Als eines der weltweit wenigen Bergbauunternehmen für den gesuchten Rohstoff Vanadium ist Australian Vanadium Ltd. (ASX: AVL; ISIN: AU000000AVL6; WKN: A2ABRH) bekannt, das neben seinem Topprojekt Gabanintha in Australien auch starke Akzente im Vertrieb von auf Vanadium basierenden Energiespeicher setzt. Mit dem südafrikanischen Projekt Blesberg, das Australian Vanadium mit seinem Joint-Venture-Partner SALT betreibt, hat man erstmals auch Lithium ins Projektportfolio aufgenommen. Am 30. Mai 2017 hat das Management nun ein umfangreiches Update der Aktivitäten auf dem Lithiumprojekt in Südafrika veröffentlicht.

Folgende Highlights gibt es zu vermelden:

  • Die ersten 18 Bohrlöcher (rd. 1.400m) sind niedergebracht – die Ergebnisse sind noch ausstehend, aber Pegmatite in allen Bohrkernen enthalten.
  • Neues Bohrteam engagiert, da das alte zu langsam arbeitete.
  • Proben von Grabenschürfungen zeigen vielfache Pegmatitkörper, die die Streichlänge auf Noumas 1 auf über 1 km ausdehnen.
  • Auf Zone P2 konnte die 50m breite Pegmatitschicht ebenfalls erweitert werden und bietet nun neue Bohrziele.
  • Pegmatitproben aus den Schürfgräben sind am Weg ins Labor. Sie sollen die Möglichkeiten für hochwertiges Lithium und Feldspat aufzeigen.

Das Bohrprogramm von insgesamt 4.000m an Rückspülbohrungen und 500m Diamantbohrungen läuft zügig voran. Bei den bisherigen 18 Bohrkernen konnte man neben Spodumene auch Tantalit und Beryl sichten, wie auch reinweißen hochwertigen Feldspat. Generell zeigen sich die Pegmatitschichten unter einer rd. 4 m dicken Sanddecke, also sehr nahe der Oberfläche.

Hier einige Aufnahmen der Schürfgräben:

Abb1 Schürfgräben auf Noumas1

Abb1: Schürfgräben auf Noumas 1, Quelle: Australian Vanadium

Abb2 Schürfgräben auf P1

Abb2: Schürfgräben auf Gebiet P1, Quelle: Australian Vanadium

Gut erkennbar sind die Pegmatitschichten, die sich unter der Sandschicht befinden. Generell sind viele neue Zielgebiete unter den Sandschichten verborgen. Hier nochmals zur Erinnerung die Übersicht der Projektteile:

abb3 Projektteile Übersicht

Abb3: Übersicht des Projektes, Quelle: Australian Vanadium

Auf P2 werden derzeit die Plattformen für künftige Bohrungen hergerichtet. Das nachfolgende Foto zeigt die örtlichen Gegebenheiten und eine Grafik den Bohrplan.

Abb4 Drillpad in Landschaft

Abb4: Platz der Bohrplattform auf P2 wird hergerichtet, Quelle: Vanadium Australia

Abb5 Pegmatitzone und Drillplan

Abb5: Bohrplan auf P2, in grau die erkennbaren Pegmatitschichten, Quelle: Australian Vanadium

Bezüglich der Feldspate, die sich in hoher Reinheit auf der Liegenschaft befinden, sind derzeit Bodenproben unterwegs ins Labor, um sie auf wirtschaftliche Abbaubarkeit zu untersuchen, aber auch, um Proben an potentielle Abnehmer für deren Tests zukommen zu lassen.

Abb6 Feldspat

Abb6: hochreiner Feldspat, Quelle: Australian Vanadium

Dieser schöne, weiße und überaus reine Feldspat ist keine Neuentdeckung., denn die historische Mine Blesberg war auch früher bereits für ihren Feldspat bekannt und gesuchter Lieferant für die heimische Glas- und Keramikindustrie.

Diesen wertvollen Rohstoff möchte Australian Vanadium unbedingt werterhöhend und kostenminimierend ebenfalls umsetzen.

Viele der bisherigen Proben von Spodumene mit seiner hellvioletten Färbung zeigen erfreulich hohe Lithiumgehalte von 2.86% – 4.76% Li02.

Abb7 Spodumene

Abb7: Spodumene mit guten Li-Gehalten, Quelle: Australian Vanadium

Für all die bereits durchgeführten und noch kommenden Aktivitäten war es wichtig, dass das Unternehmen die amtliche Genehmigung erhielt, Wasser von der Liegenschaft für die Explorationsarbeiten verwenden zu dürfen. Dieses Untergrundwasser wird über Solarpumpen gefördert und verwendet, aber auch den lokalen Viehhirten zur Verfügung gestellt werden.

Zusammengefasst kann ausgesagt werden, dass Australian Vanadium offensichtlich einen guten Griff mit dem Joint-Venture in Südafrika gemacht hat, da sich das Projekt mehr und mehr als werthaltiges Rohstoffdepot herauskristallisiert. Auch wenn vorrangig auf Lithium geachtet wird, die hochreinen Feldspate, Tantal und Beryll könnten sich als gute wirtschaftliche Nebenprodukte herausstellen. Die immer mehr an Ausdehnung gewinnenden Pegmatitschichten könnten zu einer respektablen Ressource heranreifen und in Verbindung mit den Nebenprodukten in Afrika, aber auch mit den Fortschritten auf dem Vanadiumsektor in Australian eine Neubewertung des Unternehmens rechtfertigen.

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Quelle: Bigcharts.com