Für ein Rohstoffunternehmen gibt es bei der Entwicklung und Erschließung neuer Bodenschätze diverse Meilensteine. Ein wichtiger Wegpunkt ist sicherlich die erste Prognose, wie groß der Schatz im Boden ist. Solche Zahlen liegen weit unter dem, was tatsächlich an Ressourcen bei dem jeweiligen Projekt vorhanden ist. Das hat Gründe, denn eine solche „maiden inferred resource” beruht meistens auf den ersten Untersuchungen von Teilen eines Projektgebietes und erfasst daher auch nur Teile des örtlichen Rohstoffvorkommens. Dennoch ist eine solche erste Schätzung für Investoren ein wichtiger Anhaltspunkt, wie lohnend das Bergbauprojekt werden könnte. Mit Technology Metals Australia (ASX: TMT; WKN: A2DG4Q; ISIN: AU000000TMT8) hat nun ein weiteres Unternehmen der Branche eine „maiden inferred resource” vorgelegt. Die Australier arbeiten an der Erschließung von Vanadiumvorkommen – ein Rohstoff, der vor allem im Zusammenhang mit Energiespeichern und Elektromobilität in den nächsten Jahren und Jahrzehnten massiv an Bedeutung gewinnen wird. Experten glauben, dass die globale Nachfrage im Jahr 2025 bei 131.000 Tonnen pro Jahr liegen wird.

Doch tatsächlich wird der Bedarf noch darüber liegen, getrieben vor allem von der Energiespeicher-Industrie, deren stark wachsender Bedarf in den Zahlen nicht berücksichtigt wurde. Je nachdem, wie viel Marktanteil Vanadium-Redox-Batterien erobern werden, könnte die Nachfrage auch bei mehr als dem Doppelten dieser Zahl liegen. Zuletzt schwankte die globale Produktion bei 75.000 Tonnen bis 90.000 Tonnen pro Jahr, 2016 soll die Nachfrage über dem Angebot gelegen haben.

Riesige Nachfragesteigerung bei Vanadium zu erwarten

Eine gewaltige Lücke also, die in den kommenden Jahren geschlossen werden muss. Dabei haben die Produzenten ohnehin schon Probleme, die jetzige Nachfrage zu bedienen, Bergwerke vor allem in China werden geschlossen und Südafrika hat Probleme, sein Förderniveau zu halten – Besserung ist nicht in Sicht. In die aufreißende Lücke müssen neue Projekte stoßen. Mit Preissteigerungen wäre in einem solchen Umfeld ohnehin zu rechnen. Exzellente Voraussetzungen für neue Projekte wie das von Technology Metals Australia sind also definitiv gegeben, nun muss das Unternehmen „liefern” und seine Hausaufgaben machen.

Die Arbeiten der Australier, die seit Ende 2016 an der Börse notiert sind, drehen sich um das Gabanintha-Projekt in einer Gegend, in der auch Australian Vanadium aktiv ist. Auf Gabanintha haben frühere Eigentümer bereits Vorleistungen gebracht, die die Chancen des Projektes zeigten. Auf den Vorleistungen kann Technology Metals Australia aufbauen und diese mit eigenen Untersuchungen ergänzen. Geophysikalische Arbeiten und das jüngste Bohrprogramm mit 36 Bohrlöchern haben nun die notwendigen Daten geliefert, die für eine erste Ressourcenschätzung nötig waren und die für die Australier „big news” sind.

Noch 2017 soll zweite Ressourcenschätzung folgen

Technology Metals Australia beziffert die Ressource der Kategorie „inferred” für das Gabanintha-Projekt auf 62,8 Millionen Tonnen Erz mit einem Gehalt von 0,8 Prozent Vanadiumoxid. In der Ressource enthalten ist ein Anteil von 29,5 Millionen Tonnen Erz, der auf eine Mineralisierung von 1,1 Prozent kommt. Mit den Daten bestätigen sich frühere Explorationen, die bereits Mineralisierungen von mehr als 1 Prozent ans Tageslicht beförderten.

Die Werte sind, siehe oben, allerdings nur ein erster Fingerzeig, der sich ausschließlich auf den nördlichen Abschnitt des Gabanintha-Projekts bezieht. Auf diesem Areal sieht Technology Metals Australia die Möglichkeit, mit weiteren Bohrungen zusätzliche Mineralisierungen nachzuweisen und so die Ressource zu steigern. Hinzu kommt das südliche Projektgebiet, auf dem ebenfalls Vanadium vorhanden ist, das in den Zahlen aber noch gar nicht berücksichtigt wurde.

Neue Bohrkampagnen sollen nun eine zweite Ressourcenschätzung vorbereiten, die wahrscheinlich Ende des Jahres vorliegen wird. Es würde nicht erstaunen, wenn deren Zahlen dann deutlich höher ausfallen als in der nun vorliegenden ersten Schätzung und eventuell Ressourcen bereits von „inferred” auf „indicated” hochgestuft werden könnten. Die hierfür anstehenden Bohrarbeiten bereitet Technology Metals Australia bereits vor. Im nächsten Quartal sollen auf beiden Projektabschnitten Bohrungen stattfinden. Im kommenden Monat sollen bereits erste Ergebnisse von Metallurgietests vorliegen. Noch 2017 soll zudem mit einer Vormachbarkeitsstudie begonnen werden.

Auf die Aktionäre von Technology Metals Australia warten also nachrichtenreiche und interessante Monate. Derweil weist das Unternehmen gerade einmal einen einstelligen Millionenwert als Marktkapitalisierung aus, der zu einem größeren Teil sogar noch durch liquide Mittel abgedeckt wird.

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Quelle: BigCharts.com