Bei den Explorationsaktivitäten von Skyharbour Resources Ltd. (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096) stand das zu 100 Prozent unternehmenseigene Uran-Thorium-Projekt „South Falcon Point“ zuletzt stets etwas im Schatten des Flaggschiffprojekts „Moore“. Das ändert sich jetzt: Wie das Unternehmen aus Vancouver am Montag meldete, wurde nun die luftgestützte geophysikalische Untersuchung auf „South Falcon Point“ aufgenommen. Dort war Skyharbour zuletzt im Jahr 2015 mit einer Bohrkampagne aktiv, bei der eine höhergradige Uranmineralisierung entdeckt wurde. Mit den Untersuchungen sollen nun, unter Einbeziehung historischer Daten, Ziele für neue Explorationsarbeiten definiert werden.

„South Falcon Point“ erstreckt sich über eine Fläche von 44.470 Hektar und liegt etwa 48 Kilometer östlich der von Cameco betriebenen Uranmühle „Key Lake Mill“. Es beherbergt eine NI 43-101-konforme abgeleitete, oberflächennahe Ressource von 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit 0,03 Prozent und 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit 0,023 Prozent Gehalt. In unmittelbarer Nähe des Projektgebiets verlaufen nördlich zwei Allwetter-Highways; der südliche Teil der Liegenschaft wird vom Stromnetz gekreuzt.

Die geophysikalische Untersuchung im Detail: Schwerkraftvermessung …

Xcalibur Multiphysics, eine Firma aus der Stadt Mississauga in der Provinz Ontario, wird eine Vermessung mit einem luftgestützten Falcon® Plus-Gravitationsradiometer und eine magnetische Vermessung durchführen. Das Falcon® AGG (Airborne Gravity Gradiometer) ist weltweit das einzige, speziell angefertigte Gerät seiner Art, das entwickelt wurde, um durch Flugbewegungen entstehende Ungenauigkeiten zu isolieren. Es gilt als „rauschärmstes“ AGG auf dem Markt und wird seit mehr als zwei Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt. Falcon® bietet im Vergleich mit herkömmlichen luftgestützten Gravimetrie-Systemen eine dreißigmal bessere Auflösung (100 Meter gegenüber 1.000 Meter) sowie eine bis zu zehnmal höhere Genauigkeit (0,1 Milligal gegenüber 1,0 Milligal; mit der Einheit „Gal“ wird in den Geowissenschaften die Schwerebeschleunigung beziffert).

Die Methode der Schwerkraftvermessung wird bereits seit 40 Jahren zur Entdeckung von Uran und der damit einhergehenden Definition von Bohrzielen im Athabasca-Becken und dessen Umgebung angewandt. Geplant ist, das gesamte Areal von „South Falcon Point“ aus einer vertikalen Höhe von 80 Metern und einem Linienabstand von 200 Metern abzudecken; dies auf insgesamt 2.843 Linienkilometern. Voraussichtlich werden diese Arbeiten Ende des Monats abgeschlossen sein.

… und deren Interpretation

Nach Beendigung der Schwerkraftuntersuchung werden durch die US-amerikanische Firma Earthfield Technology LLC aus Richmond (Texas) zusätzliche Interpretationsarbeiten geleistet. Die von Xcalibur ermittelten Untersuchungsergebnisse werden dabei mit allen VTEM-, HLEM-, Magnetik-, Radiometrie- und natürlich Bohrergebnissen zusammengeführt, die vom vormaligen Projektbetreiber (JNR Resources Ltd.) ermittelt worden waren. Dazu wird Earthfield Technology proprietäre Software einsetzen und strukturelle Merkmale des Grundgebirges detailliert kartieren, dortige Lithologien bestimmen sowie aussichtsreihe hydrothermale Bruch- und Alterationszonen identifizieren. Auf diese Weise werden die Bereiche mit erhöhtem Uranpotenzial ermittelt und verfeinert.

Das Potenzial von „South Falcon Point“

Bei historischen Bohrungen waren auf „South Falcon Point“ in mehreren Bereichen Mineralisierungen von Uran und Thorium identifiziert worden, darunter die Uran-Thorium-Seltenerdelement-Lagerstätte „Fraser Lake Zone B“. Diese mineralisierten Zonen stehen in Verbindung mit mehreren EM-Leitern; darunter ein auffälliger 65 Kilometer langer, mit „Fraser Lake Zone B“ zusammenhängender Leiter.

Das bedeutende EM-Leitersystem und andere vordefinierte Strukturen und Leiter werden Gegenstand der nun begonnenen Gravitationsuntersuchung sein. Die aussichtsreichen Ziele für die Uranexploration sind jene, die in Verbindung mit Schwerkrafttiefs im Kontext mit hydrothermalen Alterationssystemen beziehungsweise Uranmineralisierungen übereinstimmen.

Die bisher auf dem Areal entdeckte Uran- und Thoriummineralisierung (Details zur Explorationsgeschichte weiter unten) ist oberflächennah gelegen. Sie besteht aus pegmatithaltigen und klassisch-diskordanzgebundenen Mineralisierungen im Athabasca-Stil im Grundgestein und steht in Verbindungen zu gut entwickelten Leitersystemen wie den Zonen „EWA“, „Walker“ und „Fraser Lake“.

Historische Bohrungen auf „South Falcon Point“ und dem angrenzenden Projekt „Hook Lake“ (zurzeit optioniert an Valor Resources, Details hierzu weiter unten) umfassen mehr als 22.000 Bohrmeter, verteilt auf 110 Bohrlöcher. Investiert wurden bereits über 15 Millionen CAD in die beiden Projekte. Die bisherigen Aktivitäten decken luft- und bodengestützte geophysikalische Untersuchungen, mehrphasige Diamantbohrkampagnen, geochemische Probenentnahmen und Analysen sowie Schürfungen ab. All dies gipfelte in einer umfangreichen geologischen Datenbank für das Gebiet.

Die Schwerkraftuntersuchung wird auf diesen vorherigen Arbeiten aufsetzen und zur Erstellung von Bohrzielen verwendet werden. Das Entdeckungspotenzial ist groß, angeregt werden weitere Bohrungen nahe der definierten Lagerstätte und neuen Zielen, die sich aus der Untersuchung ableiten lassen.

Die historischen Explorationen

Im Rahmen historischer Untersuchungen auf „South Falcon Point“ hatte man im Bereich „Zone B“ von „Fraser Lake“ auf etwa 1,5 Kilometer mal 500 Meter Fläche eine Uran-Thorium-Seltenerd-Mineralisierung identifiziert. Dieses Gebiet liegt entlang einer antiformalen Falten-„Nase“, die wiederum von einer in Ost-West-Ausrichtung orientierten, duktil-spröden Querstruktur durchschnitten wird und an einen 65 Kilometer langen EM-Leiter angrenzt.

Die Lagerstätte tritt an der Erdoberfläche zutage; das jüngste zurückliegende Bohrprogramm seitens Skyharbour von 2015 definiert sie bis in 150 Meter Tiefe (durchteuft wurde sie entlang einer Streichenlänge von 500 Metern bis in 250 Meter Tiefe). Die Vererzung ist entlang des Streichens und in die Tiefe offen und setzt sich aus mehreren mäßig abfallenden, übereinanderliegenden Uran- und Thorium-Mineralisierungshorizonten zusammen. Sie stehen mit Pegmatiten in Verbindung, die in den gescherten Kontakt zwischen archaischem Granit und darüber gelegenen pelitischen und graphitischen Gneisen der Wollaston Supergroup hineinreichen. Begleitet wird die Mineralisierung von anomalen Gehalten an Kupfer, Nickel, Vanadium und Blei. Sie weist variierende Mengen an Alteration und strukturellen Störungen auf.

Diese Lagerstätte beherbergt, wie oben kurz erwähnt, laut der aktuellen NI 43-101-konformen Schätzung (erstellt 2015) 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit einem Gehalt von 0,03 Prozent und 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit einem Gehalt von 0,023 Prozent innerhalb von 10.354.926 Tonnen bei einem Cut-off-Gehalt von 0,01 Prozent Triuranoctoxid.

Zuletzt schloss Skyharbour vor sieben Jahren ein Bohrprogramm auf „South Falcon Point“ unterhalb der Lagerstätte ab. In der Tiefe stieß man dabei auf eine höhergradige Uranmineralisierung unweit der zuvor definierten niedriggradigen mineralisierten Hülle. Das Highlight lieferte dabei das Bohrloch FP-15-05: 0,172 Prozent Triuranoctoxid und 0,112 Prozent Thoriumdioxid auf 2,5 Metern. Allerdings musste die Bohrung aufgrund technischer Schwierigkeiten damals abgebrochen werden.

Im selben Jahr wurden zwei weitere Löcher in einem zuvor unerprobten Bereich von „Fraser Lake Zone B“ angelegt; beide waren strukturell gestört und alteriert, ergaben geochemische Anomalien und gut definierte graphitische Lithologien. In Loch FP-15-01 wurde auch eine niedriggradige Uran-Mineralisierung durchquert, die mit Thorium angereichert ist und damit den östlichen Teil der „Nase“ als vorrangiges Ziel künftiger Explorationserwägungen etabliert.

Insgesamt waren die Ergebnisse des 2015er-Bohrprogramms ermutigend. Sie bestätigten in der „Fraser Lake Zone B“ die Existenz einer weit verbreiteten Vererzung, Alteration, struktureller Störung und Radioaktivität, wie sie typischerweise auf hochgradige Uranlagerstätten des Athabasca-Beckens hinweist. (Beispiele für diesen Typ sind bekannte Funde wie „Eagle Point“, „Millennium“, „P-Patch“ und „Roughrider“).

Hinzu kommt der Umstand, dass bei früheren Arbeiten des vormaligen Projekteigners verschiedene andere Mineralisierungsgebiete auf dem Projekt identifiziert wurden („EWA“, „Walker“, „Fraser Lake Zone A“).

Über Skyharbour Resources Ltd.

Mit einem Portfolio von fünfzehn Projekten (insgesamt 450.000 Hektar Fläche) in und um den in der Provinz Saskatchewan gelegenen Teil des Athabasca-Beckens ist Skyharbour Resources aus Vancouver bestens positioniert, um von den positiven Trends am Uranmarkt zu profitieren. Neben dem oben ausführlich dargestellten Projekt „South Falcon Point“ steht das zu 100 Prozent unternehmenseigene Flaggschiffprojekt „Moore“ im Fokus. Das Projektgelände wurde erst kürzlich durch den Erwerb des angrenzenden Grundstücks „Russell Lake“ von Rio Tinto erweitert. Dieses Areal weist auf Basis historischer hochgradiger Bohrergebnisse zusätzliches hohes Explorationspotenzial auf. Erworben hatte Skyharbour das „Moore“-Areal von Denison Mines (einem wichtigen strategischen Aktionär); das Gelände liegt etwa 15 Kilometer östlich vom Denison Mines-Projekt „Wheeler River“ und 39 Kilometer südlich der bereits erwähnten Cameco-Uranmine „McArthur River“. Auf „Moore“ gibt es in der Zone „Maverick“ eine hochgradige Uranmineralisierung (6,0 Prozent Triuranoctoxid auf 5,9 Metern inklusive 20,8 Prozent Triuranoctoxid auf 1,5 Metern 265 Metern Vertikaltiefe).

Neben den in Eigenregie erforschten Projekten steht Skyharbour bei zwei Projekten zusammen mit einem weiteren Anteilseigner (Dixie Gold Inc.) in Joint-Venture-Beziehungen mit Partnerunternehmen: „Preston“ (Aufteilung: Orano Canada Inc. 51 Prozent, Skyharbour und Dixie jeweils 24,5 Prozent) und „East Preston“ (Azincourt Energy: 70 Prozent, Skyharbour und Dixie jeweils 15 Prozent). Die beiden benachbarten Projekte sind aussichtsreiche Grundstücke nahe der Lagerstätten „Triple R“ (Fission Uranium) und „Arrow“ (NexGen Energy).

Bei drei weiteren Skyharbour-Projekten bestehen laufende Earn-in-Optionsvereinbarungen: Das ASX-notierte australische Unternehmen Valor Resources exploriert „Hook Lake“ (angrenzend an „South Falcon Point“) mit dem Ziel eines 80-Prozent-Anteils. Basin Uranium Corp. arbeitet auf 75 Prozent Beteiligung an „Mann Lake“ hin. Medaro Mining Corp. schließlich hat eine Option auf 70 Prozent von „Yurchison“, mit der anschließenden Möglichkeit, auch den Rest des Projekts zu erwerben.