Im Juni sagte der Goldexperte Jim Sinclair in einem Interview, dass man im Juli mit wieder steigenden Goldkursen zu rechnen habe. Der Mann hat eine feine Nase, der Preisverfall wurde gestoppt, eine leichte Aufwärtstendenz ist seitdem zu sehen. Mehr als 50 Jahre lang beobachtet Sinclair inzwischen das Geschehen an den Märkten, seine Vorhersagen finden weltweit große Beachtung.

Für das laufende Jahr ist Sinclair trotz aller Rückschläge positiv gestimmt. Die starke Nachfrage nach Münzen und Barren aus Gold ist für ihn ein Indiz, dass die Tendenz sich wieder drehen kann. Vor allem Privatleute nutzen die sinkenden Preise, um sich wieder verstärkt mit Gold einzudecken.

Bei den Profis gibt es derzeit zwei Tendenzen. Die einen wollten die 1.000 Dollar je Unze fallen sehen, die anderen halten wieder höhere Kurse nach dem jüngsten Preisverfall für realistisch. Die Spekulanten an der Rohstoffbörse Comex setzen auf ein weiteres Minus. Selten einmal waren ihre Shortpositionen so groß. Ihnen stellt sich aber eine andere Gruppe in den Weg, die Commercials. Diese haben ihre Netto-Shortpositionen deutlich zurückgefahren. Sie glauben demnach nicht mehr daran, dass man so viel Geld verdienen kann. In der Vergangenheit war ihre Erfolgsquote deutlich höher als die der Spekulanten.

Damit wird die These von Sinclair gestützt, dass Gold wieder gen Norden gehen kann. Interessant ist dabei seine langfristige Preisvorhersage für die Unze Gold: 50.000 Dollar.