Rio Tinto forciert Einstieg bei weltweitem Kupfer-Großprojekt

Rio Tinto forciert Einstieg bei weltweitem Kupfer-Großprojekt McEwen Mining

Rio Tinto GB0007188757 852147 prüft laut Medienberichten eine Aufstockung seiner Beteiligung am argentinischen Kupferprojekt Los Azules. Der Konzern hält über seine Technologietochter Nuton bereits 17,2 % an McEwen Copper – einer Tochtergesellschaft des Explorationsunternehmens McEwen Mining US58039P3055 A3DMEX, die als operative Projektgesellschaft für Los Azules fungiert. Nach Angaben von zwei Insidern bewertet Rio derzeit die Wirtschaftlichkeit des Projekts und testet zugleich Nutons Laugungstechnologie am Standort.

McEwen Copper bestätigt zumindest die Tendenz. Geschäftsführer Michael Meding sagte gegenüber Reuters, man spreche mit dem bestehenden Partner Nuton, weil dessen Technologie dort "äußerst sinnvoll" sei. Wörtlich fügte er hinzu: "Wir führen vielversprechende Gespräche." Rio Tinto selbst lehnte einen Kommentar ab.

Rio Tinto prüft nächsten Schritt in San Juan

Los Azules zählt zu den zehn größten unerschlossenen Kupfervorkommen der Welt. Die Machbarkeitsstudie vom Oktober 2025 kommt auf einen Nettobarwert nach Steuern von 2,94 Mrd. USD und auf eine durchschnittliche Produktion von 204.800 t Kupferkathoden pro Jahr in den ersten fünf Betriebsjahren. Der Produktionsstart ist für 2030 angepeilt.

Für Rio Tinto wäre ein höherer Anteil mehr als nur ein Finanzinvestment. Reuters ordnet den möglichen Schritt als Teil einer breiteren Kupferoffensive ein, nachdem frühere Fusionsgespräche mit dem Schweizer Rohstoffkonzern Glencore gescheitert waren. Der Konzern sucht also organisches Wachstum aus dem eigenen Projektportfolio und aus Beteiligungen an noch nicht entwickelten Lagerstätten.

Hohe strategische Relevanz von Los Azules

Die Eigentümerstruktur unterstreicht das Interesse an dem Vorkommen. McEwen Mining hält 46,4 % an McEwen Copper, der internationale Automobilkonzern Stellantis 18,3 % und Nuton 17,2 %. Dass mit Stellantis bereits ein Autobauer an Bord ist, verdeutlicht den strategischen Wert des Projekts für die Elektrifizierung von Fahrzeugen und Industrie.

Zudem ist die Finanzierung von Los Azules zuletzt vorangekommen. Das Projekt wurde laut McEwen Mining in Argentiniens Investitionsregime RIGI aufgenommen, was bei Großvorhaben steuerliche und regulatorische Vorteile bietet. Außerdem lag die Umweltgenehmigung für Bau und Betrieb nach Unternehmensangaben bereits seit Dezember 2024 vor.

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Finanzierung als zentrale Hürde

Trotz der strategischen Relevanz ist der Weg zur Mine kapitalintensiv. Reuters berichtet, McEwen Copper suche rund 4 Mrd. USD an Initialkapital und plane gegen Jahresende einen Börsengang im Volumen von rund 300 Mio. USD. Die Machbarkeitsstudie weist für den Minenbau anfängliche Investitionskosten (CAPEX) von 3,168 Mrd. USD aus. Zusätzlich verweist McEwen auf indikative Finanzierungsangebote von Ausrüstern, Energiepartnern und Exportkreditagenturen von mehr als 1,1 Mrd. USD.

Ein umfangreicher Einstieg von Rio Tinto würde Kapital und Technologie bündeln. Er würde zudem das Vertrauen in eines der wichtigsten Kupferprojekte Argentiniens stärken – in einem Marktumfeld, in dem große Neufunde selten sind und der Wettbewerb um hochwertige Lagerstätten zunimmt.