Während die kanadische Provinz Québec sich in letzter Zeit mehr und mehr zum Parkett für Tech-Batteriematerial-Explorer entwickelt, sollten Investoren jene Unternehmen nicht aus den Augen verlieren, die sich dort auf „klassische Werte“ konzentrieren. Zum Beispiel Gold: News gab es am Mittwochabend von Genius Metals Inc. (CSE: GENI, WKN: A2N64W, ISIN: CA37230M1059). Das Explorationsunternehmen aus Saint-Sauveur meldete nicht nur den Abschluss einer Privatplatzierung, sondern verlängert auch die Ausübungsdauer von Optionsscheinen des Unternehmens. Außerdem gibt es gute Neuigkeiten vom Goldprojekt „Sakami“. Dort rücken endlich Diamantbohrgeräte an, um das Gelände zu erkunden.

Genius Metals ist ein Mineralexplorationsunternehmen, das sich auf Erwerb, Exploration und  Entwicklung von Rohstoffgrundstücken in Kanada konzentriert. Noch bis zum Spätsommer 2018 war Genius Metals unter dem Namen  „Spinco“ eine Tochtergesellschaft von Genius Property Ltd. Neben dem Flaggschiff „Sakami“ besitzt Genius Metals mehrere andere Projekte in Kanada, deren Exploration allerdings noch ganz am Anfang steht: die Kupfer-Zinn-Zink-Liegenschaft „A-Lake“ in New Brunswick, „Meaghers“ (ein Gold-Joint Venture mit Meguma Gold Corp) in Nova Scotia  und die Projekte „Dissimieux“ (Titan, Phosphate), „KM-381“ (Lithium) und „Iserhoff“ (Gold), alle in Québec.

Sakami: Ein vielversprechendes Vorzeigeprojekt

Das Goldprojekt „Sakami“ in der Region James Bay in der kanadischen Provinz Québec war schon zu „Spinco“-Zeiten im 100-prozentigen Besitz von Genius Metals. Das Projektgelände besteht aus 364 Claims  auf 187 Quadratkilometern Fläche. Namhafte Projektnachbarn sind Unternehmen wie O3 Mining (Osisko Mining, Toronto), Harfang Exploration Inc. und Quebec Precious Metals Corp. (beide Montréal).

Es wird vermutet, dass „Sakami“ eine Verbindung zwischen den Vererzungen auf den Projekten von O3 und Québec Precious Metals darstellen könnte. Zudem liegt „Sakami“ auf derselben regionalen Bruch-Struktur wie die etwa 100 Kilometer entfernte Acht-Millionen-Unzen-Mine „Eleonore“ (Newmont Mining Corp.).

Das „Sakami“-Projektareal am gleichnamigen See verfügt neben dem für die Goldförderung sehr wichtigen Zugang zu Wasser über eine ausgezeichnete Infrastruktur. Das Gelände ist gut erschlossen, eine Fernstromleitung für künftige Entwicklungsschritte zum Minenbetrieb in der Nähe verfügbar. Ebenfalls nicht weit entfernt sind die Bergbauzentren Val d’Or und Rouyn-Noranda. Einzig die Wetterlage vor Ort ist schwierig, denn im harschen kanadischen Winter schneit das Gelände zu.

Bohrprogramm vor dem Start

Der frisch unterzeichnete Bohrvertrag mit dem Dienstleister Forage G4 aus Val d‘Or in Québec für die Exploration von „Sakami“ beläuft sich auf eine Gesamtbohrstrecke zwischen 2.000 und 3.000 Metern an den Bohrzielen „Lamarche“ und „GoldenEye“.  Es sind die ersten Bohrungen überhaupt auf dem Gelände.

Am Ziel „Lamarche“  ist derzeit eine Mineralisierung auf einer etwa 500 mal 300 Meter großen Fläche nachgewiesen, die gute Gehalte an  Gold, Silber, Blei und Zink aufweist. Da diese Vererzung nach allen Seiten offen zu sein scheint, dürfte die Fläche sich künftig vergrößern. Ein  ähnliches Bild zeigt sich bei der etwa 700 mal 100 Meter großen „GoldenEye“-Zone.

Ermittelt wurden die Bohrziele anhand der Daten, die jüngst durchgeführte Kartierungen, Schlitz- und Gesteinsproben sowie geophysikalische Untersuchungen ergeben hatten. Zuvor wird es eine kleine Explorationskampagne geben, im Zuge derer die künftigen Möglichkeiten und Leistungen des Goldprojekts bewertet und ausgeweitet werden sollen.

Beginnen sollen die Bohrungen bereits Ende  Juni. Genius Metals und Laurentia Exploration (ein Anbieter für geowissenschaftliche Dienstleistungen aus Saguenay) werden die Arbeiten planen und überwachen.

Privatplatzierungsrunde abgeschlossen

Auch die erste Tranche der Privatplatzierung ergab erfreuliche Zahlen. Etwas über 700.000 CAD flossen nun frisch in die Unternehmenskasse. Emittiert wurden  3.399.500 Stammaktieneinheiten (jeweils eine Genius-Metals-Stammaktie und ein Optionsschein, der zum Kauf einer weiteren Aktien berechtigt) zum Preis von 0,20 CAD. Der Optionsschein ist achtzehn Monate ab Ausstellungsdatum gültig und hat einen Ausübungspreis von 0,35 CAD.

Ausgegeben wurden ferner 28.571 sogenannte Flow-Trough-Aktien zum Stückpreis von 0,28 CAD sowie 66.660 „Flow-Trough-Anteilseinheiten“ für 0,30 CAD pro Stück.  Eine solche Einheit setzt sich aus seiner Flow-Through-Aktie und einem halben Optionsschein zusammen. Jeweils ein ganzer Optionsschein berechtigt zum Kauf einer Stammaktie für 0,40 CAD innerhalb von 12 Monaten nach seiner Ausgabe.

Bei „Flow-Through-Aktien“ handelt es sich um Wertpapiere, deren Erlös zweckgebunden ist, nämlich für die Explorations- und Weiterentwicklungszwecke von Mineralprojekten. Dementsprechend wird der Ertrag aus den Flow-Through-Einheiten für die Exploration des „Sakami“-Projektes aufgewendet werden. Der durch die „konventionellen“ Einheiten erzielte Gewinn fließt in allgemeines Betriebskapital und die Exploration der Liegenschaften.

Alle ausgegebenen Wertpapiere unterliegen einer viermonatigen Sperrfrist ab dem Tag ihrer Emission, gemäß den geltenden Wertpapiergesetzen. Geplant ist eine zweite Platzierungstranche mit einem Ziel von 800.000 CAD.

Auch die Vorstände investieren

An der Privatplatzierung, so klärt Genius Metals auf, haben auch zwei Unternehmensdirektoren teilgenommen. An sie wurden insgesamt 50.000 Stamm- und 28.571 Flow-Through-Aktien ausgegeben. Börsentechnisch ist das eine „Transaktion mit verbundenen Parteien“, die von formellen Bewertungs- und Genehmigungsanforderungen seitens der Minderheitsaktionäre ausgenommen ist, nachdem weder Zeitwert noch Gegenleistung für diese Wertpapiere 25 Prozent der Marktkapitalisierung des Unternehmens überschreiten.

Optionsausübungsfrist wegen COVID-19-Verzögerungen verlängert

Ausnahmsweise gibt es auch eine Verlängerung für die Ausübungsfrist bereits ausstehender Optionsscheine. Betroffen sind insgesamt 2.370.000 dieser Papiere, die zum Ausübungspreis von 0,30 CAD zum Kauf einer Stammaktie berechtigen. Ursprünglich emittiert wurden diese Optionsscheine innerhalb von zwei Tranchen am 11. November sowie 30. und 31. Dezember 2019 und sollten eigentlich 18 Monate nach der Emission auslaufen.

Am Mittwoch hat der Verwaltungsrat von Genius Metals diese Frist nun bis zum 31. Januar kommenden Jahres verlängert.  Das neue Ablaufdatum gilt für Optionsscheine aus beiden Tranchen. Die weiteren an diese Papiere geknüpften Bedingungen bleiben davon unberührt.

Der Grund dafür sind die außergewöhnlichen Rahmenbedingungen für die Arbeiten im Zuge der COVID-19-Pandemie, beispielweise die Quarantäneanforderungen, durch die  die Bohrungsarbeiten sich so verzögerten, dass sie nicht mehr im für diese Optionen angesetzten Zeitfenster stattfinden konnten. Mit der Verlängerung wird nun die Anleger-Optionalität bis zum Abschluss des geplanten Bohrprogramms aufrechterhalten.

Auch ein Teil dieser Optionsscheine befindet sich im Besitz von mit Genius Metals „verbundenen Parteien“. Im Bezug auf diese Transaktion wird Genius Metals einen Änderungsbericht einreichen, wie es in der Unternehmensmeldung hieß.