden. Erste kleine Hindernisse für die Feinunze Gold auf dem Weg nach oben liegen zwischen 1.340 Dollar und 1.375 Dollar.

Für Zhou sind das alles nur kleine Zwischenetappen. Der Autor gibt sich in seinem Beitrag sehr bullish für den Goldpreis – allerdings muss man dieses auf einer sehr langfristigen Basis sehen. Zhou versucht, auf Basis verschiedener Modelle den monetären und kulturellen Wert des Edelmetalls auszurechnen und kommt dabei auf sehr interessante Zahlen. Vergleicht man die Goldbestände mit der monetären Basis der US-Notenbank Federal Reserve, so errechnet Zhou einen Wert je Unze von mehr als 13.000 Dollar. Im Klartext: Fast das Zehnfache der aktuellen Notierung.

Doch die 13.000 Dollar dürfen nicht als Kursziel missverstanden werden. Der Wert ist Schwankungen unterworfen und deshalb nicht mehr als eine Orientierungsgröße. Eins zeigt Zhou seiner Meinung nach damit aber eindeutig: Gold, das seit Jahrtausenden als Geld genutzt werde und bei der Kaufkraft beständiger als alle Währungen sei, habe deutliches Potenzial nach oben. Die Empfehlung des Autors: Für einen Teil des Portfolios Gold kaufen, und zwar physisch.

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