Ende Dezember ging nicht nur das Jahr 2016 zu Ende, es war auch der zeitliche Abschluss eines ereignisreichen Quartals für das Unternehmen Australian Vanadium Limited (ASX: AVL; ISIN: AU000000AVL6; WKN: A2ABRH).

Highlights des vergangenen Quartals:

  • Aufbau und Inbetriebnahme der ersten Vanadium-Elektrolyt-Versuchsanlage des Staates an der Universität von Westaustralien
  • Aktualisierung der Konzeptstudie für das Gabanintha Vanadium Projekt
  • Verkauf der Basis-Metall und Goldrechte von Gabanintha an Bryah Resources Limited
  • Erwerb einer strategischen Position (Option des Erwerbs von Minimum 50,03%) im Lithium-Tantal-Projekt Blesberg, Südafrika
  • VSUN Energy Pty Ltd (eine 100% Tochtergesellschaft von Australian Vanadium Limited) mit steigender Nachfrage nach Vanadium Redox Flow Batteriespeichersystemen

Mit der Vanadium-Elektrolyt-Versuchsanlage will das Unternehmen den Nachweis erbringen, auch dritte Parteien mit der erforderlichen Qualität des für Speichersysteme benötigten Rohstoffes zu beliefern. Ziel ist es zudem, sowohl eine eigenständige Produktionsanlage sowie Anlagen zu entwickeln, die direkt in den Prozessablauf einer Mine integriert werden und dort vor Ort genutzt werden können.

Vorerst soll die geplante Vanadium-Elektrolyt-Produktion für Speichersysteme für den australischen, den neuseeländischen, den pazifischen sowie den asiatischen Markt ausgerichtet sein, es liegen allerdings auch schon Anfragen von europäischen Batterieproduzenten vor. Auch hier soll die Pilotanlage und das dort produzierte Elektrolyt genutzt werden, um möglichen Kunden Material für produktspezifische Tests zur Verfügung zu stellen.

Doch auch in der Exploration des eigenen Gabanintha Projektes sind Fortschritte zu vermelden. Nachdem Oktober die Optimierung des Grubendesigns abgeschlossen und die Konzeptstudie aktualisiert wurde, sind nun weitere, tiefergreifende Studien in Planung.

Unter anderem soll anhand neu gewonnener Erkenntnisse ein Update der Ressourcenschätzung erfolgen, das wiederum von einer detaillierten Abbauplanung sowie den zugehörigen Zeitplänen gefolgt werden soll. Zudem sollen metallurgische Tests sowohl die Ausbringungsrate als auch die zu produzierenden Gehalte in den Konzentraten nachweisen, wobei ein Schwerpunkt der Arbeit auf den Röst- und Laugungstests der magnetischen Erzkonzentrate liegen wird.

Die erforderlichen Arbeiten zur Umwelt- und Wasserverträglichkeit der Unternehmung sowie geohydraulischer Parameter und der Wasserversorgung und nicht zuletzt eine Einschätzung der benötigten Anforderungen und Zeitabläufe hinsichtlich der Genehmigungsprozesse.

Diese Studien werden im Kalenderjahr 2017 die ein oder andere Nachricht liefern, die Investoren einen Einblick in die Abläufe einer Nutzbarmachung einer Ressource sowie der zugehörigen Arbeitsschritte ermöglichen. Nach unternehmenseigenen Angaben ist z.B. bereits ab Ende März mit dem Abschluss der Aktualisierung der Ressourcenschätzung zu rechnen.

Zusätzlich zu der eigenen Nutzung des Gabanintha Projektes wurden die Rechte an Gold sowie Basismetallen an das Unternehmen Bryah Resources Limited vergeben, um die Nutzung dieses zusätzlichen Rohstoffpotentials zu ermöglichen, das sich voraussichtlich auf die Metalle Gold und Kupfer fokussieren wird. Im Austausch erhält Australian Vanadium eine Beteiligung von etwa 7% bis 9% an Bryah Resources Limited, die derzeitigen Aktionäre von Australian Vanadium sollen zudem bei dem Initial Public Offering (IPO) von Bryah Resources eine bevorzugte Berücksichtigung erhalten.

Neben Australien besitzt das Unternehmen zudem eine Position an dem Blesberg Projekt in Südafrika. Die dortigen Pegmatitschwärme bieten ein großes Potential an Lithium- und Tantalmineralisation. Als Unternehmen, das sich im Bereich der Energiespeichersysteme als integrierter Konzern versteht, stellt die Aufnahme dieses Projektes eine Diversifizierung dar, indem neben den Vanadiumspeichersystemen damit potentiell auch Lithium-Ionen-Akkus bzw. deren Ausgangsrohstoff in die Produktpalette aufgenommen wird.

Und auch die zu 100% im Besitz von Australian Vanadium befindliche VSUN Energy Pty Ltd kann mit Erfolgen aufwarten. Der Verkauf von Energiespeichersystemen, die teilweise in Kombination mit Solaranlagen angeboten und verkauft werden, nimmt Fahrt auf. Derzeit stehen etwa 88 MWh an Speicherkapazität in den Orderbüchern, wobei sowohl große Speicheranlagen als auch für private Haushalte dimensionierte Systeme sich einer steigenden Nachfrage erfreuen. Neben dem Verkauf dieser Systeme auf Kommissionsbasis besteht zusätzlich der Plan, in Zukunft die Wartung und Überwachung der verkauften Systemanlagen anzubieten und damit eine weitere Einnahmequelle zu generieren.

Das Jahr 2017 wird für Australian Vanadium vor allem im Fokus der Nutzbarmachung der eigenen Ressourcen und der technischen Möglichkeiten stehen, die Kommerzialisierung der eigenen Aufbereitungstechnik voranzutreiben und den Markt mit der Effizienz und Nachhaltigkeit der Speichersysteme, die sich bisher sowhl in autonomen als auch in an das Stromnetz angeschlossenen Anlagen bewährt haben, zu überzeugen.

Weiterführende Informationen zum Unternehmen finden Sie im Firmenprofil auf unserer Webseite.

Quelle: Bigcharts.com