Weiter geht es mit den Resultaten vom Goldprojekt „Dugbe” in Liberia. Nachdem zuletzt News mit Ergebnissen der Grabenproben vom Ziel „Tuzon” die Runde machten, gibt es von Pasofino Gold Ldt. nun wieder News vom zweiten Ziel „Dugbe F”. Die besonders nennenswerten Highlights zeigen dabei lange Intervalle zwischen zehn und dreißig Metern mit Spitzenwerten bis 2,03 Gramm – und das teils aus nur geringer Tiefe. Mit dem Fortschreiten des Bohrprogramms gewinnt „Dugbe F“ somit immer mehr an Profil – eine notwendige Voraussetzung für die Überführung der Ressource von abgeleiteten zu angezeigten Werten.

Pasofino-Geschäftsführer Ian Stalker sieht die Beständigkeit der Mineralisierung von „Dugbe F“ weiterhin durch die 95 Prozent der Auffüll-Bohrlöcher bestätigt, die erfolgreich Vererzungen auf der Grundfläche der Lagerstätte kreuzten. Das, so Stalker in einer Unternehmensmeldung  von Montagnachmittag, könne eine starke Erhöhung der Mineralressource bedeuten.

Bohrprogramm beendet – Ergebnisse treffen ein

Seit das Auffüll-Bohrprogramm auf dem Projektteil „Dugbe F“ im Januar diesen Jahres begonnen wurde, haben von 36 Löchern 34 die vererzte Hauptschicht der Umrisse  der Lagerstätte durchteuft und damit die Kontinuität einer ausgedehnten und oberflächennahen Goldmineralisierung auf einem Bereich von etwa 2,5 Kilometern Länge und 1,3 Kilometern Breite belegt.

Das Bohrprogramm war am 21. April 2021 abgeschlossen worden. Es wurden 80 Löcher mit insgesamt 6.850 Metern gebohrt. Alle neuen Bohrlöcher waren zwischen bestehenden Bohrungen positioniert, um die Enge der Schnittbereiche innerhalb jener Bereiche der Lagerstätte zu erhöhen, die in das Konzept der Abbaugrube fallen. Für ungefähr die Hälfte dieser Löcher liegen aktuell Ergebnisse vor; derweil gehen Stichprobenentnahmen und Analysen weiter. Die bisher gewonnenen Schlüsse aus diesen Auffüll-Bohrungen sind ermutigend, denn sie bestätigen sowohl die Kontinuität als auch den Gehalt der Lagerstätte.

Das Ziel der Untersuchungen ist es, einen Großteil der abgeleiteten Mineralressourcenschätzung auf die Kategorie „angezeigt“ aufzustufen. Die erhöhte Ressourcenbasis wird für die Machbarkeitsstudie benötigt.

Die aktuelle Schätzung der abgeleiteten Ressource bei „Dugbe F“ beträgt 16,3 Millionen Tonnen zu 1,57 Gramm Gold pro Tonne (832.000 Unzen). Angezeigt beziffert sich diese Schätzung auf 5,8 Millionen Tonnen zu durchschnittlich 1,46 Gramm Gold pro Tonne (273.000 Unzen).

Frische Zahlen aus der Tiefe

Highlights der 18 seit der letzten Meldung zu „Dugbe F“ neu in die leicht abfallende mineralisierte Schicht gebohrten Löcher sind, in numerischer Reihenfolge:

  • DFDC354 mit 10,7 Metern zu 1,27 Gramm Gold pro Tonne aus 2,0 Metern,
  • DFDC357 mit 12,0 Metern zu 1,79 Gramm Gold pro Tonne aus 83,0 Metern,
  • DFDC362 mit 22,4 Metern zu 1,0 Gramm Gold pro Tonne aus 89,7 Metern,
  • DFDC364 mit 32,4 Metern zu 0,85 Gramm Gold pro Tonne aus 66,0 Metern,
  • DFDC372 mit 11,4 Metern zu 1,25 Gramm Gold pro Tonne aus 11,0 Metern und
  • DFDC373 mit 13,2 Metern zu 2,03 Gramm Gold pro Tonne aus 29,1 Metern

„Coming soon“: Neue Zahlen aus „Tuzon“

Ganz in der Nähe, an der Lagerstätte „Tuzon“ (angezeigte Mineralressourcenschätzung: 2 Millionen Unzen) sind seit April zwölf Explorations- beziehungsweise Ressourcenbohrungen vollendet worden. Es handelte sich dabei sowohl um Ausscher- als auch Auffüllbohrungen auf der bestehenden Lagerstätte. Die ersten Ergebnisse aus diesen Bohrungen sollten in den nächsten Tagen vorliegen.

Die Dugbe-F-Lagerstätte – ein Porträt

Gemäß des Grubenkonzepts beträgt die Länge der Lagerstätte 2,5 Kilometer; in der Breite erstreckt sie  sich zwischen 1,3 Kilometer im Süden und 200 bis 300 Meter im nördlichen Teil. Es handelt sich um eine wellenförmige und sanft abfallende Schicht, die im Westen oberflächennah zutage tritt und gen Osten sacht absackt. Die ostwärts geneigte Topographie hat zur Folge, dass die Tiefe der vererzten Schicht in manchen Gebieten minimalisiert ist. Beim Abbau würde das ein günstiges Abraum-Verhältnis ermöglichen.

Die Vererzung ist, abgesehen von Kreuzungen mit Pegmatit-Intrusionen oder Erosionen an der Oberfläche durchgehend. Beim Wirtsgestein handelt es sich um Orthopyroxen-Gneis mit erhöhtem Gehalt an Sulfid in Form von sichtbarem Phyrrotit, Arsenopyrit und Pyrit. Das Wirtsgestein scheint eine weitgehend stratiforme Schicht nahe dem Kontakt mit dem darüber gelegenen Quarzbiotit-Gneis darzustellen.

 „Dugbe“, Hummingbird und Pasofino

Pasofino Gold Ltd. ist ein an der TSX-V (VEIN) notiertes kanadisches Mineralexplorationsunternehmen. Über eine hundertprozentige Tochtergesellschaft hat Pasofino die Option, eine 49-prozentige wirtschaftliche Beteiligung (vor Ausgabe des erwähnten 10-Prozent-Anteils für die Regierung von Liberia) an „Dugbe“ zu erwerben. Das 2.559 Quadratkilometer weite Goldprojekt ist Teil der südwestlichen „Birimian-Supergroup“, einer geologischen Struktur, die die Mehrheit aller in Westafrika befindlichen Goldlagerstätten beherbergt.

Projekteigner Hummingbird Resources Inc. führte bereits umfangeiche Explorationen durch, darunter 74.497 Meter Diamantkernbohrungen, von denen mehr als 70.000 Meter allein auf „Dugbe F“ und „Tuzon“ (entdeckt 2009 und 2011) entfielen. Die beiden bereits identifizierten Goldlagerstätten befinden  die sich innerhalb von vier Kilometern der „Dugbe-Scherzone“. Von dieser glaubt man, dass sie eine wesentliche Rolle bei der Goldvererzung des gesamten Gebietes gespielt hat. Da beide Lagerstätten bereits an der Oberfläche zutage treten, sollte der Abbau im Tagebauverfahren möglich sein. Für all das hat Hummingbird bereits über 70 Millionen CAD investiert.

Es gibt ferner eine Reihe weitere möglicher Ziele, etwas das Gebiet „Sackor“. Dort hatten Bohrungen Mineralisierungen durchteuft, denen weiter nachgegangen werden soll. Allerdings wurden noch keine weiteren Prospektionen durch Bohrungen getestet, allerdings bei umfangreichen Grabproben Goldanomalien festgestellt. Ein aggressives Explorationsprogramm dieser Zonen ist geplant.

Zehn Prozent für Liberia: das Mineral Development Agreement

Hummingbird hatte im Jahr 2019 ein auf 25 Jahre angelegtes Mineralienentwicklungs-Abkommen (MDA) mit der liberianischen Regierung unterzeichnet, das einen stabilen Rahmen für Steuern und Abgaben schaffen sollte. Darunter fallen eine Lizenzgebühr für die Goldproduktion in Höhe von drei Prozent, ein Einkommensteuersatz von 25 Prozent (unter Anrechnung historischer Ausgaben für die Exploration) und die Senkung der Treibstoffsteuer um 50 Prozent. Der Regierung von Liberia steht ferner ein freier übertragener Zins von 10 Prozent an dem Projekt zu.