Newmont wirft Barrick Vertragsbruch bei Nevada-Goldminen vor

Newmont wirft Barrick Vertragsbruch bei Nevada-Goldminen vor Barrick Gold

Der Streit zwischen den Bergbaukonzernen Barrick CA06849F1080 A417GQ und Newmont US6516391066 853823 um ihre gemeinsame Goldförderung in Nevada erreicht eine neue Eskalationsstufe. Laut Medienberichten wirft Newmont dem kanadischen Rivalen vor, Ressourcen aus dem gemeinsamen Unternehmen Nevada Gold Mines (NGM) abgezogen zu haben, um ein eigenes Projekt voranzutreiben – ohne vorherige Zustimmung. Das geht aus einer Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor.

Newmont sieht darin einen Vertragsbruch. Demnach hätte Barrick zuvor die Zustimmung seines Partners einholen müssen, da Newmont ein vertraglich verankertes Vorgriffsrecht zusteht. Das Unternehmen übermittelte bereits im Januar einen entsprechenden Hinweis und reichte Anfang Februar formell Beschwerde ein. Sollte der Konflikt nicht innerhalb von 30 Tagen gelöst werden, droht ein juristisches Nachspiel in Nevada.

Barricks Spin-off gerät ins Wanken

Der Streit gefährdet ein zentrales Vorhaben von Barrick: die geplante Abspaltung seiner nordamerikanischen Goldgeschäfte. Noch 2026 will das Unternehmen 10 % bis 15 % der neuen Einheit an die Börse bringen – inklusive seines Anteils an NGM, dem Entwicklungsprojekt Fourmile und einer Mine in der Dominikanischen Republik, die ebenfalls mit Newmont betrieben wird.

Doch Newmont stellt sich quer. Nach Informationen von Insiderkreisen hält das US-Unternehmen eine Zustimmung zu der Transaktion für erforderlich – und signalisiert stattdessen Interesse, Barricks Anteile in Nevada selbst zu übernehmen.

Mehr zum Thema

Nevada Gold Mines als Dreh- und Angelpunkt

NGM gilt als das Herzstück von Barrick. Laut Einschätzung von Analysten wie Josh Wolfson von RBC Capital Markets trägt das Gemeinschaftsunternehmen erheblich zur Marktbewertung des Konzerns bei – Schätzungen zufolge rund 60 %. Entsprechend sensibel reagiert der Markt auf Streitigkeiten zwischen den Partnern.

Das Joint Venture wurde im Jahr 2019 gegründet, nachdem Barrick ein Übernahmeangebot für Newmont zurückgezogen hatte. Stattdessen legten beide Konzerne ihre benachbarten Minen in Nevada zusammen. Barrick hält seither 61,5 % an NGM, Newmont 38,5 %.

Mit unserem kostenlosen Newsletter bleiben Sie stets zu interessanten Rohstoffthemen und Minenfirmen auf dem neuesten Stand. Verpassen Sie keine Marktkommentare und Hintergrundberichte zu spannenden Metallen mehr.

Mit dem Absenden bestätigen Sie, dass Sie unseren Disclaimer / AGB, unsere Datenschutzerklärung und Informationsvertragsbedingungen gelesen haben und akzeptieren.
Sie haben es fast geschafft!

Öffnen Sie Ihr Email Programm (eventuell den Spam Ordner prüfen) und klicken Sie in der Email mit dem Betreff: "Miningscout: Bitte Anmeldung bestätigen" auf den Bestätigungslink.

Fügen Sie info@miningscout.de als Kontakt in Ihrem Email-Programm hinzu, damit unser Newsletter nicht aus Versehen als Spam markiert wird.

Produktionsrückgang verstärkt Druck

Barricks Probleme gehen über den Streit hinaus. 2025 sank die Goldproduktion im sechsten Jahr in Folge – auf den niedrigsten Stand seit mindestens 25 Jahren. Auch für 2026 erwartet das Unternehmen laut eigenen Angaben erneut einen Rückgang, darunter auch bei NGM.

Barrick-Chef Mark Hill wies die Vorwürfe zurück: "Wir widersprechen Newmonts Darstellung, sind aber durch das Joint-Venture-Abkommen in unseren Aussagen eingeschränkt", sagte er laut Bloomberg. Hill betonte die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Auch Newmont-Chefin Natascha Viljoen bemühte sich um Schadensbegrenzung: Das Verhältnis sei konstruktiv, beide Seiten arbeiteten im Sinne der Aktionäre.

Ob das ausreicht, um das Vertrauen in das Milliardenprojekt wiederherzustellen, bleibt abzuwarten.