Nach den letzten Updates zu den neu festgestellten Goldwerten auf „Dugbe F“ gibt es nun auch von der anderen  bekannten Lagerstätte auf dem Goldprojekt „Dugbe“ in Süd-Liberia vielversprechende News. Wie Pasofino Gold Ltd. (TSX-V: VEIN, WKN: A2PUFS; ISIN: CA7026571074) aus Toronto am Dienstag meldete, liegen aktuelle  positive Ergebnisse aus Gräben am Streichen der Lagerstätte „Tuzon“ vor. Das Unternehmen interpretiert diese als Bestätigung auf eine mögliche Erweiterung der bestehenden Lagerstätten. Pasofino hält die Option, eine wirtschaftliche Beteiligung von 49 Prozent (vor der Ausgabe des der liberianischen Regierung zustehenden zehnprozentigen Anteils) von Hummingbird Resources Inc. zu erwerben.

Im Januar dieses Jahres war bei „Tuzon“ ein Gold-in-Boden-Trend von 6 Kilometern Länge entdeckt worden. Um diesen zu testen, wurden im Februar drei Gräben angelegt. Wie sich jetzt zeigt, weisen alle anomale Gold-Ergebnisse auf, mit bis zu zwei Gramm Gold pro Tonne in Grundgestein sowie einem 36-Meter-Intervall zu 0,6 Gramm Gold pro Tonne.

Hinweise auf größere Mineralisierung

Über die Ergebnisse zeigte sich Ian Stalker hocherfreut. Sie deuteten, so der Geschäftsführer von Pasofino Gold, auf einen möglicherweise größeren Umfang von Vererzungen der „Tuzon“-Lagerstätte hin als bislang vermutet. Daraus könnten sich einige aussichtsreiche neue Bohrziele ergeben. Der Umstand, dass die Resultate nur sechs Kilometer von den auf 2,3 Millionen Unzen bezifferten angezeigten Ressourcen von „Tuzon“ und „Dugbe F“ erhoben wurden, hebt ihre Bedeutung hervor.

Wichtig zu wissen ist, dass der Trend noch nicht angebohrt wurde. Die neuen Resultate wecken Hoffnung darauf, dass auf „Dugbe“ noch mehr Gold in der Nähe zu den vorhandenen Lagerstätten in LKW-Reichweite zu der auf „Tuzon” geplanten Verarbeitungsanlage zu entdecken ist.

Alte und neue Gräben

Pasofino hatte kürzlich eine neuerliche Analyse der historischen geochemischen Bodendaten unter Berücksichtigung der Struktur und Topografie des Geländes durchgeführt. Diese hoben mehrere schwache bis mittelschwere Anomalien beim „Tuzon“-Streichen hervor. Um dem nachzugehen, wurden im Februar 2021 die drei neuen Gräben fertiggestellt. Sie verlaufen variabel entlang der sechs Kilometer langen Gold-in-Boden-Anomalie, die durch eine „10 ppb-Kontur“ definiert ist und sich im Südwesten der „Tuzon“-Lagerstätte erstreckt.

Am westlichen Ende des Trends befinden sich bereits  zwei historische Gräben, KHTR 007 und 008, beide aus dem Jahr 2011. Auch dort wurde bislang nicht gebohrt, obwohl ein 26 Meter langes Intervall mit einem Bestwert von 0,79 Gramm Gold pro Tonne nachgewiesen wurde. Da die Anomalie insgesamt weniger prägnant ist als an anderen Stellen des Projekts, war der Trend bislang nicht getestet worden.

Der neu angelegte Graben TZTR085 ist nur 500 Meter in südwestlicher Richtung von „Tuzon“ entfernt. In diesem Graben gibt es ein 52 Meter langes Intervall mit einem Gehalt von 0,18 Gramm Gold pro Tonne entnommen, aus Regolith in einer gesprenkelten Zone, da kein Grundgestein erreicht wurde. Ein Programm zur Weiterverfolgung der Gräben wird jedoch fortgesetzt.

Es sind zwar Bohrungen notwendig, um das Konzept zu untermauern, doch die Grabenergebnisse weisen deutlich  auf die Möglichkeit eines Mineralisierungsgürtels südwestlich von „Tuzon“ und nördlich der „Dugbe“-Scherzone hin. Die Anomalie wurde in die Ziele „Tuzon-Süd“ und „Dugbe-Shear“ („DSZ“) unterteilt.

Qualitätssicherung und Kontrolle

Die Kragenpositionen am Beginn des Grabens wurden mit Hand-GPS und Lidar-Daten für die Höhe bestimmt. Die zwischen 200 und 204 Meter langen Gräben wurden bis zu drei Metern Tiefe beziehungsweise bis zum Grundgestein miniert. Alle Proben waren zwei Meter lang und stammen aus einem horizontalen Kanal 0,1 Meter über dem Grabenboden. Wenn am Grabenboden Grundgestein auftrat, wurden entlang des Intervalls mit einem Meißel Späne entnommen.

Alle Proben wurden bei Liberia Geochemical Analysis Inc. (Monrovia) vorbereitet und von der Niederlassung von ALS in Burkina Faso mit ISO-zertifizierten Analysemethoden ausgewertet. Auf einhundert Proben wurde ein zertifizierter Standard, auf alle fünfzig Proben ein Leerwert eingefügt. Jeweils alle 75 Proben wurde eine doppelte Probe entnommen.

Sämtliche Proben wurden sicher gelagert, beim Transport von einem Unternehmensvertreter begleitet und mittels eines Brandtests mit Atomabsorptionsfinish an Proben mit Nenngewicht von 50 Gramm analysiert. Alle Ergebnisse der Qualitätskontrolle und Sicherung sind zufriedenstellend. Zwar konnte die zuständige qualifizierte Person die historischen Daten aus den Grabenproben von 2011 nicht überprüfen, aber vor Ort untersuchen.

Das Dugbe-Goldprojekt

“Dugbe” liegt in Süd-Liberia am südwestlichen Ende der sogenannten „Birimian Supergroup“; jener geologischen Formation, in der sich die meisten westafrikanischen Goldvorkommen befinden. Das Gelände ist insgesamt 2,355 Quadratkilometer groß. Mit „Dugbe F“ und „Tuzon“ wurden bereits zwei Goldlagerstätten identifiziert, beide etwa vier Kilometer von der geologischen Dugbe-Scherzone entfernt. Diese hat vermutlich bei der großflächigen Goldmineralisation der Region eine entscheidende Rolle gespielt.

Das Gebiet wurde in großen Teilen vom Projekteigner Hummingbird Resources Inc. untersucht. Zu den Arbeiten gehören unter anderem 74.479 Meter Diamantbohrungen, von denen 70.700 Meter auf die beiden genannten, bereits 2009 und 2011 entdeckten Lagerstätten entfallen. Insgesamt hat Hummingbird bereits 70 Millionen Dollar für die Exploration aufgewendet.

Sowohl „Tuzon“ als auch „Dugbe F“ sind bereits an der Oberfläche aufgeschlossen und daher möglicherweise für den Abbau im Tagebauverfahren geeignet. Auch eine Reihe weiterer prospektiver Ziele sind auf dem Projektareal vorhanden.

2019 hatte Hummingbird mit der Regierung von Liberia ein Mineralentwicklungsabkommen über eine fünfundzwanzigjährige Laufzeit unterzeichnet, das einen langfristigen sicheren Rahmen für Steuern und Abgaben setzen sollte. Teil des Abkommens sind ein dreiprozentiger Lizenzsatz für die Goldproduktion, ein Einkommensteuersatz von 25 Prozent, wobei historische Explorationsausgaben verrechnet werden, eine um die Hälfte gesenkte Treibstoffsteuer und eine freie zehnprozentige Beteiligung der Regierung von Liberia am Projekt.