Down Unders Rohstoff-Bullenmarkt 2.0: Bohrerfolge befeuern Aufwärtstrend
20 Bohrlöcher über insgesamt 3.190 Meter, deren Analyseergebnisse noch ausstehen, zwei weiterhin aktive Bohrgeräte und sichtbares Gold während der jüngsten Bohrungen: Der Metallexplorer QMines AU0000141533 A2QSAM kündigt an, Anleger könnten in den kommenden Wochen "mit starken Nachrichten rechnen".
Dass diese Erwartungen nicht unbegründet sind, zeigen neue Analyseergebnisse aus dem laufenden Programm, die das Unternehmen heute veröffentlicht hat: Am Vein-355-Zielgebiet des Mount Mackenzie Projekts wurden hochgradige, teils sogenannte "Bonanza" Mineralisierungen bestätigt. So lieferte eine Bohrung unter anderem Abschnitte von 1 Meter mit 108,0 g/t Gold und 61,9 g/t Silber innerhalb eines breiteren Intervalls von 16 Metern mit durchschnittlich 19,35 g/t Gold und 27,8 g/t Silber.
QMines mit Bohrerfolgen bei Mount Mackenzie
QMines exploriert mehrere Projekte in Australien, darunter Mount Mackenzie rund 140 Kilometer nordwestlich von Rockhampton in Queensland. Für das laufende Bohrprogramm wurden Anfang März bereits vielversprechende Resultate vorgelegt. Ein Abschnitt durchschnitt 6,0 Meter mit 10,47 Gramm Gold und 39,7 Gramm Silber pro Tonne ab 118 Metern Tiefe.
Ein weiterer Abschnitt über einen Meter mit 3,01 Gramm Gold und 93,8 Gramm Silber pro Tonne lieferte zudem 1,55 % Kupfer ab 171 Metern – und damit den bislang höchsten gemessenen Kupferwert.
Mit den jüngsten Ergebnissen gewinnt das Projekt nun zusätzlich an Dynamik. Die neuen Bohrdaten bestätigen nicht nur einzelne hochgradige Treffer, sondern weisen auf ein zusammenhängendes mineralisiertes System mit mehreren hochgradigen Zonen hin. Besonders bemerkenswert: Innerhalb der breiten mineralisierten Hülle treten wiederholt sehr hochgradige Abschnitte auf, was die Kontinuität und das Potenzial der Struktur unterstreicht.
Das aktuelle Zielgebiet North Knoll bei Mount Mackenzie weist den Geologen des Explorers zufolge mehrere übereinanderliegende hochgradige Zonen auf. Das System bleibt sowohl entlang des Streichens als auch in der Tiefe weit offen, wobei jede weitere Bohrung das Ausmaß der mineralisierten Struktur vergrößert.
Die geologischen Vektoren sollen laut der Experten eine vertikal ausgedehnte und fruchtbare Lithokappe bestätigen – also eine großflächige, oberflächennahe Gesteinsalteration, die durch magmatisch-hydrothermale Prozesse entsteht und als wichtiger Indikator für Porphyr-Kupfer-Gold-Systeme gilt. Die jüngsten Daten deuten zudem darauf hin, dass die bislang identifizierten hochgradigen Zonen Teil eines deutlich größeren hydrothermalen Systems sein könnten.
Genau darauf zielten die Bohrungen ab: Untersucht werden sollten die Tiefenerweiterungen des hochsulfidierten epithermalen Systems unterhalb der historischen, flachen Bohrzone. Im Fokus steht ein Korridor, der unterhalb von 200 Metern bislang noch nie systematisch getestet worden war.
Bohrergebnisse wie die von QMines sorgen bei den Teams vor Ort ebenso wie bei Investoren für aufkommende Goldgräberstimmung – ein Phänomen, das seit einiger Zeit den gesamten australischen Rohstoffsektor erfasst.
Australischer Bergbauindex lässt S&P hinter sich
Der S&P/ASX 300 Metals & Mining Index hat seit Jahresbeginn rund 7 % zugelegt. Auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich das Plus auf knapp 49 %. Damit liegt der Index deutlich vor dem S&P 500, der im gleichen Zeitraum um rund 21 % gestiegen ist und seit dem Jahreswechsel etwa 1 % an Wert verloren hat.
Der S&P/ASX 300 Metals & Mining Index basiert auf dem australischen S&P/ASX 300 und enthält Aktien aus der Metall- und Bergbauindustrie. Dazu zählen Produzenten von Aluminium, Gold, Stahl, Edelmetallen und Mineralien sowie Unternehmen aus dem Bereich diversifizierter Metalle und Rohstoffe.
Der Index profitiert damit von jeder Aufwärtsbewegung am Rohstoffmarkt – und ganz besonders von einem anhaltenden Bergbauboom in Down Under, dessen Anzeichen zunehmend sichtbar werden.
Der letzte große Bergbauboom in Australien dauerte von Anfang der 2000er Jahre bis 2013 und wurde vor allem durch Chinas rasante Industrialisierung angetrieben. In dieser Zeit stiegen die Preise für Eisenerz und Kohle stark an, massive Investitionen flossen in die Bergbauinfrastruktur, und die Exporte legten deutlich zu.
Der S&P/ASX 300 Metals & Mining Index vervierfachte sich zwischen Anfang 2003 und dem Höhepunkt des Zyklus nahezu. Vor diesem Hintergrund erscheint das Kursplus der vergangenen zwölf Monate vergleichsweise moderat – zumindest für den Fall, dass erneut ein Rohstoff-Superzyklus einsetzt oder länger anhält.
Strategische Neubewertung kritischer Rohstoffe
Genau dazu könnte es kommen. Der auf Rohstoffe spezialisierte Vermögensverwalter Sprott sieht eine Reihe von strukturellen Triebkräften, die so schnell nicht abreißen dürften.
"Der entstehende Bullenmarkt wiederholt keine vergangenen Zyklen. Er wird durch Deglobalisierung, fiskalische Dominanz sowie das globale Streben nach Energie, Infrastruktur und strategischen, inländischen Lieferketten angetrieben", schreiben die Sprott-Analysten.
"Kupfer hat sich zu einem zentralen Metall für Stromnetze, Rechenzentren und die Elektrifizierung entwickelt. Sein knapperes Angebot und seine strategische Bedeutung tragen dazu bei, dass Kupferproduzenten diversifizierte Bergbauunternehmen übertreffen."
Auch Dr. Shane Oliver vom australischen Vermögensverwalter AMP sieht Anzeichen für einen neuen Rohstoff-Superzyklus. "Der Preisverfall von 2008 bis 2011 scheint beendet, und die Rohstoffmärkte befinden sich in einem neuen Aufwärtstrend."
Westliche Rohstoffaktien: Potenzial noch nicht ausgereizt?
Unternehmen mit Bezug zu Gold, Silber, Kupfer, Uran, Lithium und Seltenen Erden – insbesondere solche, die sichere westliche Lieferketten bieten – könnten vor diesem Hintergrund zu den Gewinnern der kommenden Jahre zählen.
Auch Explorer wie QMines sollten von diesem Trend profitieren. Die Aktie des mit knapp 25 Mio. EUR bewerteten Unternehmens hat sich im vergangenen Jahr von ihren Tiefständen gelöst. Sollten die Explorationsergebnisse bei Mount Mackenzie weiterhin positiv ausfallen, erscheint ein deutlich höheres Bewertungsniveau wahrscheinlich.
Die jüngsten Bohrergebnisse liefern dafür zusätzliche Argumente: Neben der Ausweitung des bekannten Systems zeigen insbesondere die hochgradigen Bonanza-Intervalle, dass Mount Mackenzie nicht nur über Volumen, sondern auch über außergewöhnliche Gehalte verfügt. In Kombination mit mehreren neu identifizierten, bislang ungebohrten Zielzonen könnte sich das Projekt damit deutlich größer darstellen als bislang angenommen.
Die jüngsten Bohrergebnisse stimmen jedenfalls zuversichtlich: Das Mount Mackenzie Projekt weist Unternehmensangaben zufolge wichtige Gemeinsamkeiten mit dem Mount-Carlton-System auf – einer epithermalen Gold-Silber-Kupfer-Lagerstätte mit hohem Sulfidgehalt in Queensland, Australien, die von Evolution Mining betrieben wird. Dies unterstreicht die potenzielle Bedeutung des QMines-Projekts. Die entscheidende Frage ist nun, welches weitere Tiefenpotenzial sich unterhalb der aktuellen Bohrgrenze befindet.