Große Aufregung in der Goldgräberszene von Québec: in der Region James Bay, dem Gold-Hotspot Kanadas, sorgten erstklassige Goldfunde für Hochstimmung und Hoffnungen. Hochstimmung bei den glücklichen Projektbesitzern von Azimut, Hoffnung bei Genius Metals Inc. (CSE: GENI, WKN: A2N64W, ISIN: CA37230M1059): dort wird demnächst das Diamantbohrprogramm zur Erkundung des Flaggschiffprojekts „Sakami“ beginnen. Die hochwertigen Goldfunde unweit des Areals beflügeln die Hoffnung, auf ähnliche Schätze zu stoßen.

Die Erkundungsbohrungen auf „Sakami“ beginnen gerade erst. Der Start der Arbeiten ist für Mitte Juni geplant; bereits ab Monatsbeginn werden Gelogen vor Ort sein, um eine Prospektionskampagne durchzuführen, die Goldprospekte und Vorkommen zu erweitern und zu validieren.

Noch liegen freilich keine Resultate vor, die das Potenzial des vielversprechenden Goldgeländes mit Zahlen untermauern. Trotzdem beflügelt der Newsflow über die jüngsten Sensationsfunde die Phantasie. Sollten sich bei den Untersuchungen ansatzweise ähnliche Auffindungen bewahrheiten, könnte das ein „Game-Changer“ für die Bewertung des Explorers aus Saint-Sauveur erweisen. Sicher sind dies momentan noch Spekulationen und Investoren sollten das Risiko nicht außer Acht lassen. Schauen wir trotzdem genauer hin.

Starke Gehalte in „Nachbars Garten“

Um zu verstehen, woher dieser Optimismus noch vor Vorliegen der ersten eigenen Bohrergebnisse kommt, muss man buchstäblich einen Blick über den Zaun werfen. Vor gut zwei Wochen hatte Azimut Exploration Inc. (TSXV: AZM), Goldexplorer aus Longueuil (Québec) und Vor-Ort-Mitbewerber von Genius Metals, von seinem Projekt „Elmer“ beeindruckende Bohrergebnisse vermelden können. Unter anderem durchteufte man am Ziel „Patwon“ eine Strecke von mehr als 40 Metern mit einem Gehalt von 6,42 Gramm Gold pro Tonne. Darin enthalten war ein langes Intervall von 15,2 Metern mit 12,98 Gramm Gold.

Auch andere Bohrlöcher gaben Intervalle mit ausgezeichnete Ergebnissen aus: mit höheren Gehalten auf kürzeren Strecken (etwa 39,91 Gramm über 1,8 Meter oder 25,91 Gramm über 5,35 Meter) beziehungsweise niedrigeren, aber dennoch beachtlichen Werten über längere Strecken (etwa 7,84 Gramm über 9,8 Meter oder 5,47 Gramm über 33,6 Meter).

Laut Azimut-Geschäftsleitung dürfte es sich bei den Goldfunden bei „Patwon“ um einer der größten Entdeckungen in der Region James Bay seit der Entdeckung der Lagerstätte „Éléonore“ im Jahr 2004 handeln. (Die Mine „Éléonore“ ist heute ein Vorzeigeprojekt von Newmont Mining Corp. Produziert wurden dort im Jahr 2019 246.000 Unzen Gold; die Reserven betrugen Ende des selben Jahres 1,3 Millionen Unzen.)

Mit einem auf 10.000 Meter angelegten 30-Löcher-Bohrprogramm sollen die Goldfunde bei „Patwon“ erweitert und mit 5.000 weiteren Metern in ebenfalls 30 Löchern zehn weitere Ziele in der Umgebung erkundet werden.

Goldmeldung als Börsenmotor

Die Nachricht von den Goldfunden ließ postwendend den Kurs der Azimut-Aktie durch die Decke gehen: Innerhalb weniger Stunden nach der Meldung erhöhte sich der Preis von 0,95 CAD auf 1,35 CAD und ist zwischenzeitlich bei 1,56 CAD (31.05.2021) angekommen.

Dass die Märkte so euphorisch auf die vielversprechenden Informationen reagieren, ist sicherlich auch ein Effekt des aktuell ansteigenden Edelmetallkurses. Nachdem sich Investoren aktuell wieder vermehrt „harten“ Werten – unmittelbar als physisches Tresormetall oder indirekt durch Anlagen in Gold-Akteure – zuwenden, heizt die hohe Nachfrage nach dem Rohstoff das Interesse an reichen neuen Lagerstätten an.

Gleich nebenan: Genius- Flaggschiff „Sakami“ vor dem Stapellauf

Genius Metals‘ zu 100 Prozent gehaltenes, noch im Frühstadium befindliches Projekt „Sakami“ nun liegt weniger als 100 Kilometer Luftlinie entfernt von den Funden, die gerade für den Höhenflug der Azimut-Aktie sorgen – aus geologischer Perspektive ein Katzensprung. Genius Metals hatte erst kürzlich einen aktualisierten technischen Bericht gemäß National Instrument 43-101 über „Sakami“ erstellt. Das Konzessionsgebiet erstreckt sich über eine Fläche von 187 Quadratkilometern und setzt sich aus 364 Claims zusammen, die die geologischen Unterprovinzen „Opinaca“ und „La Grande“ überspannen.

„Lamarche“ und „GoldenEye“: Starke Werte schon an der Oberfläche

Genius Metals hatte bereits in den beiden vergangenen Jahren mehrere luft- und bodengestützte Untersuchungen und Prospektionskampagnen durchgeführt. Dabei wurden zwei vielversprechende Zonen bei Kartierungen, Grabproben mit einem mechanischen Bagger und der Entnahme von Gesteinsproben  bereits identifiziert: „Lamarche“ und „GoldenEye“. Beide Ziele sind, wohlgemerkt, an der Oberfläche getestet und mit hochauflösenden geophysikalischen Vermessungen gut definiert. Potenzial für Überraschungen in der Tiefe ist also reichlich vorhanden.

Schon die ersten Proben stimmen hoffnungsvoll: Die Vererzung bei „Lamarche“ mit guten Gehalten an Gold und weiteren Metallen ist auf etwa 500 mal 300 Meter identifiziert, augenscheinlich aber in alle Richtungen offen, was auf hohes Expansionspotenzial hindeutet. Zu den Highlights gehören Gehalte von 13 Gramm Gold und 266 Gramm Silber pro Tonne sowie 0,47 Prozent Kupfer, 19,2 Prozent Zink und 5,56 Prozent Blei.

Ähnlich gut sieht es bei der 700 mal 100 Meter weit dimensionierten „GoldenEye“-Zone aus. Dort ergaben die Testes bis zu 2,55 Gramm Gold pro Tonne, einschließlich einem 4,1-Meter-Intervall von 1,02 Gramm pro Tonne aus einer Kanalprobe.

Bohrprogramm ab Juni soll Fakten schaffen

Beide Ziele sollen mit etwa 2.000 bis 3.000 Bohrmetern nun näher unter die Lupe genommen werden. Es handelt sich um die ersten Bohrungen überhaupt auf dem Projektgelände. Das anstehende Bohrprogramm ist nach einer Privatplatzierung von Anfang Mai voll finanziert. Damit beauftragt wurde der Dienstleister Forages G4 in Val d’Or. Ließen sich im Zuge der eigenen Explorationen ähnliche Werte erbohren, könnte das auch Genius einen entsprechenden Aufwind verschaffen und womöglich eine Neubewertung des Unternehmens erforderlich machen, speziell vor dem Hintergrund der zurzeit lebhaften Goldmärkte.

Sakami: Ein „missing link“ in der Mineralisation?

Das „Sakami“-Projekt liegt geologisch auf derselben Bruchstruktur wie die bereits erwähnte Newmont-Mine-Éléonore“ etwa 100 Kilometer südsüdöstlich. Es ist zudem geradezu „umzingelt“ von Projekten namhafter Unternehmen, auf denen bereits beträchtliche Werte nachgewiesen werden konnten.

So hat der südliche Projektnachbar Quebec Precious Metals auf seinem Projekt „La Pointe“ beeindruckende 26,35 Gramm Gold pro Tonne über ein Elf-Meter-Intervall erbohrt. Das Unternehmen hatte erst vor Kurzem ein 25.000 Meter langes Bohrprogramm beendet und wird dieses um weitere 15.000 Meter fortsetzen. Das Ganze wird höchstwahrscheinlich ebenso auf eine ermutigende Ressourcenkalkulierung hinauslaufen.

Etwas weiter südwestlich konnte Harfang Exploration beim „Serpent“-Projekt aus Grabenproben Spitzenwerte von 20,5 Gramm (Ziel „Python“) und 18,45 Gramm (Ziel „Cobra“) Gold pro Tonne nachweisen.

Auch nordöstlich von Sakami sind die Bodenwerte extrem interessant. Dort befindet sich „La Grand Sud/ Zone 32“, ein Gebiet, für das eine Ressourcenschätzung 310.000 Unzen Gold beziffert. Das Gelände befindet sich aktuell im Besitz von O3 Mining Inc.

Wirklich interessant wird es nun, verlängert man die Linie zwischen „Sakami“ und den Funden von Quebec Precious Metals und Harfang weiter gen Südwesten. Diese Strecke läuft nämlich auf die bahnbrechenden Funde von Azimut zu. Optimistische Hypothesen sind daher durchaus angebracht.

Genius Metals – Multimetalle in Kanada

Aktuell ist Genius Metals an der CSE (Canadian Securities Exchange) notiert und hat eine Marktkapitalisierung von 6 Millionen CAD und 32 Millionen ausstehender Aktien. Etwa 14 Millionen dieser Aktien verteilen sich auf zehn „solide Hände“, wie das Unternehmen formuliert. Genius Metals plant, im Laufe des Sommers 2021 an die TSX.V zu migrieren.

Genius Metals besitzt in Québec mit „Iserhoff“ ein zweites, allerdings noch nicht so weit vorangebrachtes Gold-Projekt. Ebenfalls um Gold geht es (als Joint-Venture mit Meguma Gold Corp.) beim Projekt „Meaghers“ in Nova Scotia. Das Unternehmen setzt jedoch nicht nur auf Edelmetall. Über Kanada verteilt ist das Unternehmen mit „A-Lake“ (New Brunswick – Kupfer, Zinn, Zink) sowie „Dissimieux“ (Titan, Phosphate) und „KM-381“ (Lithium), beide ebenfalls in Québec, breit aufgestellt.

An Goldwerten interessierte spekulative und langfristige Anleger sollten den Newsflow von Genius Metals, den der Sommer sicherlich bereithalten wird, aufmerksam im Auge behalten. Die Aktie ist trotz eines großen Landpakets in äußerst vielversprechender Lage derzeit definitiv noch ein niedrig bewerteter Geheimtipp, den nicht viele Anleger kennen. Das könnte sich mit dem kommenden Bohrprogramm schnell ändern.

Im deutschsprachigen Raum sind Miningscout und Goldgeldwelt die Ersten, die die Aktie entdeckt haben und frühzeitig berichten. Genius Metals wird unter dem Kürzel 0FU an der Frankfurter Börse (WKN: A2N64W, ISIN: CA37230M1059) gehandelt.