Goldproduktion in Down Under vor Turnaround

Goldproduktion in Down Under vor Turnaround Barton Gold

Der australische Goldexplorer- und Developer Barton Gold AU0000153215 A3DJY0 treibt seine Projekte in Südaustralien voran. Beim Challenger-Projekt, rund 730 km nordwestlich von Adelaide, starteten Anfang Februar Bohrarbeiten. Das auf 8.000 Meter ausgelegte Bohrprogramm zielt auf die Aufwertung der Ressourcen ab. Bis zum 30. Juni 2026 will das Unternehmen JORC-konforme Erzreserven und eine endgültige Machbarkeitsstudie für den Phase-I-Betrieb vorlegen.

"Angesichts der rekordhohen Goldpreise und der bestätigten JORC-Ressourcen von über 300.000 Unzen Gold war die Möglichkeit, unsere bestehende, vollständig genehmigte Infrastruktur in der Central Gawler Mill für den Betrieb der Phase 1 zu nutzen, noch nie so attraktiv wie heute", sagt Barton Gold Managing Director Alexander Scanlon.

Nur einen Tag später meldete das Unternehmen den Beginn von Wasserbohrungen beim ebenfalls in Südaustralien gelegenen Projekt Tunkillia. Ziel ist es, zusätzliche Wasserquellen nahe der Lagerstätte zu erschließen, um das Projektrisiko zu senken und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

Laut einer Optimierungsstudie aus dem Jahr 2025 könnten bei Tunkillia künftig jährlich 120.000 Feinunzen Gold und 250.000 Feinunzen Silber produziert werden. Für März ist zudem der Start eines 28.000 Meter umfassenden Bohrprogramms geplant, das der Aufwertung der Ressourcen dienen soll. Weitere 3.000 Meter sind vorgesehen, um die geotechnischen und metallurgischen Datenbanken des Projekts zu erweitern. Auch hier will Scanlon aufs Tempo drücken und "die geplanten JORC-Erzreserven, eine PFS und einen Antrag auf eine Bergbaulizenz bis Ende 2026" abhaken.

Gute Stimmung in Australiens Bergbausektor

Die Stimmung im australischen Goldsektor ist aufgrund des hohen Goldpreises so gut wie lange nicht. Aufgrund der Größe des Bergbausektors in Down Under machen sich die Entwicklungen der Goldschürfer und anderer Rohstoffproduzenten am Aktienmarkt bemerkbar.

Die Gewinnerwartungen für den Leitindex S&P/ASX200 sind seit Ende der Berichtssaison im August um rund 9 % gestiegen und haben den höchsten Stand seit Mitte 2023 erreicht. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf den Rohstoffsektor. Hier stiegen die Prognosen um 36 %.

Die australische Regierung hat in ihrer Dezember-Prognose des Resources and Energy Quarterly (REQ) die Prognosen für die Exporterlöse aus Rohstoffen und Energie nach oben korrigiert. Die Ertragsprognosen für 2025/26 wurden gegenüber der September-Ausgabe der REQ um 14 Mrd. AUD und die Ertragsprognosen für 2026/27 um 20 Mrd. AUD erhöht.

Auf den Goldbergbau entfällt dabei ein wesentlicher Anteil. Die Goldeinnahmen werden voraussichtlich auf 69 Mrd. AUD im Jahr 2025/26 und auf 74 Mrd. AUD im Jahr 2026/27 steigen, bedingt durch höhere Mengen und Preise. Damit ist Gold das wichtigste Bergbauprodukt Australiens nach Eisenerz und noch deutlich vor Aluminiumoxid, Lithium und kritischen Mineralien.

Goldproduktion steigt bis 2030 um fast 30 %

Die Regierung geht davon aus, dass aufgrund der hohen Goldpreise bald mehr australisches Angebot an den Markt gelangt. "Die australische Goldproduktion dürfte im Prognosezeitraum steigen. Die Produktionssteigerung wird sich in mehreren bestehenden Großbetrieben sowie durch die Inbetriebnahme neuer Projekte ergeben", heißt es im letzten Quartalsbericht.

Bislang wuchsen die Einnahmen durch Goldexporte vor allem in Folge der höheren Preise. Im November wurde für das Gesamtjahr 2025 eine Produktion von 10,2 Millionen Unzen erwartet, was einem Rückgang von 0,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies markierte den fünften jährlichen Rückgang in Folge. Ein Trend, der nun endet: GlobalData schätzt, dass die australische Goldproduktion bis 2030 jährlich 13,2 Millionen Unzen erreichen wird.

GlobalData-Analystin Gayathri Siripurapu führt die reduzierte Goldproduktion in den letzten Jahren hauptsächlich auf geplante Stilllegungen und Verzögerungen bei Kapazitätserweiterungen zurück. Sie nennt in einem Bericht etwa die Drosselung der Produktion in Newmonts US6516391066 853823 Cadia-Mine in New South Wales und die erschöpften Erzreserven in der Goldmine Fosterville von Agnico Eagle Mines CA0084741085 860325. Die planmäßig geschlossenen Projekte Tampia von Ramelius Resources AU000000RMS4 808383, Mount Rawdon von Evolution Mining AU000000EVN4 A1JNWA, Jeffreys Find von Auric Mining AU0000121113 A3DUMU und Marda von Leeuwin Metals AU0000268286 A3D8FY hätten die Produktion ebenfalls verringert.

Doch nun gehen neue Projekte an den Start, darunter das Hemi-Goldprojekt von Northern Star Resources AU000000NST8 AU000000NST8 85 km südlich von Port Hedland in der Region Pilbara in Westaustralien mit einer prognostizierten jährlichen Produktionskapazität von 553.000 Unzen.

Die Boddington-Mine von Newmont wird ihre Goldproduktion dem Bericht zufolge von 614.400 Unzen im Jahr 2025 auf 841.500 Unzen im Jahr 2027 steigern – ein Plus von 31,2 %. Für die Kalgoorlie-Mine von Northern Star Resources wird zwischen 2025 und 2027 ein Produktionsanstieg von 62,6 % von 405.400 Unzen auf 775.000 Unzen prognostiziert.

Zum Anstieg der Goldproduktion in den kommenden Jahren will auch Barton Gold beitragen. Unmittelbar nach dem Beginn der jüngsten Arbeiten auf den beiden Projekten wurde Bedrock Advisory Partners beauftragt, um die Finanzierung beratend zu unterstützen.

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Projektfortschritte treffen auf Investoreninteresse

Um mangelndes Investoreninteresse muss sich Barton wie auch andere angehende Goldproduzenten dabei im aktuellen Marktumfeld keine Sorgen machen. Man habe "Gespräche mit einer Vielzahl von Mineralieninvestitions-, Handels- und Kreditfinanzierungsgruppen geführt, die daran interessiert sind, sich an den geplanten Phase 1-Betrieben zu beteiligen oder diese zu finanzieren", lässt das Unternehmen verlauten.

Alexander Scanlon führt das Interesse der Investoren auch auf spezifische Vorzüge des Projekts zurück: Die unternehmenseigene Erzmühle Central Gawler Hill sei die einzige Goldmühle in der Region und befinde sich in unmittelbarer Nähe zum Challenger-Projekt. "Dies verschafft Barton einen erheblichen Vorteil für einen relativ kostengünstigen und risikoarmen Übergang zum Betrieb."

Aktuell wird Barton Gold an der Börse mit knapp 257 Mio. AUD bewertet. Weitere Projektfortschritte in einem anhaltend günstigen Goldmarkt könnten diese Bewertung noch deutlich ausbauen. Eine ähnliche Einschätzung findet sich auch in einer aktuellen Research-Studie von MST Financial: Auf Basis eines risikoadjustierten DCF-Modells, das von einem Goldpreis von 3.500 USD je Unze ausgeht, leiten die Analysten einen Wert von 2,58 AUD je Aktie ab. Gegenüber dem aktuellen Kurs entspräche dies einem Aufwärtspotenzial von rund 140 %.