Nevada ist Bergbaustandort Nummer Eins

Nevada ist Bergbaustandort Nummer Eins picture alliance / imageBROKER / Jim West

Die Ergebnisse der jährlichen Umfrage bestehen aus drei Indizes: Aus dem Best Practices Mineral Potential Index und dem Policy Perception Index wird der Investment Attractiveness Index gebildet.

Geologisches Potenzial und Bergbaupolitik

Der Best Practices Mineral Potential Index zielt auf das Mineralpotenzial einer Jurisdiktion ab. Der Policy Perception Index berücksichtigt politische Faktoren wie strenge Vorschriften, Steuerhöhe, Qualität der Infrastruktur und andere politische Fragen und ist für Entscheidungsträger aus Politik und Bergbau hochrelevant. Gleichwohl werden Investitionsentscheidungen maßgeblich auf Grundlage des Mineralpotenzials getroffen.

Die attraktivsten Jurisdiktionen für Bergbauinvestments sind demnach:

  1. Nevada
  2. Ontario
  3. Saskatchewan
  4. South Australia
  5. Arizona
  6. Western Australia
  7. Botswana
  8. Norway
  9. Sweden
  10. Saudi Arabia

Ganz unten im Ranking finden sich dagegen unter anderem Mali, China, Burkina Faso, Nordirland und die Philippinen.

Skandinavische Bergbaustandorte in den Top 10

Nevada belegt im Policy Perceiption Index den ersten und im Best Practices Mineral Index den vierten Platz. Geht es nur um Politik, folgen auf den US-Bundesstaat Botswana, Alberta, Saudi-Arabien, Ontario, Finnland, Neufundland & Labrador, Saskatchewan, Schweden und Arizona. Mit Schweden und Finnland haben es damit zwei Länder in die Top 10 im Index der Bergbaupolitik geschafft. Im Gesamtindex liegen dagegen Norwegen und Schweden in den Top 10, während Finnland den zwölften Platz belegt. 

Die jährliche Umfrage des Fraser Institute unter Bergbauunternehmen wurde an 2.304 Führungskräfte aus den Bereichen Exploration, Erschließung und anderen bergbaubezogenen Bereichen weltweit verschickt. Der Umfragezeitraum war vom 5. August bis zum 26. November 2025. Die an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen gaben Explorationsausgaben in Höhe von 3,6 Mrd. USD im Jahr 2024 und 4,2 Mrd. USD im Jahr 2025 an.

Nach Angaben der Studienautoren gingen insgesamt 256 Antworten ein, was einer Antwortquote von kaum mehr als 10 % entspricht. Dies reicht nach Ansicht des Fraser Institutes aus, um 68 Jurisdiktionen zu bewerten. Im Jahr 2024 wurden 82 Jurisdiktionen bewertet, 2023 waren es 86, 2022 waren es 62 und 2021 waren es 84.

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Ontario profitiert von schnelleren Genehmigungen

Die Anzahl der Jurisdiktionen, die in die Studie einbezogen werden können, schwankt laut Institut "tendenziell mit dem Wachstum oder Rückgang des Bergbausektors aufgrund von Rohstoffpreisen und sektoralen Faktoren", wobei nicht weiter erläutert wird, wie es vor dem Hintergrund des aktuellen Marktumfeldes zu einem Rückgang kam.  Die diesjährige Umfrage enthält wie die Umfrage des letzten Jahres eine Analyse der Genehmigungszeiten.

Davon profitierte in diesem Jahr Ontario, das im Ranking von 2024 noch Platz 15 belegt hatte. Dort wurden im Oktober auf Provinzebene neue Regeln eingeführt, die   die Genehmigungszeiten für Minen halbieren sollen. Energieminister Stephen Lecce nahm die Studie zum Anlass, sich diesen Erfolg sofort auf die sprichwörtliche Fahne zu schreiben. "Ontarios Aufstieg zum zweitattraktivsten Bergbaustandort weltweit ist ein direktes Ergebnis bedeutender Reformen, die die Genehmigungszeiten halbiert haben", kommentierte er den Aufstieg im Ranking. Fraser führt die Studie seit 1997 durch.