Rio Tinto erhält Landrechte für Resolution Copper in Arizona

Rio Tinto erhält Landrechte für Resolution Copper in Arizona picture alliance / imageBROKER / Jim West

Der Bergbaukonzern Rio Tinto GB0007188757 852147 hat sich endgültig die Kontrolle über ein 2.400 Acres großes Gelände in Arizona gesichert, das für das umstrittene Resolution-Copper-Projekt benötigt wird. Das Land gehört zum traditionellen Gebiet der San Carlos Apache und umfasst das heilige Areal Oak Flat. Nach Angaben von Reuters ebnet eine Reihe gescheiterter Gerichtsverfahren nun den Weg für eines der größten Kupferprojekte in den USA.

Rio Tinto tauschte die Fläche gegen 5.400 Acres Landbesitz in Arizona ein, das nun der US-Forstbehörde untersteht. Die Gerichte, einschließlich des Obersten Gerichtshofs, wiesen die Klagen indigener Gruppen ab. Diese hatten argumentiert, dass die Mine religiöse Stätten zerstöre und Washington kein Recht zum Landtausch habe.

Milliardenprojekt mit Rückendeckung aus Washington

Das Projekt wird gemeinsam mit BHP AU000000BHP4 850524 vorangetrieben. Rio Tinto hält 55 %, BHP 45 %. Insgesamt wurden bereits über 2 Mrd. USD investiert – ohne dass bisher Kupfer gefördert wurde. Nun soll eine neue Bohrkampagne im Umfang von 500 Mio. USD starten, um das Lagerstättenpotenzial weiter zu erfassen.

Die Kupferreserven im Untergrund gelten mit über 18 Mio. Tonnen als gewaltig. Die Förderung soll ein entscheidender Beitrag zur Versorgung der USA mit dem für E-Mobilität und Energiewende zentralen Metall werden.

Trump-Linie setzt sich durch

Unterstützung kommt aus der republikanischen Politik. Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins lobte das Projekt als Teil von Ex-Präsident Donald Trumps Vision einer rohstoffunabhängigen US-Wirtschaft. Trump selbst hatte sich bereits 2025 auf seiner Plattform Truth Social klar für Resolution Copper ausgesprochen. Gegner des Projekts nannte er "anti-amerikanisch".

Die politische Linie: wirtschaftlicher Nutzen vor religiösem oder kulturellem Schutz. Die Apache hatten 2021 versucht, durch einen Grundbucheintrag Eigentumsrechte geltend zu machen – ohne Erfolg.

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Alte Rechte gegen neue Interessen

Die Gegner verweisen auf Oak Flat – in der Sprache der Apache "Chi’chil Biłdagoteel" – als sakrale Stätte. Dort beten und opfern Mitglieder der San Carlos Apache seit Generationen. Die geplante Untertage-Mine würde das Gebiet vollständig unterhöhlen, das Gelände könnte einbrechen oder unzugänglich werden.

Zwar wurde der Landtausch bereits 2014 gesetzlich festgelegt, doch die Umsetzung wurde durch Rechtsstreitigkeiten verzögert. Nun scheint der Widerstand rechtlich ausgeschöpft.

Katie Jackson, Leiterin des Kupfergeschäfts bei Rio Tinto, sagte laut Reuters: "Projekte wie Resolution können eine wichtige Rolle dabei spielen, die heimischen Lieferketten zu stärken." Auch BHP sprach von einem "Motor für wirtschaftliches Wachstum", der tausende Jobs schaffen werde.