Die Bohrkerne glänzen doch das Vertrauen bröckelt

Die Bohrkerne glänzen doch das Vertrauen bröckelt Quimbaya Gold

Quimbaya Gold (ISIN:  CA74841L1013 , WKN:  A3DT3C ) hat erste Bohrergebnisse aus dem Explorationsprojekt Tahami South veröffentlicht – begleitet von einem herben Dämpfer an der Börse. Die Aktie verlor im Anschluss an die Meldung rund 27 % an Wert. Trotz Silbergehalten von bis zu 528 Gramm pro Tonne und Goldäquivalenten von 9,8 g/t zeigten sich Anleger offenbar nicht überzeugt.

Dabei liefert die Veröffentlichung auf den ersten Blick positive Daten. In der Ader "Vein S" wurde ein Intervall mit 0,77 Gramm Gold und 528 Gramm Silber pro Tonne auf einem Meter entdeckt. Ein weiteres Intervall brachte 2,57 g/t Gold und 378,1 g/t Silber. Auch eine zweite Aderstruktur ("Vein V") konnte über 800 Meter Länge bestätigt werden.

Markt sieht keine Überraschung nach oben

Der starke Kursrückgang deutet darauf hin, dass der Markt mehr erwartet hatte – oder dass frühere Ankündigungen bereits zu viel Optimismus eingepreist hatten. Der Goldäquivalentwert von 9,8 g/t sei zwar technisch beachtlich, reiche aber offenbar nicht aus, um Investoren in einem schwierigen Umfeld zu begeistern.

Solche Reaktionen sind bei Explorern keine Seltenheit. Oft wird nicht allein das absolute Ergebnis bewertet, sondern ob es über den Erwartungen liegt – und ob es eine unmittelbare wirtschaftliche Perspektive eröffnet. Hier scheint das Votum der Anleger klar: Das erste Bohrprogramm überzeugt nicht.

Struktur und Methode stimmen doch Vertrauen fehlt

Laut dem Unternehmen zeigen die Bohrungen zwei unterschiedliche Aderstrukturen mit geologisch plausibler Verteilung. Visuelle Mineralisierungen wurden über 1,6 Kilometer verfolgt. Die Auswertung basiert auf insgesamt 5.320 gebohrten Metern, verteilt auf zwölf Bohrlöcher. Acht Ergebnisse liegen bereits vor, vier stehen noch aus.

Für CEO Alexandre P. Boivin ist das Ergebnis ein Erfolg. "Tahami South hat geliefert", sagte er. Auch Vizepräsident Exploration Ricardo Sierra betont die Bedeutung der Silbergehalte als Indikator für Goldvererzung. Doch diese interne Zuversicht findet am Markt derzeit kaum Widerhall.

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Unsicherheit drückt Marktstimmung

Ob weitere Bohrungen die Stimmung drehen können, bleibt offen. Die bisherigen Funde zeigen keine klaren Hinweise auf größere zusammenhängende hochgradige Zonen. Zwar belegen die Ergebnisse geologische Kontinuität, doch ökonomisch verwertbare Ausdehnungen müssen erst noch bewiesen werden.

Das Beispiel Quimbaya zeigt: Gute Gehalte reichen allein nicht. Anleger wollen Klarheit über Umfang, Wirtschaftlichkeit und nächstmögliche Entwicklungsschritte. Solange diese ausstehen, bleibt die Aktie im hochspekulativen Bereich mit entsprechend empfindlicher Kursreaktion auf jede Nachricht.