Erstellt im Auftrag von Electric Metals (USA)

Importabhängigkeit von Batteriemetall: US-Comeback bei Mangan-Exploration

Importabhängigkeit von Batteriemetall: US-Comeback bei Mangan-Exploration picture alliance / Zoonar / Sunshine Seeds

Electric Metals USA US2848981039 A41ZEN startete im Mai eine branchenweit beachtete vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) für sein Manganprojekt North Star (NSM) im Bundestaat Minnesota. Das NSM-Projekt umfasst eine Manganmine und eine Anlage zur chemischen Verarbeitung von Mangan.

Die Mine ist im Emily-Manganprojekt in Minnesota geplant, der genaue Standort der Verarbeitungsanlage in den USA wird derzeit noch gesucht. Emily verfügt über eine angezeigte Mineralressource von 5,69 Mio. t mit 19,2 % Mangan und 23,02 % Eisen sowie über eine abgeleitete Mineralressource von 777,8 kt mit 22,48 % Mangan und 22,15 % Eisen. Damit ist Emily die hochgradigste Manganlagerstätte in Nordamerika.

Electric Metals USA: Hochgradigste Mangan-Lagerstätte in Nordamerika

Electric Metals USA will Manganerz bei Emily abbauen und konzentrieren und anschließend zu hochreinem Mangansulfat-Monohydrat (HPMSM) und elektrolytischem Manganmetall (EMM) weiterverarbeiten. HPMSM wird für Lithium-Ionen-Batteriekathoden, EMM in Spezialstählen, Aluminiumlegierungen, Verteidigungssystemen und weiteren Technologien benötigt.

Der Bedarf der USA an Manganprojekten ist erkennbar groß: Das seit 2020 als kritisches Mineral eingestufte Batteriemetall wird im Inland seit 1970 nicht mehr produziert. Die Abhängigkeit von Nettoimporten lag in den letzten fünf Jahren Daten des US Geological Survey zufolge bei 100 %.  Der Löwenanteil der Importe stammt aus Gabun, Südafrika und Mexiko.

Die nun begonnene Studie baut auf einer früheren PEA auf, die dem North Star Projekt einen (mit 10 % diskontierten) Nettogegenwartswert von 1,39 Mrd. USD und eine Amortisationszeit von 23 Monaten attestierte. Die erste PEA sah eine jährliche Produktionskapazität von 100.000 Tonnen HPMSM und 10.000 Tonnen EMM vor. Die neue Studie soll auch die Erweiterung der HPMSM-Produktionskapazität auf 200.000 Tonnen pro Jahr beinhalten.

Neben Electric Metals arbeitet auch der eigenen Angaben zufolge weltweit größte Manganproduzent South32 AU000000S320 A14QLH an der Wiederaufnahme der Manganproduktion in den USA.  Das Unternehmen gewinnt den Rohstoff bislang andernorts. Dies soll sich ändern.

South32 entwickelt das Hermosa-Projekt in den Patagonia Mountains, etwa 80 Kilometer südöstlich von Tucson in Arizona. Zum Projektgebiet gehört die Zink-Mangan-Silber-Oxidlagerstätte Clark. Hermosa wurde durch den US Federal Permitting Improvement Steering Council (FPISC) als erstes Bergbauprojekt für den FAST-41-Status bestätigt, der Genehmigungsprozesse beschleunigen soll. Das Verteidigungsministerium gewährte einen 20 Mio. USD schweren Zuschuss im Rahmen des Defence Production Act Batterieförderprogramms.

Hermosa und North Star sind die beiden US-Manganprojekte mit der größten Relevanz. South32 ist allerdings nicht allein auf Mangan fokussiert, sondern produziert auch Aluminium, Kupfer, Zink, Silber und Blei.

Ein weiteres Projekt ist Prince Silver von dem gleichnamigen Unternehmen Prince Silver Corporation in Nevada. Das Silber-Mangan-Blei-Zink-Projekt befindet sich auf dem Gebiet einer ehemals produzierenden Mine. Bohrergebnisse zeigten zuletzt mehrfach zweistellige Mangangehalte.

Das Manganprojekt Battery Hill von Manganese X Energy liegt im kanadischen New Brunswick. Schätzungen aus den 1950er Jahren geben hier für mehrere Zonen Mangangehalte von 7,5 % bis 10 % an.

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Kaum Pure Play Manganunternehmen in den USA

Vor diesem Hintergrund scheint Electric Metals mit North Star interessant positioniert: Ein künftiger Pure Play US Manganproduzent mit Minenproduktion in der hochgradigsten Lagerstätte Nordamerikas und Weiterverarbeitung, der sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, ist aktuell eine Seltenheit.

"Die USA produzieren derzeit weder hochreines Mangan-Metall (HPMSM) noch hochreines Mangan-Metall (EMM), während China rund 96 % der weltweiten HPMSM-Produktion und 98 % der weltweiten EMM-Produktion kontrolliert", erläutert CEO Brian Savage. Er ist überzeugt, dass "das North Star Manganprojekt das Potenzial hat, eine grundlegende industrielle Infrastruktur der USA zu werden, die die Elektrifizierung aller Bereiche, die nationale Sicherheit und die fortschrittliche Fertigung unterstützt."

Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Mangan und dem Status Quo der USA bei der Produktion des Batteriemetalls erscheint auch die aktuelle Bewertung von weniger als 30 Mio. EUR bemerkenswert. Sobald sich ein klarer Pfad und Zeitrahmen in Richtung Produktion abzeichnet, scheint eine Neubewertung fast unabdinglich.