Das kanadische Energietechnologieunternehmen Foremost Lithium Resource & Technology Ltd. (CSE: FAT, WKN: A3DCC8, ISIN: CA3455101012) hat sich das Zukunftsziel gesetzt, Abnehmer aus der Elektromobilitätsbrache und Energiespeicherfabrikation mit Lithiumhydroxid in Batteriequalität zu versorgen. Das Ausgangsmaterial dafür sollen der Firma ihre Lithium-in-Hartgestein-Projekte liefern, deren Potenzial zurzeit laufende Explorationsaktivitäten ermitteln. Es gibt erfreuliche Neuigkeiten: Wie Foremost Lithium am Dienstag meldete, wurde im Rahmen einer nun abgeschlossenen Explorations-Bohrkampagne auf dem Vorzeigeprojekt „Zoro“ in der kanadischen Provinz Manitoba ein neuer Spodumen-Pegmatit durchteuft und das bekannte Ziel „Dyke 8“ erweitert.

„Zoro“ ist eines der drei sogenannten „Snow Lake“-Projekte, die Foremost Lithium in Manitoba erforscht; ein viertes Lithium-in-Gestein-Projekt besteht in den Nordwest-Territorien. „Zoro“ umfasst 3.603 Hektar Fläche und beherbergt eine Reihe sogenannter „Dykes“, das sind Platten aus magmatischem Gestein, die andersartige Gesteinsarten durchschneiden. Die Dykes auf „Zoro“ bestehen aus spodumenhaltigem Pegmatit; für einen dieser Dykes – „Dyke 1“ – wurde 2018 eine Erstressource erstellt, die ein Depot von (inferred/ abgeleitet) 1.074.567 Tonnen mit 0,91 Prozent Lithiumoxid beziffert (angesetzter Cut-Off: 0,3 Prozent Lithiumoxid). Die Exploration weiterer Dykes soll in ein umfassendes Ressourcen-Update münden.

Das Bohrprogramm auf „Zoro“

Im März dieses Jahres hatte Foremost Lithium zu diesem Zweck eine Explorations-Bohrkampagne aufgenommen, um geochemische Bodenanomalien zu erproben und tiefer gelegene Schichten des bereits 2018 entdeckten Spodumen-Pegmatits „Dyke 8“ zu bewerten.

Insgesamt wurden zehn Bohrlöcher mit zusammen 1.509 Bohrmetern niedergebracht. Ausführender Dienstleister war die Firma Bodnar Drilling Ltd. aus Sainte Rose du Lac, per Hubschrauber unterstützt von Gogal Air Services Ltd. aus der nahegelegenen Stadt Snow Lake. Beide sind Unternehmen aus der Provinz Manitoba: Das Bohrprogramm wurde durch einem Zuschuss von 300.000 CAD des Manitoba Mining Development Fund (MMDF) mitfinanziert. Dabei handelt es sich um einen Fonds der Regierung von Manitoba, der die nachhaltige Erschließung von Mineralien, speziell im Norden der Provinz, unterstützen soll.

Die Bewertung von „Dyke 8“

Dass man den Pegmatiten „Dyke 8“ seinerzeit entdeckte, war auf Bohrungen zurückzuführen, die eine geochemische Bodenanomalie untersuchen sollten. Gemessen wurden auffällige „Mobile Metal Ions“, das sind Metallionen, die von einer Mineralisierung aus in Richtung Erdoberfläche wandern. Das seinerzeit niedergebrachte Bohrloch Far-18-35 durchteufte 36,5 Meter spodumenhaltigen Pegmatit und offenbarte drei getrennte Abschnitte mit hochgradigem Lithium, inklusive 12,3 Metern zu 1,1 Prozent, 4,4 Meter mit 1,2 Prozent und 2,2 Meter mit 1,5 Prozent Lithiumoxid.

Bei der aktuellen Bohrkampagne wurde nun ein neues Loch, DDHFM22-71, im Winkel von -65 Grad gebohrt, das die genannten, 2018 ermittelten Pegmatit-Abschnitte unterschneiden sollte. Dabei wurde ein 4,5 Meter langer, spodumenhaltiger Pegmatit zwischen 70,45 und 75,89 Metern Tiefe durchteuft, dann jedoch durch eine Verwerfung abgeschnitten. Dieses Intervall befindet sich etwa 37 Meter unterhalb der ursprünglichen bekannten Spodumen-Mineralisierung. Ein weiterer Pegmatit konnte dann unterhalb der Verwerfung, in einer Tiefe zwischen 84,4 Metern und 86,65 Metern geschnitten werden.

Ausgehend von den vorliegenden Daten hat „Dyke 8“ also nun Ausmaße von 120 Metern Länge, zwischen fünf und fünfzehn Metern Breite und wurde bis in 157 Meter Tiefe durch Bohrungen erfasst.

Aufschlussreiches von „Dyke 16“

Im Rahmen der Bohrkampagne wurde auch ein sechzehnter Spodumen-haltiger Pegmatit von gleich zwei Bohrlöchern geschnitten. Dabei kreuzte das mit einer Neigung von -50 Grad gebohrte Loch DDHFM22-70 zwei Pegmatit-Intervalle mit zusammen 4,9 Metern, die bis zu 15 Prozent hellgrüne Spodumen-Kristallaggregate enthielten. Das mit -65 Grad etwas steiler angelegte Loch DDHFM22-70B sollte den ersten Pegmatit-Abschnitt unterschneiden und stieß auf fünf Meter desselben Spodumen-mineralisierten Pegmatits. Beim Wirtsgestein handelt es sich jeweils um feinkörnigen, schichtförmigen Basalt.

Die Auswertung

Alle spodumenhaltigen Pegmatit-Abschnitte wurden in zwei Hälften geteilt, von denen die eine zur Multielementanalyse nach Ancaster, Ontario, in die Activation Laboratories geschickt wurde. Die Untersuchungen werden mit demselben Analyseprogramm durchgeführt wie bereits in den Vorjahren angewendet. Dazu gehört auch die UT-7-Analyse von Lithium und verwandten Metallen mittels Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma nach Auflösung durch Natriumpyrophosphat. Sobald die Ergebnisse vorliegen, dürften neue aufschlussreiche Details folgen.

Datenzusammenführung für präzisere Zielermittlung

Schon jetzt zeigt sich die Geschäftsleitung in Person von Scott Taylor, dem Präsidenten und Geschäftsführer von Foremost Lithium erfreut über den Stand der Dinge. Man verfüge nun auf „Zoro“ über sechzehn durch Bohrungen entdeckte spodumenhaltige Pegmatit-Dykes. Dabei sei „Dyke 8“ zu einem Ziel mit hoher Priorität geworden, um nachfolgende Auffüllbohrungen durchzuführen und zusätzliche Ressourcen aufzubauen.

Man sei nun dabei, luftgestützte magnetische Messungen über „Zoro“ durchzuführen, welche die historischen Bohrdaten, Mobile-Metall-Ionen-Auswertungen und magnetischen Signaturen untermauern sollen. Die integrierte Multi-Daten-Interpretation diene dazu, Risiken zu verringern und für das nächste Arbeitsprogramm ein hochwertiges Inventar an Bohrzielen zu erstellen. Auch solle die Integration der Daten von „Zoro“ dabei helfen, künftige unterirdische Bohrziele auf den beiden anderen Snow-Lake-Liegenschaften, „Grass River“ und „Jean Lake“, mit höherer Präzision zu definieren.

Lithiumhydroxid für die Mobilität

Die Erschließung der Projekte ist ein zukunftsträchtiges Vorhaben: Foremost Lithium will eines der ersten nordamerikanischen Tech-Unternehmen werden, das Lithiumhydroxid in batterietauglicher Qualität produziert. Bei diesem Lithium-Produkt handelt es sich um ein strategisches Batteriematerial, das für die Kathoden von Lithium-Ionen-Batterien verwendet wird. Solche Energiespeicher auf Lithium-Basis werden zum Einen von der Elektromobilitätsbranche nachgefragt, spielen aber auch eine elementare Rolle als Netzspeicher für nachhaltig erzeugte Energie und Elektroartikel des täglichen Gebrauchs.