Kupferproduktion in den USA: Wachstum mit Ansage
Gunnison Copper CA4028801088 A40TP4 gab im Februar die Ergebnisse einer aktualisierten vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung (PEA) für das Kupferprojekt Gunnison im Bergbaubezirk Cochise im US-Bundesstaat Arizona bekannt. Die Studie skizziert, wie eine konventionelle Tagebau-, Haufenlaugungs- und SX/EW-Anlage zur Herstellung von reinem Kupferkathodenmaterial für den US-Markt funktionieren kann. Über eine Minenlaufzeit von 21 Jahren sollen 3,2 Mrd. Pfund Kupfer produziert werden – zu Kosten, die auch bei Preisen deutlich unter dem aktuellen Marktniveau tragfähig wären.
Gunnison Copper treibt Kupferprojekt voran
Gunnison Copper war erst kurz zuvor in den Schlagzeilen: Ein Tochterunternehmen von Rio Tinto GB0007188757 852147 startete die Produktion in der Johnson Camp Mine von Gunnison, wo mit einem optimierten Haufenlaugungsverfahren gearbeitet wird.
Weder das alleinige Projekt von Gunnison selbst noch die Partnerschaft mit Rio Tinto sind derzeit Einzelfälle. Kupferunternehmen investieren in den USA und könnten die Produktion in den kommenden beiden Jahren deutlich hochfahren.
Noch deutlich mehr Schlagzeilen als die aktualisierte PEA zu Gunnison Copper machte eine wegweisende Entscheidung zum Projekt Resolution Copper. Das JV von Rio Tinto und BHP liegt ebenfalls in Arizona und gilt als größte Hoffnung Washingtons im Hinblick auf die Erlangung von Kupfersouveränität gegenüber China.
Resolution Copper konnte mit dem US Forest Service einen bundesstaatlichen Landtausch – der durch ein seit 2014 in Kraft befindliches Gesetz rechtlich möglich ist – abschließen, der als entscheidend für das seit Jahren brachliegende Projekt gilt. Der Landtausch umfasst die Übertragung von mehr als 5.400 Hektar ökologisch und kulturell sensiblem Land mit besonderen Arten und indianischen Kulturstätten zur Einbeziehung in Nationalwälder und nationale Naturschutzgebiete an den USFS und das Bureau of Land Management. Im Gegenzug erhielt Resolution über 2.400 Hektar Land angrenzend an die historische Magma-Kupfermine.
Resolution Copper nimmt entscheidende Hürde
Dem Landtausch ging eine Entscheidung des US-Berufungsgerichts für den neunten Bezirk vom 13. März voraus, das zugunsten von Resolution Copper und der Bundesregierung entschied. Die Kläger hatten den Fortschritt des Projekts über mehr als ein Jahrzehnt verzögert.
Resolution Copper kündigte zudem zusätzliche vorläufige Ausgaben von rund 500 Mio. USD über die nächsten zwei Jahre an. Doch das ist erst der Anfang: Resolution Copper hat das Potenzial, eine der größten Kupferminen der USA zu werden und bis zu einem Viertel des nationalen Kupferbedarfs zu decken. Das geplante Projekt setzt auf ein Bruchbauverfahren zur Gewinnung der über 2.000 Meter tiefen Lagerstätte. Diese Technik nutzt die Schwerkraft zur Erzgewinnung und ist die wirtschaftlichste Methode zur Rohstoffgewinnung.
Weitere US-Kupferprojekte mit großen Fortschritten
Resolution Copper ist in diesen Tagen eines der prominentesten großen Kupferprojekte in den USA, das wesentliche Fortschritte vermelden kann – aber nicht das einzige. New World Resources AU0000006934 A2JHXL etwa legte im vergangenen Jahr eine aktualisierte Lagerstättenschätzung für das Antler Kupferprojekt 15 km östlich von Yucca im Nordwesten Arizonas vor, die das Vorkommen auf 14,2 Mio. Tonnen mit 3,8 % Kupferäquivalent taxierte. Insgesamt wird nun von 543 Kilotonnen Kupferäquivalent ausgegangen, wobei die Lagerstätte neben Kupfer auch Zink, Blei, Silber und Gold enthält.
Metallic Minerals CA59126M1068 A2ARTX legte im Januar 2026 eine aktualisierte MRE für das La Plata Projekt im Südwesten Colorados vor. Die MRE sieht nun 181,4 Millionen Tonnen mit einem Durchschnittsgehalt von 0,36 % Kupferäquivalent, bestehend aus 0,33 % Kupfer und 2,9 Gramm Silber pro Tonne, was 1.307 Millionen Pfund Kupfer und 17,0 Millionen Unzen Silber entspricht, begrenzt auf eine für den Block-Cave-Abbau optimierte Untertagebauform.
Edge Copper CA2798521076 A41M8G (ehemals Plata Latina Minerals) präsentierte im Dezember eine aktualisierte MRE für das Zonia-Projekt, der im März 2026 eine PEA folgte. Diese sieht einen Tagebau mit anschließender Aufbereitung mittels Haufenlaugung und Lösungsmittelextraktion (SX) sowie Elektrogewinnung (EW) vor. Während der 10-jährigen Betriebsdauer sollen 76 Mio. Pfund (lb) Kupfer produziert werden.
Milliardenbewertung signalisiert erhebliches Upside
Die Gunnison Copper PEA taxiert das gleichnamige Projekt auf einen Nettogegenwartswert von 3,2 Mrd. USD, wenn der Kupferpreis bei 4,6 USD pro lb liegt. 3,9 Jahre soll die Amortisation dann dauern.
Die Aktie hatte zuvor über mehrere Monate deutlich zugelegt, zeigte zuletzt jedoch eine spürbare Korrektur. In einem weiterhin unterstützenden Kupfermarkt und bei erfolgreicher Projektumsetzung besteht grundsätzlich weiteres Bewertungspotenzial – wenngleich die erhöhte Volatilität die Risiken unterstreicht.