Rio Tinto Kooperation: Kupfer aus Arizona fließt in Amazons Rechenzentren

Rio Tinto Kooperation: Kupfer aus Arizona fließt in Amazons Rechenzentren Gunnison Copper

Amazon und Rio Tinto treiben die Digitalisierung der Rohstoffproduktion voran. Mit einem strategischen Deal setzen beide Unternehmen ein Signal: Amazons Cloud-Tochter AWS wird künftig Kupfer aus dem Nuton®-Verfahren von Rio Tinto in ihren US-Rechenzentren verbauen – der erste industrielle Einsatz dieser innovativen Bioleaching-Technologie.

Das Kupfer stammt aus dem Johnson Camp-Projekt des Unternehmens Gunnison Copper CA4028801088 A40TP4 im Süden Arizonas. Dort wird seit Dezember 2025 Nuton erstmals im industriellen Maßstab eingesetzt. Bei der Technik handelt es sich um ein biologisches Verfahren zur Kupfergewinnung aus sulfidischem Erz – ohne klassischen Schmelzprozess, aber mit 99,99 % Reinheit am Minenausgang.

Neues Kupfer für die Cloud

AWS will das Nuton-Kupfer für interne Komponenten in US-Rechenzentren nutzen, darunter Kabel, Leiterplatten und Kühlkörper. Im Gegenzug stellt Amazon Daten- und Analytikdienste zur Verfügung, um das Verfahren weiter zu optimieren. Laut AWS-Nachhaltigkeitschefin Kara Hurst sei die Technologie ein "Durchbruch", der zur Erreichung von Amazons Netto-Null-Ziel bis 2040 beitrage.

Rio Tintos Kupferchefin Katie Jackson betonte die doppelte Wirkung der Kooperation: "Cloud-Technologie und industrielle Innovation erzeugen gemeinsam Materialien mit weniger CO₂." Durch die lokale Produktion werde zudem die US-Versorgungssicherheit gestärkt.

Wasser, CO₂ und Wegstrecke gespart

Der Clou: Das Nuton-Verfahren ist nicht nur modular skalierbar, sondern verbraucht auch deutlich weniger Wasser und Energie als herkömmliche Methoden. Zudem entfällt der Transport zu Schmelzen und Raffinerien – der Kupferkathoden-Ausstoß erfolgt direkt vor Ort in Arizona.

Das Verfahren erlaubt es laut Gunnison Copper, auch bislang als Abfall geltendes Material nutzbar zu machen. Die Produktionskapazität am Standort liegt aktuell bei bis zu 11.300 Tonnen pro Jahr. Finanziert wird das Projekt vollständig über Nuton LLC, ein Tochterunternehmen von Rio Tinto.

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Gunnison will zum Knotenpunkt werden

Neben Johnson Camp kontrolliert Gunnison Copper insgesamt zwölf Lagerstätten im Cochise-Distrikt, nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Das größere Gunnison-Projekt umfasst laut Unternehmensangaben mehr als 750 Mio. Tonnen erkundete Ressourcen mit einem durchschnittlichen Kupfergehalt von 0,31 %. Eine Wirtschaftlichkeitsstudie sieht einen Kapitalwert von 1,3 Mrd. USD bei einem internen Zinsfuß von 20,9 %.

CEO Stephen Twyerould sieht in der Partnerschaft mit AWS einen Wendepunkt: "Das ist ein Beweis dafür, dass US-gefördertes, optimiertes Kupfer auch im Hightech-Sektor ankommen kann." Langfristig will Gunnison die Region zum Produktions- und Versorgungszentrum für grünes Kupfer entwickeln.