Ist Lithium ein Strategiemetall mit großer Zukunft oder sinkt der Stern des wichtigen Batterie-Rohstoffs schon bald wieder? Das Anleger-Blog „The Motley Fool“ zitiert Analysten, die dem Rohstoff zwischen heute und 2025 eine Verdreifachung der Nachfrage prognostizieren. Im gleichen Zeitraum  könne die Produktion zwar ebenfalls deutlich steigen, jedoch würde der Markt 2025 von einem deutlichen Nachfrageüberhang geprägt sein.

Als Voraussetzung dafür nennen Analysten eine anhaltend hohe Nachfrage nach Elektroautos. Sollten neue Antriebstechnologien den Trend hin zur Elektromobilität beenden, könnte der Lithium-Markt auch schnell gesättigt sein. Dass dieser Trend Stand heute allerdings weiter intakt ist, zeigt das jüngste Engagement von Bill Gates rund um Lithium: Der Microsoft-Gründer investierte zuletzt zwanzig Millionen Dollar in ein Startup, welches die Förderung von Lithium aus Lithiumsole deutlich erleichtern will. Auf diese Weise soll der Wasserverbrauch gesenkt und die Förderung von Lithium effizienter werden.

Galan Lithium baut Liegenschaft in Argentinien aus

Während Analysten mit Blick auf 2025 in erster Linie davon sprechen, dass bestehende Lithium-Minen ihre Kapazitäten ausweiten, um die Nachfrage nach dem strategischen Metall zu befriedigen, könnte neue Technologie auch die Lagerstätten in Südamerika zu einem potenziellen Profiteur der wachsenden Lithium-Nachfrage machen. Diese Lagerstätten sind zuletzt im Zuge der Diskussion um die Erhaltung natürlicher Wasservorkommen und Umweltschutz in die Kritik geraten. Könnte Lithium aus Salzsole effektiver gefördert werden, würde diese Kritik verstummen.

Einer dieser potenziellen Profiteure könnte Galan Lithium Ltd. (ASX:GLN, WKN DE: A2N4CD) sein. Das australische Unternehmen agiert in Argentinien in dem für die Lithium-Produktion bekannten Hombre-Muerto-Becken. Zuletzt erwarb das Unternehmen das Recht, sein Gebiet rund um die aussichtsreiche Förderregion sogar noch auszuweiten. Galan Lithium verspricht sich von dem Zukauf  perspektivisch eine höhere Rentabilität. Insgesamt ist das Unternehmen in einem fünfzehn Kilometer langen und zwischen drei und fünf Kilometer breiten Becken tätig und verspricht sich die profitable Förderung hochgradiger Lithium-Vorkommen.

Markt bleibt für Anleger herausfordernd

Zwar befindet sich Galan Lithium als Explorationsunternehmen noch am Anfang, doch könnte die Größe des potenziellen Abbaugebiets eine positive Produktionsentscheidung begünstigen. Sollte neue Technologie die umweltfreundliche Förderung aus Lithiumsole ermöglichen, könnten Unternehmen wie Galan Lithium zu den Profiteuren gehören. Anleger sollten dennoch langfristig denken und mit Augenmaß investieren. Marktbeobachter sehen die Nachfrage nach Lithium bis 2025 zwar steigen, betonen allerdings, dass der Preis für Lithium bis dahin einen volatilen Verlauf nehmen wird. Investoren sind daher gut beraten, Projekte detailliert zu analysieren und möglichst günstig und in Tranchen zu investieren.