Der Verfall der Öl- und Gaspreise in den Jahren vor 2016 ist eine Chance für Investoren, die über den Tag hinausdenken. Um zu verstehen, warum das so ist, muss man sich vor allem die Investitionsaktivitäten der Branche anschauen. Man hat gespart, vor allem im Bereich der Entdeckung neuer Vorkommen. Das hat auch der Trendwechsel, der Anfang 2016 sowohl beim Ölpreis als auch beim Gaspreis zu sehen war, bisher nicht verändert.

Als Resultat dieser Sparwelle fördert die Branche schon länger deutlich mehr, als sie an neuen Öl- und Gasreserven entdeckt. Die verfügbaren, bekannten Reserven schrumpfen. Das Missverhältnis zwischen der Produktion und den neu entdeckten Vorräten ist eklatant: Im vergangenen Jahr wurden zum Beispiel so wenig neue Ölvorkommen wie noch nie seit den 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts entdeckt. Gerade einmal rund ein Achtel der Jahresproduktion wurde bei Explorationsarbeiten gefunden – trotz immer fortschrittlicherer Methoden zum Auffinden der Vorkommen. Es war also keine Frage des technischen Könnens, die Öl- und Gaskonzerne wollten oder konnten aus finanziellen Gründen einfach nicht.

Es ist absehbar, dass diese Taktik nicht lange durchhaltbar ist, wenn die Konzerne nicht am eigenen Ast sägen wollen, auf dem sie sitzen. Der Verzicht auf Explorationstätigkeit wird sich rächen und das Pendel in die andere Richtung ausschlagen. Ein steigender Druck, die vorhandenen Reserven wieder aufzufüllen, lässt irgendwann die Investitionen wieder steigen. Dann werden aussichtsreiche Projekte wieder gefragt sein, die Preise dafür steigen und damit auch die Börsenwerte der Explorationsgesellschaften, die in der Zwischenzeit diese Projekte weiter vorangetrieben haben. Das ist die Chance, die sich risikobereiten Investoren mit einem etwas längeren Zeithorizont in der Branche derzeit bietet. Es ist eine Chance, die sich aufgrund der Zyklik der Branche nur selten bietet und hohe Gewinne bringen kann.

Kanadische Montney-Formation wird für Investoren immer interessanter

Eine der Regionen, auf die Profis verstärkt ein Auge werfen, ist die Montney-Formation in den kanadischen Provinzen Alberta und British Columbia. Deutlich wurde das Interesse bei den professionellen Börsianern zuletzt zum Beispiel auf einer Investorenkonferenz, die EnerCom in Denver veranstaltete. Branchenexperte Juan Jarrah von TD Securities sprach auf dieser Konferenz von der Montney-Formation als „dem wichtigsten kanadischen Rohstoffvorkommen – wenn nicht gar einem der bedeutendsten und konkurrenzfähigsten Nordamerikas“.

Die Zahlen zeigen eine seit Jahren stark steigende Produktion in dem Gebiet, die Zahl gebohrter und fördernder Ölquellen wuchs über die letzten Jahre hinweg stetig, Tendenz weiter steigend. Wichtige Förderer in der Region sind unter anderem Encana und Progress Energy, die zum malaysischen Rohstoffriesen Petronas gehört.

Völlig neu ist die Montney-Formation der Rohstoffwelt nicht. Schon vor mehr als 50 Jahren wurden hier erste Quellen gebohrt – seinerzeit von Texaco. Doch die Region ist weit davon entfernt, ihren Höhepunkt erlebt zu haben, wie die steigende Zahl von produzierenden Quellen beweist. Längst ist zudem noch nicht die ganze Region erkundet. Große Chancen auf neue rentable Quellen sind zum Beispiel im Nordwesten der Gebiete von Progress Energy vorhanden. Hier liegt unter anderem das Caribou-Projekt. Im Süden an das Areal grenzen Projektgebiete von Black Swan und Saguaro Resources an.

Der Blick auf diese drei Gebiete ist hoch interessant. Black Swan und Saguaro Resources, beide vor allem durch privates Beteiligungskapital finanziert, haben in den vergangenen Jahren massive Steigerungsraten bei der Öl- und Gasproduktion erreicht. Und es geht weiter: Sowohl Black Swan als auch Saguaro Resources planen hohe Investitionen in die Bohrung neuer Öl- und Gasquellen sowie in den Bau neuer Infrastruktur in der Region und werden so ihr Wachstum weiter vorantreiben.

Einmalige Chance mit Azonto Petroleum

Einer der treibenden Entwickler auf dem Caribou-Gebiet in dieser wachstumsstarken Region ist im Gegensatz zu Black Swan und Saguaro Resources börsennotiert und damit für Investoren zugänglich. Mehr noch: Die Company erlebt derzeit eine möglicherweise entscheidende Transformationsphase in ihrer Geschichte und stellt eine einmalige Chance für Börsianer dar, sich in der prosperierenden Montney-Region zu engagieren: Die australische Azonto Petroleum Limited (ASX: APY: Frankfurt: R1Y;
ISIN: AU000000APY1; WKN: A1XAZ7)
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Azonto Petroleum steht kurz vor einem Merger mit Calima Energy. Von Havoc Partners wird man 100 Prozent der Calima-Anteile übernehmen und sich anschließend in Calima Energy umbenennen. Noch sind die exakten Details des Zusammenschlusses der beiden Unternehmen nicht fix. Fest steht, dass nach dem Deal zwischen rund 490 Millionen und 540 Millionen Anteilsscheine ausgegeben sein werden. Hinzu kommen jeweils rund 20 Millionen Optionen und Performance-Aktien sowie rund 66 Millionen Performance-Rechte.

Nach dem Merger wird die neue Calima Energy über ein Portfolio von Rohstoffprojekten und dank Havoc Partners auch über beste Branchenkontakte verfügen. Das Unternehmen und seine Manager haben nämlich schon einige Top-Firmen in der Branche gegründet und aufgebaut. Zu nennen sind hier vor allem Fusion Oil & Gas sowie Ophir Energy, zwei absolute Erfolgsgeschichten in der Öl- und Gasindustrie, letztere ist an der Londoner Börse sogar einer der Indextitel im Auswahlindex FTSE 250.

Fest steht jetzt auch schon, dass das mit Abstand wichtigste Projekt für die derzeitige Azonto Petroleum und zukünftige Calima Energy in der Montney-Region liegt. Das Montney-Joint Venture, in dem man engagiert ist, hält die Bohrrechte für ein Gebiet von rund 55.000 Acres Fläche, aufgeteilt in drei nicht verbundene Gebiete.

Abb5 Projektportfolio

Landkartenansicht der Projekte, Quelle: Azonto Petroleum

Gezahlt wurden für diese Landrechte rund 800 Dollar je Acre. Zuletzt wurde von Deals in der Region mit bis zu 5.000 Dollar berichtet – das zeigt das steigende Interesse in der Branche. Vor allem das bereits erwähnte Caribou-Gebiet ist von den drei Ländereien von Interesse, das im Norden des Montney-Bassins zu finden ist, angrenzend zu den Flächen von Black Swan und Saguaro Resources.

Milliardenschwere Projekte in der Nachbarschaft

Ein Blick auf Saguaros Projekt ist auch für Calima Energy hoch interessant: Geologisch hat dieses die gleichen Grundlagen wie Calimas Caribou-Gebiet, es ist quasi ein geologischer Zwilling, der allein in den Reservekategorien „proved” und „probable” 270 Millionen Barrel Öläquivalent zu bieten hat.

Im Laufe des Jahres 2016 konnte Saguaro die Reserven weit mehr als verdoppeln. Deren Barwert liegt nun bei mehr als 1,8 Milliarden Dollar. Mehr noch: Aus mehr als 30 bereits fördernden Quellen holt Saguaro täglich im Schnitt mehr als 10.000 Barrel Öläquivalent, im Dezember waren es sogar 12.000 Barrel. Die Zahl der Quellen, die in dem Gebiet gebohrt werden könnten, liegt Schätzungen zufolge bei mehr als dem 20-fachen, entsprechend ist auch die Förderung längst noch nicht auf dem „Peak” angekommen. Vielmehr befindet man sich erst ganz am Anfang.

Was bedeutet dies für Azonto bzw. Calima Energy? Vor allem reichlich Potenzial auf dem unternehmenseigenen geologischen Zwilling des Saguaro-Projekts! Denn dieses könnte schnell eine ähnliche Entwicklung nehmen.

Laut Joint Venture-Vertrag kann Azonto in drei Stufen bis zu 55 Prozent des Projektes erwerben und den Status des „Operator” erlangen. Hierzu muss die zukünftige Calima Energy binnen drei Jahren 25 Millionen Dollar in das Projekt investieren, davon 5 Millionen Dollar bis zum 1. August des kommenden Jahres.

Der Zusammenschluss mit Calima Energy bringt indirekt weitere Anteile an dem Projekt ins Unternehmen, denn Calima ist mit mehr als 11 Prozent am Joint Venture-Partner TMK-M beteiligt, der wiederum indirekt an dem Montney-Projekt Anteile hält. Solche verschachtelten Verhältnisse sind alles andere als ein Einzelfall in der Branche.

Über Havoc Partners wird die zukünftige Calima Energy zudem Zugriff auf weitere vielversprechende, aber derzeit noch vergleichsweise weniger wichtige Projekte erhalten. Zu nennen sind hier vor allem zwei Offshore-Projekte vor der afrikanischen Küste. Auf dem Kontinent hat Havoc mit den bereits erwähnten Fusion Oil & Gas sowie Ophir Energy bereits ihr Know-How bewiesen – die beiden Unternehmen verfolgen Projekte unter anderem in West- und Nordwestafrika sowie Tansania.

Zusatzchancen vor Afrikas Küste

Vor der Nordwestküste Afrikas liegt eines dieser Projekte. Calima bringt in die „Ehe” der beiden Unternehmen eine 50-prozentige Beteiligung an aussichtsreichen Explorationsgebieten ein, die in einem bekannten und ergiebigen Becken mit Öl- und Gasvorkommen liegen – dieses erstreckt sich südlich der Kanarischen Inseln. Allerdings ist hier derzeit aus politischen Gründen noch nicht viel Fortschritt zu erwarten: Der Grund liegt im Westsahara-Konflikt, die Rechte für die Gebiete wurden von der Demokratischen Arabischen Republik Sahara erteilt – nur die wird als Staat in vielen Teilen der Welt nicht anerkannt und große Teile des Gebietes, so auch das Offshore-Gebiet, werden von Marokko beansprucht. Bis es hier weitergehen kann, muss die politische Situation und die Rechtelage geklärt werden – Geduld ist gefragt.

Ganz anders sieht es dagegen bei dem 10-prozentigen Anteil von Calima an der Bahari Holding Company Limited aus, die ebenfalls mit in den Zusammenschluss gebracht wird. Das Unternehmen hält 40 Prozent der Rechte an drei Offshore-Blöcken, die zwischen der Ostküste Afrikas und den Komoren inmitten eines öl- und gasreichen Beckens liegen. In diesem Becken sorgten die italienische ENI und der US-Konzern Anadarko mit riesigen Erdgasfunden für Aufsehen. Seismische Untersuchungen auf den Bahari-Gebieten haben gezeigt, dass mögliche Lagerstätten mit bekannten Öl- und Gasvorkommen vor Mozambik und Tansania korrespondieren und viele Milliarden Barrel Öläquivalent beherbergen könnten. In dem Zusammenhang wieder ganz wichtig: Havoc kennt sich vor den ostafrikanischen Küsten bestens aus und war bereits an Entdeckungen vor Tansania beteiligt.

Fazit: Potenzielles Top-Projekt als Wachstumsturbo

Montney wird für die zukünftige Calima Energy der mit Abstand wichtigste Wachstumstreiber sein, trotz der weiteren Projekte, die das Unternehmen verfolgt. Entwickelt sich hier alles so wie „nebenan” bei Saguaro, hätte man einen Mehrheitsanteil an einem Projekt mit dreistelligen Millionenwerten.

Zum Vergleich: Nach dem Zusammenschluss wird die Marktkapitalisierung von Azonto/Calima wohl im kleinen zweistelligen Millionenbereich liegen. Hier wächst also ein weiteres potenzielles Top-Projekt heran, bei dem die Manager von Havoc Partners eine entscheidende Rolle spielen. Für diese wird die neue Calima Energy zum bevorzugten „Investmentvehikel”.

Die Entwicklung der kommenden drei Jahre werden daher für das Unternehmen enorm wichtig und könnten zum Beispiel potenzielle Käufer für das Montney-Projekt anlocken. Alles in allem bietet sich hier für risikobereite Investoren eine alles andere als alltägliche Chance, von Anfang an bei diesen wirklich vielversprechenden Aussichten mitzumischen.

Investment Highlights:

  • Beste Referenzen des neuen Managements: Dieses hat mit Fusion Oil & Gas sowie Ophir Energy schon riesige Erfolge in der Öl- und Gasbranche gefeiert.
  • Spitzen-Entwicklungsprojekt in einer der aussichtsreichsten Öl-und Gasregionen Nordamerikas als mittelfristiger Werttreiber.
  • Kanada-Projekt als potenzielles Übernahmeziel
  • Langfristige Zusatzchance aus Offshore-Projekten vor der afrikanischen Küste.
  • Ein derzeitiger Unternehmenswert im niedrigen zweistelligen Millionenbereich steht möglichen Milliardenwerten zukünftiger Öl- und Gasreserven gegenüber.

Weitere Informationen zu Azonto Petroleum / Calima Energy finden Sie im Unternehmensprofil auf unserer Webseite

Quelle: BigCharts.com