Gold bleibt für umsichtige Anleger ein Gut von krisenfestem Wert. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten erfreut sich das Edelmetall größter Beliebtheit. Aktuell profitieren seine Produzenten bereits seit längerer Zeit von den attraktiven Kursen, die die steigende Nachfrage auslöst. Zugleich sind rund um den Globus aktuell Explorationsunternehmen wie Big Player auf der Suche nach Nachschub. Eines von ihnen ist Pasofino Gold Ltd. (TSX-V: VEIN, WKN: A2PUFS; ISIN: CA7026571074) aus Kanada mit derzeit zwei vielversprechenden Projekten im Portfolio, von denen eines bereits in Richtung Produktionsreife entwickelt wird. Die Nachrichten der potenziellen neuen Ressourcen in Westafrika und Kanada sollten auch hierzulande Investoren aufhorchen lassen.

Pasofino Gold tritt als Joint-Venture-Partner der jeweiligen Betreiber der so unterschiedlichen Goldprojekte auf und wirkt aktiv an der Erforschung der Mineralisierungsziele und der Erstellung notwendiger Studien mit. Ressourcenschätzungen, Erkundungsbohrungen, die Modellierungen der Lagerstätten und Wirtschaftlichkeitsstudien sollen in naher Zukunft zu einem plastischen Bild der Vorhaben führen.

Gold – ein Edelmetall auf Höhenflug

Gold ist ein Bodenschatz-Klassiker, der von Investoren einerseits in physischer Form als Wertanlage geschätzt wird. Ebenso interessant sind zudem Vermögensanlagen in Unternehmen, die sich mit der Exploration und Entwicklung von Goldprojekten beschäftigen. Gold befindet sich im Augenblick im Bullenlauf; es ist heiß begehrt, die Preise pendeln sich – nach einem kurzfristigen Einbruch im März diesen Jahres – auf historisch hohem Niveau ein. Das Metall entwickelte sich in den vergangenen zwanzig Jahren besser als so manche Aktien und birgt nach Ansicht von Experten durchaus noch mehr Aufwärtspotential. Goldprojekte in aller Welt, ob in Exploration, Entwicklung oder Produktion, sind somit Gewinner des aktuellen Marktzyklus. Ein Unternehmen, das mit energischen Schritten auf das Goldparkett nachzieht, ist Pasofino Gold aus Toronto.

Die Geschichte von Pasofino

Die Bergbaugesellschaft aus Toronto wurde im Jahr 2010 gegründet, firmierte bis September 2019 allerdings als „Enforcer Gold Corp.“ Enforcer bearbeitete noch bis August 2018 das kanadische Goldprojekt „Montalembert“, schloss jedoch bereits im Januar desselben Jahres eine im Zuge eines Joint-Venture eine Option auf das Projekt „Roger“ mit SOQUEM ab (Ausführlicheres hierzu weiter unten unten). „Montalembert“ wurde schließlich zugunsten von „Roger“ aufgegeben. Am Projekt „Roger“ in Kanada ist das Unternehmen zu 50 Prozent, am zweiten Projekt „Dugbe“ in Nigeria seit Juli 2020 durch einen Optionsvertrag mit Hummingbird Resources mit 49 Prozent beteiligt (vor Herausgabe der 10 Prozent Zinsen an die Regierung Liberias).

Dugbe: Verborgene Schätze in Liberia

Abb1: Lageübersicht des Goldprojektes Dugbe in Liberia, Quelle: Pasofino Gold

Das aktuell aktivere Projekt von Pasofino befindet sich in Liberia. Dort unterhält das Unternehmen mit dem britischen Betreiber Hummingbird Resources plc eine Vereinbarung über einen 49-prozentigen Erwerb des „Dugbe“-Projekt (vor Herausgabe der 10 Prozent Zinsen an die Regierung Liberias).

Dessen logistische Anbindung ist vorteilhaft: Zum Areal gibt es eine Verbindungsstraße. Das Projekt ist außerdem nur etwa 70 Kilometer vom Tiefwasserhafen von Greenville entfernt; eine wichtige Grundlage sowohl für die künftige Verschiffung von Konzentraten als auch die mögliche Anlieferung von Komponenten einer Produktionsanlage auf dem Seeweg.

Im Dugbe-Goldprojekt dominieren „birimianischen Gesteine“ (benannt nach dem Fluss Birim), die in Westafrika wichtige Mineralisierungen von Gold, aber auch Diamanten enthalten. Die Areal-Gesamtfläche umfasst aktuell 2.565 Quadratkilometer, nachdem kürzlich durch Akquisition und Konsolidierung der Zentrallizenz 210 Quadratkilometer Fläche hinzugewonnen werden konnten. Dugbe beherbergt zwei prioritäre Goldvorkommen namens „Tuzon“ und „Dugbe F“. Des Weiteren gibt es eine erhebliche Anzahl weiterer Lagerstätten, die durch umfangreiche Oberflächenerkundungen und luftgestützte Vermessungen entdeckt wurden. Bisher ist allerdings nur die Liegenschaft „Sackor“ mit Bohrungen näher untersucht worden.

Hummingbird hatte 2019 mit der liberianischen Regierung ein 25jähriges sogenanntes „Mineral Develop Agreement“ abgeschlossen, das in einem langfristigen Rahmen und hinsichtlich der Steuern und Abgaben Stabilität für die Entwicklung und den Betrieb des Dugbe-Goldprojektes bilden soll. Dabei wurde der liberianischen Regierung eine freie Beteiligung von 10 Prozent am Projekt gewährt.

Projektbeteiligung via Tochterfirma

Pasofino kam beim Dugbe-Gold-Projekt durch eine Akquise ins Spiel. Die Kanadier hatten im September 2020 das Unternehmen ARX Resources Limited übernommen, das seinerseits drei Monate zuvor eine Earn-In-Vereinbarung mit Hummingbird abgeschlossen hatte. ARX hatte dabei das Recht erworben, das Projekt unter der Aufsicht eines gemeinsamen Verwaltungsausschusses zu betreiben und einen wirtschaftlichen Gewinn von 49% zu erzielen. ARX ist nun eine Tochtergesellschaft von Pasofino Gold, die Bedingungen des Agreements bleiben unverändert.

Attraktive Ressourcen in Dugbe

Abb2: viele zusätzliche Fundstellen am Projekt, Quelle: Pasofino Gold

Hummingbird hatte bereits zwischen 2006 und 2014 umfangreiche Explorationsarbeiten im Dugbe-Projektgebiet durchgeführt, darunter 74.497 Meter Diamantkernbohrungen. Insgesamt wurden bis heut über 70 Millionen USD investiert, um Daten als Grundlage für das geplante Feldarbeitsprogramm bereitzustellen.

Die aktuellste Ressourcenschätzung für Dugbe nach dem Standard NI-43101 wurde im August 2020 von SRK Consulting (UK) Limited erstellt. Für die Lagerstätte Tuzon werden 2,03 Millionen Unzen Gold zu bei 1,51 Gramm pro Tonne angezeigt, 439.000 Unzen zu 1,31 Gramm pro Tonne abgeleitet. Die entsprechenden Schätzungen für Dugbe F liegen bei 273.000 Unzen zu 1,46 Gramm pro Tonne angezeigtem und 823.000 Unzen zu 1,57 Gramm pro Tonne abgeleitetem Gold.

Zusammen sind das 47,7 Tonnen mit einem Gehalt von 1,51 Gramm Gold pro Tonne beziehungsweise 1,3 Millionen Unzen angezeigt und 26,7 Tonnen mit 1,47 Gramm Gold pro Tonne (1.26 Millionen Unzen) abgeleitet.

Abb3: aktuelle „Dugbe“ Ressource vom August 2020, Quelle: Pasofino Gold

Ein geologischer Gold-Hot-Spot

Die „Birimian“-Zone, in der das Dugbe Goldprojekt sich befindet, gilt als zweitgrößtes Goldproduktionsgebiet der Welt. Die im Proterozoikum entstandene geologische Hauptscherzone „Dugbe Shear“, die erhebliche Bedeutung für die Goldmineralisierungen hat, verläuft genau durch das Projektareal. Die Lagerstätten Tuzon und Dugbe F liegen in einem Drei-Kilometer-Radius zur Scherzone, voneinander etwa vier Kilometer entfernt, und beherbergen oberflächennahe Mineralisierungen.

Die hauptsächlich vorhandenen Gesteine der Region sind Gneise aus Quarz, Feldspat und Migmatit mit variablen Anteilen an Granat, Biotit und Pyroxen. Die Orthopyroxen-Gneise, die typischerweise die Goldvorkommen enthalten, sind wahrscheinlich hochmetamorphisierte mafische Vulkangesteine in Sedimenten. Sie sind stellenweise mit erhöhten Sulfidgehalten (Pyrrhotit und Arsenopyrit) verknüpft. Gold kommt in vier Typen vor: Als natives Gold, Elektrum (Gold-Silber), Maledonit (Gold-Bismut) und Goldamalgam (Gold-Silber-Quecksilber).

Abb4: Regional Geologie, Quelle: Pasofino Gold

Großräumige Explorationen schaffen Datenbasis

Obwohl die Birimian-Region so hohes Goldpotenzial hat und im Dugbe-Areal schon durch Einheimische in Handarbeit geschürft wurde, gehört es zu den noch untererforschten Gebieten – mit entsprechend hohem Potenzial für Überraschungen. Erst durch Hummingbird fand eine systematische Erkundung des Territoriums statt. Dabei wurden zwischen 2006 und 2014 1.400 Sediment- und 25.000 Bodenproben getestet und 258 Gräben mit einer Gesamtlänge von 33.600 Metern abgeschlossen. Eine magnetische und radiometrische Luftuntersuchung über 17.536 Meter und 74.497 Meter Diamantkernbohrungen (davon 70.700 Meter in den Lagerstatten Dugbe F und Tuzon) kamen hinzu.

Abb5: Bohrkern-Depot; Quelle: Pasofino Gold

Die oberflächennahe Mineralisierung der beiden Lagerstätten legt den Tagebau als Abbaumethode nahe. 2013 fertigte das Beratungsunternehmen Wardell Armstrong International für Hummingbird eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie an; parallel fanden metallurgische, geotechnische und hydrologische Arbeiten statt, deren Ergebnisse die Grundlage für die Machbarkeitsstudie sind, die aktuell erstellt wird.

Beim dritten von Hummingbird per Bohrung explorierten Ziel „Sackor“ hatten vierzehn von zwanzig Bohrlöchern eine Goldmineralisierung durchschnitten.  Weiterhin sind aufgrund der Datenlage mehr als hundert weitere mögliche Bohrziele identifiziert worden, darunter „Tiehnpo“ und „Joe Village“ (Goldgehalte von mehr als einem Gramm Gold pro Tonne aus Grabenproben über 2 Meter) oder „Perluken“ (Sedimentproben mit bis zu 1,8 Gramm Gold pro Tonne).Eine aggressive Exploration soll nun die Aussichten in diesen Gebieten austesten.

Abb6: Dugbe Gold Projekt – Querschnitt Tuzon-Lagerstätte; Quelle: Pasofino Gold

Kommende Meilensteine in Dugbe

Die Arbeiten an einer Machbarkeitsstudie zur Untersuchung des Potenzials – anvisiert ist die Produktion von 200.000 bis 250.000 Unzen Gold pro Jahr – sind im Gange. Ein weiteres Bohrprogramm über 15.000 Meter soll noch 2020 beginnen. Der Schwerpunkt liegt auf den Lagerstätten Tuzon und Dugbe F, sowie auf bohrfertigen Zielen, die nach einer strengen Überprüfung aller verfügbaren geochemischen und -physikalischen sowie satellitengestützten Daten priorisiert werden.

Eine Machbarkeitsstudie und eine „ESIA“-Studie (Environmental and Social Impact Assessment) sollten in der zweiten Jahreshälfte 2021 vorliegen. Die beiden ersten Bohrinseln sind bereits im Einsatz: Eine für ein Infill-Bohrprogramm in Dugbe F, die andere für Scoutbohrungen in „Tiehnpo“. Zwei weitere Bohrinseln sollen im Januar 2021 mobilisiert werden.

Parallel soll auch ein knapp 50 Kilometer langer Abschnitt der Zufahrtstraße zwischen Tuzon und Greenville saniert werden; dabei müssen einige Brücken ausgetauscht werden.

Aussichtsreiches Joint Venture Projekt in Kanada

Pasofinos zweites Unternehmen, das Gold-Kupfer-Projekt „Roger“, wird vom Bergbaukonzern SOQUEM betrieben, einem der führenden Mineralienexplorer in Kanada und einer Bergbautochter der Landesregierung, somit auch zuständig für die Förderung des Bergbaus. Pasofino hatte im Rahmen einer Earn-In-Vereinbarung mit SOQUEM eine 50-prozentige Projektbeteiligung erworben. Dafür investiert Pasofino 2 Millionen CAD in einem Dreijahreszeitraum.

Die Gesamtgröße des „Roger“-Areals beträgt 987 Hektar. Das Gelände liegt im produktiven Abitbi-Grünsteingürtel in der kanadischen Provinz Québec, etwa fünf Kilometer entfernt vom Bergbauzentrum Chibougamau. Die Zufahrt zum Gelände ist ganzjährig über eine Straße möglich, außerdem besteht Anschluss an eine Stromleitung, die in der Vergangenheit zur Versorgung einer benachbarten (heute nicht mehr produzierenden) Mine angelegt wurde und das „Roger“-Grundstück kreuzt.

„Roger“ befindet sich bereits in fortgeschrittenem Explorationsstadium. Auf dem Projektareal wurden Diamantbohrungen über 58.000 Meter abgeschlossen, darunter elf Löcher auf 3.086 Metern, die 2018 in einer Kampagne von Pasofino-Vorgänger Enforcer und SOQUEM angelegt wurden. Vorangegangene unterirdische Explorationen aus dem Jahr 1988 umfassen 1.433 Meter Entwicklung, 1.433 Meter unterirdische Bohrungen und 1.000 Meter Chip-Sampling. Definiert wurde die Gold-Kupfer-Lagerstätte „Mop II“. Aktuell wird für „Roger“ ein Update des Ressourcenmodells durchgeführt.

Abb7: Lageübersicht des Projektes Roger in Quebec, Quelle: Pasofino Gold

Bohrprogramm deckt Goldressourcen auf

Eine aktualisierte In-Pit-Mineralressourcenschätzung für die Lagerstätte „Mop II“ wurde 2018 von der Firma GéoPointCom aus Val-d’Or aus Québec durchgeführt. Dazu wurden 260 Oberflächen- und 23 unterirdische Diamantbohrlöcher ausgewertet; zusammen waren das 38.554 Meter gespaltenes, gesägtes und untersuchtes Kernmaterial. Die neue Ressourcenschätzung basiert auf konzeptionellem Tagebau und steigerte die Annahmen aus einer vorangegangenen historischen Schätzung in der Kategorie „angezeigt“ um mehr als die Hälfte. Damit liegen die geschätzten Ressourcen nun bei angezeigten 297.000 Gold bei einem Goldgehalt von 0,85 Gramm pro Tonne; abgeleitet wären das 159.00 Unzen zu 0,75 Gramm pro Tonne. Das angezeigte Gold-Äquivalent liegt bei 333.000 Unzen zu 0,95 Gramm Gehalt pro Tonne (abgeleitet: 202.000 Unzen zu 0,96 Gramm Gold-Äquivalent pro Tonne.

Die Exploration von „Roger“ begann in den Vierzigern, mit der ersten Bohrkampagne im Jahr 1957. Allerdings blieb der Umfang der Bohrprogramme begrenzt. Erst in den späten Achtzigerjahren wurden umfangreichere Untersuchungen durchgeführt, die damals erzielten Bohrergebnisse inklusive Untergrundbohrprogramm kamen jedoch aufgrund einer ungünstigen Kalibrierung im Boden zu Ergebnissen, die sich auf das Verständnis der Lagerstätte ungünstig auswirkten. Weitere Explorationsarbeiten wurden dann, auch aufgrund der damals niedrigen Goldpreise, eingestellt. Erst 1997 widmete sich SOQUEM erneut dem Gebiet und gab eine neue, moderne Ressourcenschätzung in Auftrag, die 2006 abgeschlossen und aktualisiert wurde.

Das Phase-1-Bohrprogramm in „Roger“ war im April 2018 vollendet worden und umfasste elf Löcher auf 3.086 Meter. Damit waren historische Daten bestätigt worden, wonach die Mineralisierung oberflächennah beginnt und sich über bedeutende Strecken im Bohrloch fortsetzt. Mit weiteren Löchern, die die Mineralisierung im Streichen kreuzten, konnte die potenzielle Streikausdehnung erweitert werden. Zwar ist die Mineralisierung in der Tiefe von etwas geringerer Qualität, verläuft allerdings in Form eines ausgedehnten Hof unterhalb der Hauptszene. Bei dieser Gelegenheit wurden außerdem eine mit Kupfer angereicherte Goldzone mit 0,18 Gramm Gold pro Tonne und 0,11 Prozent Kupferauf 54 Metern ermittelt.

Ein halbes Jahr später wurden im Phase-2-Bohrprogramm 34 Bohrlöchern auf insgesamt 7.646 Metern angelegt. Dieses Bohrprogramm konzentrierte sich schwerpunktmäßig auf die Nordzone der Mineralisierung, wo das Potenzial für die Erhöhung der Ressource am günstigsten war

 

Abb 8a und 8b: Bohrerfolge auf der North Zone, Quelle: Pasofino Gold

Die Geologie der Lagerstätte

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden im Bergbaulager Chibougamau, am östlichen Ende des Abitibi-Grünsteingürtels, Gold und Kupfer entdeckt. Aktiver Bergbau in der Region produzierte von den Fünfzigerjahren bis 2008 insgesamt 3,2 Millionen Unzen Gold, 1,6 Milliarden Pfund Kupfer sowie große Mengen Silber und Zink.

Das Gestein entstammt zwei mafisch-felsischen Vulkanzyklen und wird von Sediment- und Vulkangestein überlagert. Charakteristisch sind konmagmatische Gabbro-Schweller. Die Mineralisierungen kommen in drei Lagerstättentypen vor: Mesothermale Kupfer-Gold-Adern, vulkanogenes massives Sulfid und Porphyr-Kupfer.

Die Mop-II-Lagerstätte weist zwei unterschiedliche Mineralisierungszonen auf: Main und North. In der Hauptzone korreliert die Goldmineralisierung mit breiten Alterationszonen der Sericitisierung (Sericit ist eine Varietät von Glimmer) und Verkieselung innerhalb einer 2,2 Kilometer langen und 0,4 Kilometer breiten Quarz-Feldspat-Porphyr-Intrusion enthalten sind. Über die Nordzone ist aktuell mangels Aufschlüssen und begrenzter Bohrungen weniger bekannt. Sie weist einen anderen Mineralisierungsstil auf als die Hauptzone: Kupfer als auch Gold sind über weite Intervalle in stark anomalen Mengen vorhanden.

Ein dritter Mineralisierungsstil wird im „Roger“-Gebiet in einem Horizont von halbmassiven bis massiven Sulfiden geborgen, die in der Nähe von Quarz-Feldspat-Porphyr assoziiert sind. Der Horizont enthält stark anomale Werte für Zink, Kupfer, Silber und Gold.

Abb 9: Lokale Geologie der Roger-Liegenschaft, Quelle: Pasofino Gold

Aktienstruktur

Die Aktien von Pasofino Gold werden an der TSX Venture Exchange (VEIN) und der Frankfurter Börse (WKN: A2PUFS) gehandelt. Die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) lautet CA7026571074. Dabei werden aktuell etwa 7 Prozent aller Aktien von Management und Insidern gehalten, 85 Prozent befinden sich in freiem Umlauf.

Mit Stichtag 13. November 2020 betrug die Anzahl der Pasofino-Aktien 275,6 Millionen, ihr Kurs lag zu diesem Zeitpunkt bei 0,18 CAD. Das Unternehmen verfügt über ein Kapital von etwa neun Millionen CAD, die Marktkapitalisierung beträgt 49,61 Millionen CAD. Pasofino Gold ist schuldenfrei.

Abb. 10: Pasofino Gold Kurentwicklung – 1 Jahr (Quelle: Bigcharts.com)

Länderportraits – Gegensätzliche Bergbaubedingungen

Pasofino Gold agiert mit seinen aktuellen Projekten unter Rahmenbedingungen, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten. Liberia ist ein Staat an der westafrikanischen Atlantikküste und gilt als eines der ärmsten Länder der Erde. Politisch gesehen ist Liberia allerdings nach seiner durch Gewalt und Unruhen geprägten jüngeren Geschichte eine zwischenzeitlich stabile demokratische Nation, eine Republik mit Präsidialsystem. Amtierender Regierungschef ist George Weah.

Der Bergbau macht etwa ein Zehntel des Wirtschaftswachstums in Liberia aus. Die Bergbauindustrie wird daher auch von politischer Seite unterstützt. Seit 2016 gibt es im Land eine kommerzielle Goldmine: Die New Liberty Gold Mine von Avesoro Resources. Der wichtigste Bodenschatz Liberias ist jedoch Eisenerz. Außerdem werden in nennenswertem Maß Mangan, Baryt, Kyanit und Columbit gefördert. An der Grenze zu Sierra Leone gibt es außerdem Diamanten-Fundstätten. Liberia gilt insgesamt als sehr interessantes Terrain für Investitionen durch Minengesellschaften.

Als Gegenpol dazu gehört Kanada zu den wohlhabenden Ländern, die Bergbauunternehmen einen sehr sicheren wirtschaftlichen und politischen Hintergrund bieten. Regierungschef ist aktuell Justin Trudeau; die parlamentarische Monarchie vertritt außerdem die britische Königin Elisabeth II.

Derr Bergbau ist der wichtigste Bereich der kanadischen Wirtschaft und wird von den jeweiligen Provinzregierungen reglementiert. Speziell Québec steht im Ruf, Minenbetrieben besonders vorteilhafte Voraussetzungen zu bieten. Der meistgeförderte Rohstoff in Kanada ist Nickel; in nennenswertem Maßstab werden zudem Uran, Kohle, Aluminium und Gold gefördert. Zu alldem kommt die ausgezeichnete Infrastruktur des Landes, von der die ansässigen Bergbaugesellschaften in hohem Maße profitieren.

Management, Vorstand, Berater: Ein Team mit Skills und Sachverstand

Die Geschicke von Pasofino Gold lenkt ein Team erfahrener Experten aus den Gebieten Bergbau, Recht und Finanzen.

Ian Stalker ist Vorsitzender und Geschäftsführer für die Operationen des Unternehmens, die Afrika betreffen. Als Bergbau-Manager mit 45 Jahren internationaler Erfahrung in Ressourcenentwicklung, Minenbau und Betrieb auf vier Kontinenten war er maßgeblich an der Entwicklung von zwölf großen Projekten verantwortlich – von den ersten Explorationen bis hin zur Inbetriebnahme. Stalker ist weiterhin Direktor von K92 Mining Ltd. und war Geschäftsführer diverser börsennotierter Bergbaufirmen.

Krisztian Toth, Vorstandsvorsitzender von Pasofino, ist ein erfahrener Anwalt für Bergbaufragen, Fusionen und Übernahmen, der für die renommierte Anwaltskanzlei Fasken Martineau tätig ist; eine Kanzlei, die mit über 700 Anwälten an acht Standorten in England, Südafrika und Kanada vertreten ist. Seit 2005 war die Global Mining Group von Fasken elfmal Branchen-Weltführer.

Neben seiner Tätigkeit bei Pasofino als Vorsitzender und Geschäftsführer für Projekte in Nordamerika ist Stephen Dunn, ebenfalls als Geschäftsführer und Vorstand, beim Junior-Explorer Crown Mining Corp tätig, den er im Jahr 2007 selbst gegründet hatte. Als studierter Wirtschaftswissenschaftler bringt einen beruflichen Hintergrund aus dem Banken- und Versicherungswesen und Investmenthandel ein.

Als Vorstandsmitglied und Vorstand für das operative Geschäft bringt Jason Sanders, seines Zeichens Explorations- und Baugeologe, 36 Jahre Branchenerfahrung in operativen und leitenden Funktionen ein. Dabei wirkte er an Minenbau- und Entwicklungsprojekten mit. Zu seinen vorangegangenen Karrierestationen gehören unter anderem Anstellungen bei AngloGold Ashanti, Uramin Inc., Elemental Minerals und LSC Lithium Corp.

Darryl Levitt, Anwalt für Unternehmens- und Wertpapierfragen aus Ontario, ist als Aufsichtsratsmitglied Teil des Führungsteams. In beratender Funktion war er bei Fusionen großer Unternehmen (Petro Canada- Suncor, Pelawan) und Börsengängen (First Uranium) beteiligt. Von „Who is Who Legal“ wird er als einer der führenden Anwälte für Bergbau und Wirtschaft gelistet.

Wichtige Meilensteine voraus

Das Managementteam von Pasofino ist dafür bekannt, seine Minenprojekte beharrlich voranzutreiben. Dies hat man u.a. schon beim Lithiumprojekt von LSC Lithium in Argentinien erfolgreich unter Beweis gestellt. Einer der nächsten wichtigen Meilensteine für Pasofino Gold wird die Machbarkeitsstudie für das Dugbe-Projekt sein. Diese Studie soll laut Plan im dritten Quartal 2021 abgeschlossen sein; anvisiert ist eine Produktionsrate zwischen 200.000 und 250.000 Unzen jährlich. Im Projekt „Roger“ ist derzeit eine Ressourcenaktualisierung im Gange; über weiterführende Explorationsaktivitäten ist aktuell nichts bekannt.

Abb11: Projekt Dugbe – Projektplanung, Quelle: Pasofino Gold

Fazit – Zwei attraktive Goldprojekte in Expertenhand

Pasofino ist ein hochinteressanter Kandidat für risikobewusste Anleger, die ihrem Portfolio ein vielversprechendes Goldprojekt hinzufügen möchten.

  • Pasofino ist auf Joint-Venture-Basis an zwei Goldprojekten mit vielversprechenden Ressourcen und hohem Expansionspotential in Kanada und Liberia beteiligt, die sich als ergiebige Goldquellen erweisen können.
  • Erste Bohrprogramme im afrikanischen Dugbe-Projekt sollen noch vor Jahresende beginnen. Die 3,5-Milionen-Unzen-Ressource mit Erweiterungspotenzial bietet eine hervorragende Basis für die weitere Entwicklung des Unternehmens.
  • Neben den bereits geschätzten Ressourcen gibt es im Dugbe-Projekt eine Vielzahl noch unerforschter, potenzieller Ziele.
  • Historische Ausgaben von über 70 Millionen US-Dollar tragen zur Exploration und Beschleunigung des Dugbe-Projekts bei.
  • Der 25-jährige Mineralienentwicklungsplan sichert einen stabilen, langfristigen Rahmen in einem bergbaufreundlichen Land.
  • Auch das kanadische „Roger“-Projekt profitiert von den branchenfreundlichen und sicheren Rahmenbedingungen, die Québec zu bieten hat.
  • Das Management-Team von Pasofino in der Vergangenheit oft unter Beweis gestellt, dass es, erfolgreich Minen entwickeln und Shareholder Value generieren kann. Auch wenn die beiden Projekte noch vergleichsweise neu im Portfolio sind, verfügt das Team über die Kompetenz, die Projekte gesund weiterzuentwickeln.
  • Die Aufträge für Machbarkeitsstudien und ESIA wurden an angesehene Ingenieurbüros in ihren Bereichen vergeben.
  • Das Management schließt nicht aus, sich künftig auch an weiteren attraktiven Projekten zu beteiligen.

Die Bohrprogramme, namentlich in Dugbe, sollten in der nächsten Zeit für positiven Nachrichtenfluss sorgen, den interessierte Investoren aufmerksam verfolgen sollten. Fortschreitende Entwicklungserfolge und das Erreichen der nächsten Meilensteine können das Unternehmen erheblich aufwerten. Eine finanzielle Deckung für die damit verbundenen Ausgaben ist aktuell mit den vorhandenen Mitteln gegeben. Für Umweltgenehmigung und Wirtschaftlichkeitsstudie werden voraussichtlich zum zweiten Quartal 2021 neue Finanzierungsrunden notwendig werden. Pasofino Gold Ltd. ist unter diesen Voraussetzungen als aussichtsreicher Akteur in der Goldbranche einzuschätzen, den man als versierter Anleger im Auge behalten sollte.

Toronto: VEIN
Frankfurt: N07
WKN: A2PUFS
ISIN: CA7026571074

Web: www.pasofinogold.com