Barton Gold Holdings Limited
Barton Gold ist ein australischer Goldprojektentwickler, der eine Produktion von 150.000 Unzen Gold pro Jahr anstrebt. Die Hauptbörse der Aktie des Unternehmens ist die australische ASX. Der IPO der Gesellschaft fand im Juni 2021 statt. Seit Sommer 2023 ist die Aktie ebenso in Frankfurt gelistet. Im September 2025 wurde Barton zum ASX All Ordinaries Index hinzugefügt, dem Aktienindex, der die Performance der rund 500 größten an der ASX notierten Unternehmen abbildet . Der Aktienkurs konnte 2025 im Zuge der Goldpreisrallye deutlich profitieren.
Das Unternehmen verfügt aktuell über JORC-konforme Ressourcen von mehr als 2,2 Mio. Unzen Gold in vier Projekten in Südaustralien. Barton besitzt dort außerdem die einzige regionale Goldmühle im renommierten zentralen Gawler Kraton, einer riesigen, uralten kontinentalen Krustenregionvin Südaustralien, die wegen ihrer reichen Vorkommen an Eisen, Kupfer, Gold (IOCG-Lagerstätten), Uran, Graphit, Opalen und Diamanten von immenser geologischer und wirtschaftlicher Bedeutung ist.
Barton Gold konzentriert sich aktuell auf die Reaktivierung seiner Goldmühle im Challenger Projekt mit erwartetem Betrieb bis Ende 2026 und das Erreichen des Pre-Feasibility Levels im Tunkillia Goldprojekt, das ebenfalls bis Jahresende in Aussicht gestellt ist.
| ASX: | BGD | WKN: | A3DJY0 |
| ISIN: | AU0000153215 | Web: | Barton Gold Holdings Limited |
Investmenthighlights
- Barton Gold verfügt über vier aussichtsreiche Goldprojekte in Südaustralien
- Zudem besitzt man die einzige regionale Goldmühle im zentralen Gawler Kraton und weitere eigene infrastrukturelle Einrichtungen
- In der Projektregion befinden sich mit Highways, Eisenbahn- und Hafenanbindungen gute Infrastrukturkomponenten
- Südaustralien ist gekennzeichnet durch vorteilhafte Bergbaubedingungen, minenfreundliche Gesetzgebung und stabile politische Rahmenbedingungen
- Goldprojekte erfahren durch die anhaltende Goldpreisrallye hohe Attraktivität mit Erleichterungen bei Finanzierungsvorhaben
- Die Goldprojekte des Unternehmens verfügen alle über zum Teil hochgradige Ressourcenschätzungen mit aktuell insgesamt über 2,2 Mio. Unzen Gold
- Die Ressourcen haben hervorragendes Expansionspotenzial, da über die Lagerstätten hinaus bislang zumeist nur wenig Exploration erfolgte
- Im Tunkillia Projekt besteht eine positive und zuletzt optimierte Scoping Studie mit einer Rückzahlungsdauer von unter einem Jahr; aktuelles Ziel im Projekt ist die Fertigstellung einer Vormachbarkeitsstudie (PFS) und die Einreichung des Antrags auf eine Bergbaulizenz bis Ende 2026
- Hochgradige Gold- und Silberentdeckungen im Tarcoola Projekt mit einem Silberfund, der 2025 zu den hochgradigsten weltweit zählte
- Im Challenger Projekt soll die Goldmühle bis Ende 2026 reaktiviert werden; Ergebnisse einer Definitive Feasibility Study (DFS) für das Projekt werden bis Ende Juni 2026 erwartet
- Erfahrendes Management im Bergbau, auf Kapitalmärkten und mit regionalen Kenntnissen in der Projektregion
- Einstiegschance in die Aktie eines Unternehmens mit enormen Wachstumspotenzial in Südaustralien
Das Unternehmen und seine Strategie
Barton Gold hat seinen Sitz im australischen Adelaide und ist ein Goldprojektentwickler. Aktuell stehen vier Projekte in Südaustralien im Portfolio. Alle Projekte werden vom Unternehmen zu 100 % kontrolliert und verfügen allesamt über Goldressourcen von insgesamt mehr als 2,2 Mio. Unzen. In den Projekten, worin sich zum Teil historische Goldminen befinden, besteht über die Lagerstätten hinaus Erweiterungspotenzial, da vielfach kaum oder nur oberflächlich Exploration betrieben wurde. Zudem verfügt man in einem Projekt über die einzige regionale Goldmühle, die momentan aber noch nicht in Betrieb ist.
Barton Gold möchte sich zum größten regionalen Goldproduzenten im zentralen Gawler Kraton in Südaustralien entwickeln. Das erste Standbein soll die Goldmühle im Challenger Projekt bilden, die bis Ende 2026 reaktiviert und mit Erz aus den vorhandenen Ressourcen des Projekts betrieben werden kann. Barton bezeichnet dieses strategische Vorhaben in der Unternehmenskommunikation als Stufe 1.
In einem zweiten Schritt plant man im südöstlich von Challenger gelegenen Tunkillia Projekt eine weitere Mühle (Stufe 2). Mit über 1,6 Mio. Unzen liegt dort der größte Teil der Goldressourcen des Unternehmens. Mit den beiden Standorten wären die Voraussetzungen für eine großformatige regionale Goldproduktion geschaffen. Das Unternehmen stellt eine mögliche jährliche Produktion von 150.000 Unzen Gold in den Raum.
Aus aktuell zwei weiteren Projekten im Portfolio könnten die Mühlen zudem beliefert werden. Neben eigenen Ressourcen könnte auch frühzeitig Erz von Dritten verarbeitet werden (Stufe 3).
Hoher Preisanstieg bei Edelmetallen
Der aktuell sehr robuste Edelmetallmarkt unterstützt die Vorhaben von Barton Gold enorm. Das Unternehmen besitzt neben Gold auch wertmäßig kleinere Vorkommen an Silber in den Projekten bzw. Ressourcenschätzungen.
Gold und Silber sind derzeit stark gefragt. Neben der Nachfrage nach physischen Metallen verzeichneten speziell Gold-ETFs (Exchange Traded Funds) in den vergangenen Jahren hohe Zuflüsse.
So konnte der Goldpreis auf Jahressicht in USD um etwa 80 % zulegen und notiert inzwischen bei über 5.000 USD je Feinunze. Man vertraut auf Gold als langfristigen Wertspeicher. Ein Trend, der von anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, Inflationsängsten und auch Zentralbanknachfragen getrieben wird. Zinssenkungen und das Abschwächen des US-Dollars flankieren diese Entwicklung.
Silber, das in der Preisentwicklung lange Zeit im Schatten von Gold stand, hat sich aktuell davon befreien können und liegt mit einem Feinunzenpreis jenseits der 199 USD-Marke bei einer Jahresperformance von über 200 %. Das Gold-Silber Ratio ist seit September 2025 zugunsten von Silber sehr stark auf aktuell 49 gefallen und bildet damit ein 10-jähriges Tief aus. Neben der Investorennachfrage ist hier aber der wesentliche Grund der steigende Bedarf als Industriemetall, beispielsweise in der E-Mobilität oder in KI-Rechenzentren.
Durch die Preisrallye bei Edelmetallen hat auch die Attraktivität von Goldprojekten stark zugenommen. So konnte die Aktie von Barton Gold im Kursverlauf überproportional profitieren und Finanzierungsvorhaben des Unternehmens wurden erleichtert. Das gegenwärtige Marktgeschehen bildet insofern für Barton einen hervorragenden Entwicklungsrahmen für das zukünftige Wachstum des Unternehmens.
Projekte und Infrastruktur von Barton Gold
Zentraler Unternehmensfokus von Barton Gold ist die Entwicklung von Goldprojekten in Südaustralien. Darüber hinaus verfügt man mit der Central Gawler Mühle im Challenger Projekt über die einzige Goldmühle in der Region des zentralen Gawler Kratons.
Das Unternehmen besitzt zu 100 % vier Projektareale mit insgesamt rund 5.000 km2 bzw. 50.000 Hektar an Fläche im hoch mineralisierten zentralen Gawler Kraton. Dies ist ein alter, stabiler Kern des südlichen australischen Kontinents und reich an Bodenschätzen. Ein Kraton ist ein verfestigter Teil der Erdkruste, der auf tektonische Beanspruchung nur noch mit Bruchbildung und nicht mehr mit Faltung reagieren würde.
Die Projekte reihen sich etwa 600 km nordwestlich von Adelaide nahe eines Eisenbahnknotenpunkts auf. Folgende Abbildung zeigt die Lagen der vier Barton Goldprojekte incl. der Mühle in Südaustralien (mit Sternen markiert) sowie östlich davon drei Kupfer/Gold-Minen der BHP Group, dem größten Bergbauunternehmen der Welt:

Mit der Lage in Australien verfügt Barton Gold über vorteilhafte Standortfaktoren. Das Land ist politisch stabil und rohstoffreich mit minenfreundlicher Gesetzgebung. Das Unternehmen profitiert von öffentlichen Fördermitteln. Die Projekte liegen in der Nähe von Highways und Eisenbahnlinien sowie in Reichweite zu mehreren Häfen.
Nachfolgende Abbildung 2 zeigt im Detail einen regionalen Überblick der Landpakete von Barton Gold incl. Ressourcen, Transportinfrastruktur sowie Nachbarliegenschaften, wie denen von BHP, Peak Iron Mines oder SIMEC Mining:

Die Landpakete von Barton Gold beinhalten alle nachgewiesene Goldlagerstätten mit zum Teil hochgradigen Gehalten. Es befinden sich auch historische Minen darin. Exploration wurde über die Lagerstätten hinaus häufig nur begrenzt durchgeführt. Daher besteht für die Projekte weiteres erhebliches Expansionspotenzial. Geologisch weist Tunkillia Ähnlichkeiten zum bekannten australischen Kalgoorlie Scherzonensystem auf.
Eigene infrastrukturelle Assets
Barton besitzt bereits eine Reihe von Infrastrukturliegenschaften, welche die Exploration, Projektentwicklung, Mineralverarbeitung und Goldproduktion unterstützen.
Central Gawler Mill
Wichtigstes Infrastruktur-Asset ist die vorhandene Central Gawler Mühle und Verarbeitungsanlage im Challenger Projekt. Jährlich können 600.000 Tonnen Erz verarbeitet werden, woraus durch Elektrolyse Gold Doré gewonnen werden kann, Rohgold also, das zur Weiterverarbeitung an Raffinerien geliefert wird. Die Mühle ist derzeit nicht in Betrieb, soll aber ab 2026 und darüber hinaus nach einer Überholung wieder betriebsfähig gemacht werden. Zur Liegenschaft zählen auch Unterkünfte für 240 Personen samt Freizeitgestaltungsmöglichkeiten, Laboren und Werkstätten. Daneben besteht eine unbefestigte Landebahn für Turboprop-Flugzeuge mit Anbindung an den Flughafen Adelaide.

Tarcoola Township
Weniger als 5 km zum Tarcoola Projekt in der Nähe der Perseverance Mine verfügt Barton über Liegenschaften mit Unterkünften für bis zu 30 Personen, Lagerplätzen und Raum für Entwicklung auf mehreren Grundstücken. Dadurch werden die Exploration und zukünftige Entwicklung von Tarcoola maßgeblich unterstützt.
Tunkillia Camp
Für das Tunkillia Goldprojekt besteht ein eigenständiger Explorationsaußenposten. Die Einrichtungen liegen etwa 70 km südöstlich des Tarcoola Townships und bieten Flexibilität und eine Basis für ausgedehnte Feldarbeitsprogramme ohne häufige längere Reisen.
Goldprojekte
Für alle der vier vollständig eigenen Goldprojekte von Barton Gold im südaustralischen zentralen Gawler Kraton liegen bereits Goldressourcenschätzungen vor. Insgesamt verfügt das Unternehmen derzeit über mehr als 2,2 Mio. Unzen Gold. Folgende Tabelle enthält die zum Teil hochgradigen Goldressourcen der einzelnen Projekte:
| Projekt | Indicated | Inferred | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| g/t Au | koz Au | g/t Au | koz Au | g/t Au | koz Au | |
| Tunkillia | 0,91 | 896 | 0,69 | 717 | 0,80 | 1.612 |
| Tarcoola | 2,10 | 13 | 1,48 | 17 | 1,70 | 30 |
| Challenger | 0,45 | 122 | 2,84 | 191 | 0,92 | 313 |
| Wudinna | 1,27 | 18 | 1,51 | 261 | 1,50 | 279 |
| Gesamt | 0,82 | 1.049 | 0,92 | 1.186 | 0,87 | 2.234 |
Tab. 1: Goldressourcenschätzungen der einzelnen Barton Gold Projekte (Cut-off Grades variieren) (Quelle: Barton Gold)
Tunkillia enthält zusätzlich als Beiprodukt noch 3,07 Mio. Unzen an Silber (Inferred) mit einem Gehalt von 2,80 g/t Ag. Spotpreisbasiert trägt dies Tunkillia bzw. den Gesamtressourcen noch rund 60 koz AuEq bei.
Tunkillia
(Goldprojekt / Scoping Study Level)
Tunkillia bildet einen Entwicklungsschwerpunkt unter den Goldprojekten von Barton Gold. Das Projekt liegt etwa 70 km südlich vom Tarcoola Projekt und umfasst ca. 1.360 km2. Tunkillia verfügt über die bislang größten Goldressourcen des Unternehmens mit über 1,6 Mio. Unzen Au bei einem Durchschnittsgehalt von 0,80 g/t Au (zzgl. wertmäßig kleinere Silberressourcen von knapp 3,1 Mio. Unzen) und ist von den Projekten am weitesten entwickelt.
Tunkillia ist ein großes Explorationsprojekt mit einer Streichlänge von über 30 km. Prägend sind die Yerda und Yarlbrinda Scherzonen mit einer Breite von mehreren Kilometern, die Analogien zum großen Kalgoorlie Scherzonensystem aufweisen. Das Projekt ist außerhalb des Bereichs der Lagerstätte unterexploriert.
Die Ressourcenzone hat eine Streichlänge von etwas 4,5 km und ist offen in die Tiefe und entlang des Streichens. Das Deposit beherbergt eine breite, kontinuierliche Mineralisierung, das einen großformatigen Tagebau ermöglichen würde. Es bietet sich Expansionspotenzial, da Bohrungen bislang kaum tiefer als 200 m durchgeführt wurden. Oberflächliche historische Bohrungen haben außerdem mehrere lokale Satellitenziele um das Deposit identifiziert. Im übrigen Projektareal bieten sich darüber hinaus signifikante Erweiterungsmöglichkeiten westlich und östlich entlang der Yarlbrinda Scherzone mit ebenfalls bereits nachgewiesenen Mineralisierungen.
Abbildung 4 vermittelt einen Überblick über das Projekt mit der Goldlagerstätte im Norden des Areals ("Area 223") sowie weiteren prospektivischen Zielen entlang der Yarlbrinda Scherzone im Trend nach Süden:

Für die Lagerstätte im Projekt besteht seit Mai 2025 eine optimierte Scoping Study, also eine Überarbeitung einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsschätzung. Der NPV (7,5 %) mit einem Goldpreis von 3.340 USD je Unze liegt für das Projekt vor Steuern bei über 1,4 Mrd. AUD. Zu Spotpreisen liegt er nach Steuern bei geschätzt über 1,5 Mrd. AUD. Barton ist damit an der Börse mit rund 20 % des aktuellen Projektwerts bewertet, was für den Entwicklungsstand – und zwar nur auf Tunkillia bezogen und ohne Berücksichtigung beispielsweise von Challenger – durchaus immer noch etwas an Bewertungspotenzial bedeutet. An CAPEX als anfänglich nötige Investitionen zur Projektrealisierung sind 399 Mio. AUD in der neugefassten Studie ausgewiesen. Die Payback-Dauer unter gegenwärtigen Marktbedingungen läge bei unter einem Jahr. Auch das NPV zu CAPEX Ratio liegt aktuell recht attraktiv bei über 3. Die geplante Projektlebensdauer umfasst 10 Jahre mit einer geplanten jährlichen Produktion von durchschnittlich 121.000 Unzen Gold (zzgl. 250.000 Unzen Silber jährlich).
Abbildung 4 zeigt die jährliche Produktionsplanung von Gold und Silber im Tagebau gemäß der Planung in der aktuellen Scoping Studie zum Tunkillia Projekt:

Mit dem geplanten Bau einer Tunkillia Mühle würde Barton zusammen mit der Central Gawler Mühle eine duale Drehkreuzstrategie für eine großformatige regionale Produktion realisieren.
Das Projekt ist 2026 planmäßig auf Kurs für weitere Ressourcen-Upgrades und baut dabei auf den bereits bis November 2025 absolvierten 18.900 m an Upgrade-Bohrungen auf. Weitere sind von März bis Juni 2026 vorgesehen, ergänzt um eine Umweltverträglichkeitsprüfung im weiteren Jahresverlauf. Dies ist insgesamt auf das Ziel ausgerichtet, bis Ende 2026 eine Pre-Feasibility Study (PFS) abzuschließen und eine Bergbaugenehmigung zu beantragen.
Challenger
(Goldprojekt / Ressourcenlevel plus bestehende Mühle)
Das Challenger Projekt befindet sich etwa 730 km nordwestlich von Adelaide und etwa 130 km nordwestlich des Tarcoola Projekts und bildet neben Tunkillia das zweite wichtige Standbein des Unternehmens. Challenger umfasst eine Mine, die Challenger Mühle (Central Gawler Mill/CGM) und Unterkünfte sowie damit verbundene Infrastruktur. Die Mine war zwischen 2002 und 2018 aktiv und produzierte ca. 1,2 Mio. Unzen Gold. Das vorhandene Golddeposit im Projekt ist in hochgradigem, metamorphem Gestein eingebettet und zeichnet sich durch strukturell kontrollierte Quarzadern aus. In der Challenger Mühle können jährlich 600.000 Tonnen Erz zu Rohgold verarbeitet werden. Die Mühle verfügt über eine vollständige Genehmigung mit Bergbaulizenz für die lokalen Lagerstätten, ist aber momentan im Status der Wartung und Instandhaltung. Für die Mühle bietet sich die Möglichkeit der Verarbeitung von regionaler Mineralisierung in der Umgebung der Anlage. Ferner wäre es denkbar, Erz aus dem eigenen Tarcoola Projekt anzuliefern und zu verarbeiten, was bereits 2017 und 2018 stattfand.
Die Mine und die Tailings-Lager beinhalten verbliebene Goldressourcen, welche 2025 zweimal auf nun 313.000 Unzen Au erhöht werden konnten. In einem Entleerungsprogramm der Mine konnten zuletzt auch nicht unerhebliche Umsätze im einstelligen Mio. AUD Bereich aus dem Verkauf von Goldkonzentrat erzielt werden. Dadurch war auch das Halbjahresergebnis im letzten Geschäftsjahr positiv ausgefallen. Ferner soll die Mühle nach Renovierungsarbeiten schon kurzfristig wieder reaktiviert werden und mit umliegendem Erz betrieben werden (siehe Ausblick). Damit würde das Unternehmen zum Produzenten aufsteigen. Dies dürfte auch einen erleichterten Zugang zu Fremdkapital bedeuten. Für das Projekt läuft aktuell eine definitive Feasibility Studie.
Tarcoola
(Goldprojekt / Ressourcenlevel)
Das Tarcoola Projekt befindet sich etwa 70 km nord-/nordwestlich des Tunkillia Projekts und hat eine Projektfläche von rund 1.640 km2. Im Projekt liegt die brachliegende Perseverance Tagebaumine, die zwischen 2017 und 2018 in Betrieb war. Die bestehende, vergleichsweise kleine Goldressource von Tarcoola bezieht sich im Wesentlichen auf nicht alterierte Zonen der Perseverance Mine sowie Lagerhalden von oxidischem und nicht alteriertem Material. Barton sieht in den Tarcoola Ressourcen, wie erwähnt, die Möglichkeit zur Erzzufuhr in die Challenger Mühle. Im Projekt gibt es neben Gold auch markante Vorkommen von Silber.
Die Perseverance Mine ist von einer Vielzahl an historischen, hochgradigen und oberflächennahen Kleinbergbauminen umgeben. In der ersten Hälfte des 20. Jhd. war das Tarcoola Goldfield der Hauptgoldproduzent aus Festgestein in Südaustralien. Die Produktion umfasste etwa 77.000 Unzen Gold mit Erzgehalten von durchschnittlich 37,5 g/t Au.
Hochauflösende aeromagnetische Untersuchungen und eine regionale seismische 2D Neuinterpretation führten 2020 zu einem neu interpretierten regionalen 3D Strukturmodell. Man geht von der Möglichkeit einer Wiederholung des Lagerstättenmodells der Mine aus. Barton hat diesbezüglich einen etwa 14 km langen Zielkorridor für hochgradige Mineralisierungen identifiziert. Historisch ist der Korridor unterexploriert, daher geht man von hohem Findungspotenzial aus.
Erste Testbohrungen von über 5.000 m um die ehemalige Mine führten 2020 zu positiven Ergebnissen. Nahe zur Mine konnten außerdem in einem geophysikalischen Programm drei Ziele in einem 4 km langen Kanal definiert werden, die vergleichbare magnetische Signaturen zur Perseverance Mine aufweisen. Tolmer ist beispielsweise ein prospektivisches Ziel (vgl. Abb. 2), wo 2024 und 2025 in Bohrungen hochgradige Gold- und Silbermineralisierungen in einer Zone von 1,5 km nachgewiesen wurden. 2024 bohrte man als herausragendes Ergebnis 83,6 g/t Au über 1 m von 97 m. Im ersten Halbjahr 2025 erzielte man mit einem Bohrabschnitt von 4.747 g/t Ag auf 6 m von 46 m (incl. 17.600 g/t Ag auf 1 m) den fünfthöchstgradigen Abschnitt an Silber weltweit. Auf Tolmer plant man ein lokales Strukturmodell mit Expansionspotenzial. Barton verfolgt im Projekt außerdem Nachfolgetests nahe der Perseverance Mine und in weiteren regionalen Zielen. Speziell Tolmer soll im ersten Halbjahr 2026 weiter bebohrt werden.
Wudinna
(Goldprojekt / Ressourcenlevel)
Wudinna befindet sich südöstlich der übrigen drei Projekte von Barton Gold. Das Projekt wurde erst im Juni 2025 von Cobra Resources übernommen. Im Projekt befinden sich vier Goldlagerstätten mit Ressourcen von insgesamt 279.000 Unzen Gold. Die Deposits sind alle hochgradig mit einem Gesamtdurchschnittsgehalt von 1,5 g/t Au. Sie sind ferner alle offen in die Tiefe und entlang des Streichens. Im Projekt befinden sich außerdem eine ganze Reihe von ungetesteten Explorationszielen.
Die Mineralisierungen sind oberflächennah, was einen Abbau im Tagebau ermöglichen würde. In vorläufigen metallurgischen Tests konnte Barton bereits eine effiziente Erzaufbereitung mit etwa 90 % des enthaltenen Goldes auf nur noch 6 % der Ausgangsmasse nachweisen, was einem Konzentrat mit Gehalten von etwa 20-25 g/t Au entspricht. Dies würde ein signifikantes Produktionspotenzial bedeuten mit der Möglichkeit, die hochgradigen Konzentrate zur Weiterverarbeitung an die eigene Challenger Mühle oder die geplante Tunkillia Mühle zu transportieren. Alternativ befinden sich drei Häfen innerhalb von 250 km, welche eine direkte Verschiffung der Konzentrate ermöglichen würden.
Ausblick
Barton Gold konnte sich im Wesentlichen durch eine institutionelle Platzierung über 15 Mio. AUD durch die Ausgabe von 12 Mio. neuen Aktien im Oktober 2025 die Basis zur Finanzierung der Projektentwicklungsvorhaben in 2026 legen. Franklin Templeton konnte dabei als einer der neuen institutionellen Investoren gewonnen werden. Die Investmentgesellschaft hält nun etwa 3,8 % an Barton. Barton verfügte im November 2025 über einen Cashbestand von rund 20 Mio. AUD.
2026 und darüber hinaus will man die Central Gawler Mühle im Challenger Projekt nach Überholungsarbeiten wieder betriebsfähig machen und mit Tailings und frischem Erz aus unmittelbar umgebenden Arealen betreiben. Dafür ist eine definitive Machbarkeitsstudie in Arbeit, die voraussichtlich Ende Juni 2026 veröffentlicht werden soll. Vorläufige Schätzungen gehen von einem Kapitalbedarf von (nur) 26 Mio. AUD (+/- 30 %) für zu ersetzenden Anlagen und Renovierung aus. Verhandlungen zur Kreditfinanzierung werden anberaumt. Ab Ende 2026 soll im ersten Schritt mit der Neuverarbeitung vorhandener Challenger Tailings, die Teil der Goldressourcenschätzung des Projekts sind, begonnen werden. Kostenintensiver im Hinblick auf den genannten Kapitalbedarf wird erst danach die Verarbeitung von Hartgestein aus der Umgebung der Anlage (sowohl aus Tage- wie auch Untertagebau aus den weiteren Projektressourcen) in einem zweiten Schritt werden.
Im Tunkillia Goldprojekt sind weitere Bohrungen und Ressourcenupgrades geplant, die in einer Pre-Feasibility Studie bis Ende 2026 münden sollen. Darin könnten möglicherweise bereits auch Goldreserven ausgewiesen werden. Einhergehend mit einer Umweltstudie ist ebenfalls bis Jahresende im Projekt der Antrag auf eine Bergbaulizenz vorgesehen. Mit einer geplanten Tunkillia Mühle fährt Barton zusammen mit der Challenger Mühle eine Strategie von zwei Anlagen, welche auch über das Unternehmen hinaus zu einer regionalen Steigerung von Verarbeitungsmöglichkeiten führen wurde.
Neben diesen beiden Kernvorhaben will Barton Gold auch die übrigen bestehenden Projekte weiter explorieren und Bohrprogramme durchführen.
Das Management
Das Management und technische Team von Barton Gold verfügt über umfangreiche Erfahrung im Finanzbereich und Goldsektor sowie über regionale Kenntnisse in Südaustralien. Im Team befinden sich hochkarätige Spezialisten ihrer jeweiligen Fachbereiche.
Alexander Scanlon – Managing Director & CEO
Alex ist der Gründer von Barton Gold und Finanzökonom mit rund 20 Jahren Erfahrung in den Bereichen Finanzanalyse, Beratung, strukturierte Finanzierung und Bergbauberatung, Investition und Management. Zuvor war er Managing Director von PARQ Capital Management und Director bei Lusona Capital, wo er sich auf Unternehmensberatung und Principal Investments im Rohstoffsektor konzentrierte. Davor war er leitender Angestellter im Bereich Principal Investments von Barclays Capital.
Nicola Frazer – CFO
Nicola ist Wirtschaftsprüferin mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der südaustralischen Bergbau- sowie Öl- und Gasindustrie. Dazu gehören fast 20 Jahre in leitenden Positionen bei den führenden, in Südaustralien ansässigen Unternehmen Normandy Mining (Newmont Australia) und Beach Energy (ASX: BPT). Anschließend war sie bei KPMG Australia mit Schwerpunkt auf Unternehmensfinanzierung, Buchhaltung, Investor Relations, kommerzieller Entwicklung sowie staatliche und bundesstaatliche Fördermittel und Anreizprogramme. Sie ist außerdem Mitglied der Wirtschaftsprüfervereinigung Australia & New Zealand (CA ANZ).
Kim Russell – General Manager Development
Kim ist Bergbauingenieur mit ca. 30 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und dem Betrieb von großen Tagebauprojekten für Gold, Eisenerz, Basis- und Spezialmetalle. Er ist auf Machbarkeitsstudien und die Entwicklung neuer Minen spezialisiert. Zuletzt war er Head of Mining Operations für das südaustralische Greenfields Cu-Au Hillside Projekt von Rex Minerals (ASX:RXM). Davor war er als Manager für technische Dienstleistungen bei Harmony Gold (NYSE:HMY) tätig. Kim leitete außerdem die Machbarkeitsstudien und Implementierung des von Miningscout her bekannten Pilgangoora Lithiumprojekts von Pilbara Minerals (ASX:PLS). Er fungierte außerdem als stellvertretender Direktor für PCF Capital (Argonaut), wo er sich auf Due Diligence und Projektfinanzierung konzentrierte.
Marc Twining – General Manager Exploration
Marc ist ein Geologe mit mehr als 25 Jahren globaler Erfahrung in der Ressourcenentwicklung. Er hat umfangreiche Kenntnisse in Südaustralien in der Gold-, Kupfer- und Kupfer-Gold-Exploration. Marc war zuvor Geologe für Exploration bei den globalen Goldkonzernen Normandy Mining und Newmont, Explorationsmanager für junge Explorationsunternehmen und als leitender Geowissenschaftler für den Geological Survey of South Australia tätig. Er spielte eine führende Rolle bei der Entdeckung, Machbarkeitsanalyse und behördlichen Genehmigungen bedeutender Mineralvorkommen. Seine Leidenschaft sind Entdeckungen in der Exploration. Er ist Mitglied des Australasian Institute of Mining and Metallurgy (AusIMM), des Australian Institute of Geoscientists (AIG) und der Society of Economic Geologists (SEG).
Ian Garsed – Principal Geologist
Ian ist ein Geologe mit mehr als 25 Jahren Branchenerfahrung, die von frühen Explorationsphasen bis hin zur Ressourcenentwicklung und Projektbewertung reicht, mit besonderem Schwerpunkt auf Gold und Basismetalle. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Exploration von Gold- und Eisenoxid/Kupfer/Gold-Mineralisierungen in Südaustralien, u.a. als General Manager of Exploration für Minotaur Exploration Ltd. Er spielte eine führende Rolle bei der Entdeckung und Definition mehrerer Eisenerz-, Polymetall-, Kupfer/Gold- und Goldvorkommen in ganz Australien. Er ist Mitglied des Australian Institute of Geoscientists (AIG) und der Geological Society of Australia (GSA).
Kenneth Williams – Non-Executive Chairman
Ken verfügt über mehr als 30 Jahre Unternehmenserfahrung und über 20 Jahre Erfahrung als Director eines Rohstoffexplorationsunternehmens, darunter 9 Jahre als Director und Chairman von AWE Limited (ASX:AWE). Zur Jahrtausendwende war Ken Group Treasurer, anschließend CFO und dann Group Finance Executive für Normandy Mining (später Newmont Australia). Derzeit ist er Director von South Australia Water und war zuvor Chairman von Statewide Super. Ken ist Mitglied des Australian Institute of Company Directors (AICD) und des Council of the University of Adelaide.
Christian Paech – Non-Executive Director
Christian ist Anwalt mit mehr als 25 Jahren Erfahrung, incl. leitenden Positionen bei der ASX-gelisteten Santos Ltd als General Counsel (2010-2019) und Company Secretary (2017–2019), wo er als wichtiger Berater des Vorstands in Angelegenheiten wie M&A, Rechtsfragen, Risikomanagement und ASX Offenlegungspflichten fungierte. Zuvor war er Partner bei Piper Alderman und Anwalt bei Herbert Smith Freehills and Ashurst.
Graham Arvidson – Non-Executive Director
Graham ist ein Maschinenbauingenieur mit mehr als 15 Jahren Branchenerfahrung in wichtigen Führungspositionen, darunter Projektstudien, Design, Konstruktion, Inbetriebnahme und Betriebsmanagement. Er ist CEO von Australian Vanadium, Australiens größtem Vanadiumprojektentwickler (2024 Merger mit der von Miningscout her bekannten Technology Metals Australia). Zuvor war er General Manager of Operations and Maintenance bei der Primero Group Ltd, mit Spezialisierung auf Projektentwicklung, betriebliche Turnarounds und Optimierung der Mineralverarbeitung bei komplexer Metallurgie.
Fazit
Barton Gold hat sich im Unternehmenswert 2025 bereits deutlich positiv entwickelt. Die Wahrnehmung des Unternehmens auf den Kapitalmärkten findet statt und eröffnet Barton im Zuge der Goldpreisrallye wichtige strategische Handlungsoptionen, wie die erfolgreiche Kapitalbeschaffung von zuletzt über 15 Mio. AUD Ende 2025 erneut unterstreicht.
Das Unternehmen hat sich mit den Goldprojekten im zentralen Südaustralien aussichtsreich positioniert und agiert damit in einer bewährten Goldregion. Zudem liegen in allen Projekten Goldressourcen von insgesamt über 2,2 Mio. Unzen bereits vor. In der Unternehmensstrategie verfolgt man das Ziel, die vorhandenen Ressourcen in der bestehenden Challenger Mühle und einer neu zu errichtenden Anlage im Tunkillia Projekt zu verarbeiten und damit einen regionalen Knotenpunkt der Goldproduktion zu bilden.
Das Unternehmen ist damit breit aufgestellt und könnte bereits kurzfristig mit dem operativen Cashflow aus der Challenger Mühle das weitere Wachstum zu einem größeren Teil selbst finanzieren. Barton Gold stehen insofern ausgezeichnete Entwicklungschancen offen, die der Aktie viel Substanz verleihen können.
Aktiendaten und Cashbestand
WKN: A3DJY0
ISIN: AU0000153215
ASX: BGD
OTCQB: BGDFF
FRA: BGD3
Kurs (27.01.2026): 1,265 AUD
Listings: ASX, OTCQB, Frankfurt
Anzahl Aktien (Januar 2026): 238,7 Mio.
Options (November 2025): 16,1 Mio.
Market Cap (27.01.2026): ~302 Mio. AUD
Cash: 20 Mio. AUD (November 2025)