Barton Gold vollendet Bohrprogramm und plant erste Reserven für Minen-Neustart
Barton Gold AU0000078104 A2QFQP hat die Reverse-Circulation-Bohrungen (RC) an seinem südlich gelegenen Goldprojekt Challenger in Australien abgeschlossen. Innerhalb von 30 Tagen wurden 8.065 Meter über 112 Bohrlöcher niedergebracht. Parallel läuft derzeit noch ein ergänzendes Diamantbohrprogramm über rund 1.490 Meter, das geotechnische und metallurgische Daten für die endgültige Minenplanung liefern soll.
Ziel der Kampagne ist die Umwandlung oberflächennaher Goldmineralisationen in nach JORC-Standard als "angezeigt" klassifizierte Ressourcen – und in weiterer Folge in nachgewiesene Reserven. Die Umwandlung soll in eine erste, etwa dreijährige Förderphase münden, bei der ausschließlich historisch höhergradiges Material aus einer bestehenden Halde sowie geringmächtige Vorkommen abgebaut werden. Eine aufwendige Untertageerschließung wird damit zunächst vermieden.
Minimale Eingriffe, maximaler Effekt
Die "Stage 1"-Strategie von Barton Gold sieht bewusst eine schlanke Wiederinbetriebnahme der bestehenden Goldverarbeitungsanlage vor, der Central Gawler Mühle. Laut Barton-CEO Alexander Scanlon ermöglicht dieses Modell eine niedrigere Risikostruktur bei gleichzeitiger Erhöhung der Flexibilität für zukünftige Entwicklungen. Besonders betont wird dabei, dass weder die bestehende Untertageinfrastruktur noch deren Zugang beeinträchtigt werden soll.
Die gesamte Planung wird in eine umfassende Machbarkeitsstudie (Definitive Feasibility Study, DFS) überführt, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll. Grundlage dafür ist eine aktualisierte Ressourcenschätzung vom September 2025, die 313.000 Unzen Gold (10,6 Mio. Tonnen @ 0,92 g/t) umfasst.
Synergien durch regionale Verknüpfung
Ein strategischer Vorteil ist die Lage: Das Challenger-Projekt grenzt direkt an Bartons Central Gawler Mühle, die die einzige Goldverarbeitungsanlage in dieser Region Südaustraliens ist. Damit erschließen sich potenziell weitere Vorkommen effizienter. Neben Challenger hat Barton das Tarcoola-Goldprojekt mit genehmigtem Tagebau, das Wudinna-Goldprojekt sowie die hochgradige Silber-Entdeckung bei Tolmer in der Pipeline. Alle drei könnten perspektivisch über die Central Gawler Mill verarbeitet werden.
Die Wiederinbetriebnahme der Anlage ist daher nicht nur als Voraussetzung für Bartos Challenger-Projekt, sondern kann auch als Werthebel für das gesamte regionale Portfolio des Unternehmens angesehen werden. Die Bohrungen liefern laut Barton-CEO Scanlon "die nötigen Daten, um eine realistische Startphase zu modellieren".
Eine Veröffentlichung der Bohrergebnisse steht noch aus. Erste Resultate werden ab April 2026 erwartet. Erst dann wird sich abzeichnen, in welchem Ausmaß Barton Gold die angestrebte Klassifizierung und später die Umwandlung in Reserven tatsächlich erreichen kann.
Bartons konservativer Ansatz kann jedenfalls als Vorbild für ähnliche Brownfield-Projekte mit bestehender Infrastruktur angesehen werden und die Aktie bietet auf dem vom Hoch bei um $1,35 AUD auf aktuell $0,87 AUD zurückgekommenen Kursniveau mit einer Bewertung von knapp 128 Mio. Euro wieder Luft nach oben.