Lithiumriese entsteht: Q2 Metals stößt auf mächtigen Pegmatitkörper
Q2 Metals CA74739G1072 A3D4CR hat beim Lithiumprojekt Cisco in der kanadischen Region James Bay in Quebec ein neues Ausrufezeichen gesetzt. Das Unternehmen meldete eine herausragende Bohrung mit 179,2 Metern mineralisiertem Pegmatit bei einem durchschnittlichen Lithiumoxid-Gehalt von 1,24 %. Diese Entdeckung liegt außerhalb des bisher modellierten Zonenbereichs – und erweitert damit das bekannte Vorkommen unerwartet nach Norden.
Das Bohrloch CS25-065 war ursprünglich als Randbohrung geplant, um die Grenzen der bekannten Mineralisierung zu überprüfen. Stattdessen wies es in flacher Tiefe von 50 bis 180 Metern einen durchgehenden Abschnitt mit wirtschaftlich relevanter Lithiumkonzentration nach. "Die Ausdehnung liegt jenseits unserer Erwartungen", sagte Neil McCallum, Explorationschef bei Q2 Metals.
Bohrprogramm mit vier Rigs in vollem Gang
Der jüngste Bericht umfasst 16 Bohrlöcher mit insgesamt 5.483 Bohrmetern, die während der Winterkampagne 2025 abgeschlossen wurden. In Summe hat Q2 Metals bislang 74 Bohrungen mit 31.961 Metern im Projekt niedergebracht. Der Fokus liegt derzeit auf Infill-Bohrungen – also enger gesetzten Löchern innerhalb der bestehenden Zone –, um die bestehende Datenbasis für eine erste Mineralressourcenschätzung im ersten Quartal 2026 zu verdichten.
Einige weitere Bohrungen lieferten ebenfalls bemerkenswerte Ergebnisse: CS25-057 etwa ergab 49,8 Meter mit 1,41 % Li₂O im Süden der Zone. Vertikale Hydrogeologie-Bohrungen wie CS25-055 und CS25-056 bestätigten zudem oberflächennahe mineralisierte Pegmatite mit bis zu 1,51 % Li₂O.
Explorationsziel von bis zu 329 Mio. Tonnen bleibt im Blick
Bereits im Juli 2025 hatte Q2 Metals ein erstes Explorationsziel veröffentlicht. Demnach liegt die potenzielle Ressourcenspanne zwischen 215 und 329 Mio. Tonnen mit Lithiumoxid-Gehalten zwischen 1,0 und 1,38 %. Diese Schätzung basiert auf den ersten 40 Bohrlöchern und ist laut Unternehmen rein konzeptionell. Sie dient der groben Orientierung und ist noch keine Ressourcenschätzung nach kanadischem Standard NI 43-101.
Das Unternehmen will bis Ende 2026 eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung ("Preliminary Economic Assessment", PEA) vorlegen. Dafür müssen möglichst viele der bisher nur als "vermutet" ("inferred") eingestuften Ressourcen in die höhere "angezeigte" Kategorie überführt werden – ein zentraler Fokus der aktuellen Bohrkampagne.
Auf dem Weg zur Ressourcendefinition
Die geografische Lage spielt Q2 Metals in die Karten: Das Cisco-Projekt liegt nur 6,5 Kilometer von der Billy Diamond Highway entfernt, mit Anbindung an die Eisenbahnlinie in Matagami rund 150 Kilometer südlich. Die Nähe zur Infrastruktur könnte bei einer möglichen Entwicklung erhebliche Kostenvorteile bringen. Die kommenden Monate werden entscheidend – sowohl für die Ressourcendefinition als auch für das Vertrauen des Markts in das Explorationspotenzial des Unternehmens.