Milliardenwert in Arizona: Neue Studie stärkt Kupferprojekt von Gunnison Copper massiv
Der kanadische Kupferentwickler Gunnison Copper CA4028801088 A40TP4 hat eine aktualisierte vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (Preliminary Economic Assessment, PEA) für sein gleichnamiges Hauptprojekt im US-Bundesstaat Arizona veröffentlicht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das Kupferprojekt nun einen Kapitalwert (NPV) von rund 2 Mrd. USD bei einem Diskontsatz von 8 % erreichen könnte – ein Plus von 55 % gegenüber der Analyse aus dem Jahr 2024.
Projekt mit Langfristpotenzial und Zusatznutzen
Das 100 %-Eigentumsprojekt von Gunnison Copper liegt in Cochise County, etwa 100 Kilometer östlich von Tucson. Es soll als konventioneller Tagebau mit Haufenlaugung und anschließender elektrolytischer Kupfergewinnung (SX/EW) betrieben werden. Geplant ist eine Jahresproduktion von durchschnittlich 174 Mio. Pfund Kupferkathoden (rund 87.000 Tonnen) über die ersten 15 Jahre – genug, um rechnerisch mehr als 11 % der aktuellen inländischen Kupferproduktion der USA zu decken. Insgesamt sollen 3,2 Mrd. Pfund Kupfer über 21 Jahre produziert werden.
Das Besondere: Statt nur auf Kupfer zu setzen, verwertet das Unternehmen nun auch das hochreine Kalksteinmaterial im Abraum, das als Zementrohstoff genutzt werden soll. Ein geplanter Zementzweig mit einer Produktionskapazität von 1 Mio. Tonnen pro Jahr trägt zusätzlich 130 Mio. USD zum NPV bei. Zusammen mit dem Verkauf von nicht verarbeitetem Kalkstein ergibt sich laut Gunnison ein weiteres wirtschaftliches Standbein.
Verbesserungen bei Technik und Kosten
Der Großteil des Wertzuwachses – rund 83 % – stammt nicht aus gestiegenen Rohstoffpreisen, sondern aus betrieblichen Optimierungen. Dazu zählen unter anderem:
- Der Einbezug des hochgradigen Satellitenvorkommens Strong & Harris mit einem Kupfergehalt von 0,85 % (189 Mio. USD NPV-Beitrag)
- Der Einsatz optischer Sortieranlagen zur Abtrennung nicht mineralisierten Materials vor der Laugung (84 Mio. USD)
- Geotechnische Anpassungen bei der Böschungsneigung (41 Mio. USD)
- Effizienzsteigerungen durch autonome Förderfahrzeuge (14 Mio. USD)
- Reduzierte Schwefelsäurekosten durch ein kleiner dimensioniertes eigenes Säurewerk (19 Mio. USD)
Die geplanten Produktionskosten bewegen sich mit durchschnittlich 2,06 USD pro Pfund (All-in Sustaining Costs, AISC) im unteren Bereich globaler Kupferminen. Der Kapitalbedarf für den Projektstart liegt bei 1,54 Mrd. USD inklusive aller Reserven, Erweiterungsinvestitionen kommen später hinzu.
So rechnet sich Gunnison bei 4,60 USD je Pfund Kupfer
Die Studie basiert auf einem langfristigen Kupferpreis von 4,60 USD je Pfund. Auf dieser Basis ergibt sich ein interner Zinsfuß (IRR) von 22,7 % und eine Amortisationszeit von 3,9 Jahren. Selbst bei höheren Annahmen von 5,75 USD pro Pfund würde der Projektwert auf über 3,2 Mrd. USD steigen, wie die Sensitivitätsanalyse zeigt.
Laut einer unabhängigen Studie der University of Arizona erzeugt das Projekt wirtschaftliche Effekte von insgesamt 14,6 Mrd. USD. Geplant ist die Schaffung von über 53.000 direkten und indirekten Arbeitsplätzen sowie Steuerzahlungen von 1,9 Mrd. USD an lokale, staatliche und bundesstaatliche Institutionen.
Jetzt zählt Tempo bei Studie, Planung und Genehmigungen
Nach dem positiven Ergebnis der PEA plant Gunnison Copper nun den Übergang zur Machbarkeitsstudie (Pre-Feasibility Study, PFS), die rund 18 Monate dauern soll. Dafür wurde ein Budget von knapp 30 Mio. USD angesetzt. Neben geotechnischen und metallurgischen Studien sind auch detailliertere Planungen für den Transport, die Infrastruktur sowie den Zementbereich vorgesehen.
Die Genehmigungslage ist laut Unternehmen vergleichsweise günstig: Da keine weiteren Parteien involviert sind und das Gelände keine geschützten Arten oder historischen Stätten aufweist, erfolgen alle erforderlichen Genehmigungen auf Ebene des Bundesstaats Arizona.
Neben dem Tagebauprojekt hält Gunnison Copper auch das bereits in Produktion befindliche Johnson Camp, das über ein Joint Venture mit Nuton, einer Tochter von Rio Tinto, betrieben wird. Die Anlage hat eine Kapazität von 25 Mio. Pfund Kupfer pro Jahr.
Für die Aktie von Gunnsion Copper bedeutet die neue PEA vor allem ein Signal der Entlastung, denn der höhere Kapitalwert von rund 2,0 Mrd. USD und die niedrigeren Kosten schieben das Gunnison-Projekt nun in eine Liga, in der eine Finanzierung über den Minenbau wahrscheinlicher wird. Kurzfristig zählen dafür die nächsten Nachweise im Projektplan, also weitere Fortschritte bei Machbarkeitsstudie und Genehmigungen. Gunnison Copper erscheint dabei auf einem guten Weg.