Vorwurf Vertragsbruch: Pasofino Gold ringt mit Liberia um Zukunft seines Goldprojekts
Die Regierung von Liberia hat Pasofino Gold CA7026573054 A2PZ52 mit einer möglichen Kündigung des bestehenden Mineral Development Agreement (MDA) gedroht. In einem offiziellen Schreiben vom 16. Dezember 2025 wirft das Land dem kanadischen Unternehmen Versäumnisse bei Zahlungen und Projektfortschritt vor – darunter auch solche während der COVID-19-Pandemie.
Pasofino reagierte prompt und forderte Gespräche mit der Regierung für die Woche ab dem 18. Januar 2026. Ziel sei es, laut Unternehmensangaben, Missverständnisse auszuräumen und konkrete Schritte zur Behebung möglicher Vertragsverstöße einzuleiten. Parallel verhandelt Pasofino mit seinem Mehrheitsaktionär Mansa Resources über mögliche Finanzhilfen.
Fristen setzen Pasofino unter Druck
Gemäß MDA hat Pasofino 30 Tage Zeit, um auf die Vorwürfe offiziell zu reagieren oder eine Anhörung zu beantragen. Weitere 60 Tage stehen zur Verfügung, um nachgewiesene Verstöße zu beheben. Bereits vor Ablauf dieser Frist muss das Unternehmen aber glaubhaft machen, über ausreichende finanzielle Mittel zu verfügen.
Die Unsicherheit trifft ein Vorhaben mit großem Potenzial. Das Dugbe-Goldprojekt im Süden Liberias umfasst ein Gebiet von 1.410 Quadratkilometern im goldreichen Birimian-Gesteinsgürtel. Zwei Lagerstätten – Dugbe F und Tuzon – bringen es laut aktuellen Schätzungen auf 3,3 Mio. Unzen Gold in der Kategorie "gemessen und angezeigt", zu einem Durchschnittsgehalt von 1,37 g/t Gold.
Hoffnung ruht auf neuer Machbarkeitsstudie
Pasofino hatte 2022 eine umfassende Machbarkeitsstudie vorgelegt. Diese sieht einen Tagebau-Betrieb mit einer Laufzeit von 14 Jahren vor. Um Investoren zu gewinnen und die Finanzierung zu sichern, arbeitet das Unternehmen derzeit mit mehreren Partnern an einem Update dieser Studie. Dazu zählen MineScope Services, Lycopodium und weitere technische Berater.
Ein ergänzendes Bohrprogramm mit rund 11.000 Metern Länge wurde beauftragt. Ziel ist es, die Ressourcengrundlage zu festigen und Unsicherheiten im Projektprofil zu verringern. Die Arbeiten laufen derzeit mit drei Bohrgeräten vor Ort.
Einigung bleibt entscheidend für Projektschicksal
Das Abkommen von 2019 gewährt Liberia eine 10%ige Gratisbeteiligung am Projekt, legt aber auch finanzielle Verpflichtungen für Pasofino fest – darunter eine Lizenzgebühr von 3 % auf die Goldproduktion und eine reduzierte Einkommensteuer von 25 %. Das MDA sieht ausdrücklich Schlichtung und Schiedsverfahren vor, sollte es zu keiner Einigung kommen.
Pasofino gibt sich verhandlungsbereit. CEO Brett A. Richards betont, man sei "entschlossen, die Angelegenheit im Einklang mit dem MDA und in Zusammenarbeit mit der Regierung zu klären". Der Ausgang der Gespräche wird entscheidend sein – nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für Liberias Rohstoffstrategie.