Obwohl der Preis für Lithium in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt hat, dürfte der positive Trend anhalten. Wie die Investment-Plattform „Seeking Alpha“ berichtet, könnte die Nachfrage bis 2025 auf 1.637 Millionen Tonnen jährlich steigen. Der Preis für Lithium-Carbonat könnte dann 13.000 Dollar je Tonne erreichen, der Preis für Lithium-Hydroxid 16.500 Dollar. Eine ähnliche Marktsicht haben auch die Experten des Analysehauses Maximum Market Research. Diese rechnen damit, dass der gesamte Lithium-Markt zwischen 2017 und 2026 um jährlich rund 18 Prozent wächst.

Carbonat und Hydroxid gleichermaßen attraktiv

Solche Prognosen rufen natürlich findige Unternehmer auf den Plan. Vor allem in Südamerika sprießen die Lithium-Projekte wie die Pilze aus dem Boden. Trotz des Booms rund um Lithium sehen Marktbeobachter aktuell kein Überangebot. Obwohl das weltweite Lithium-Angebot 2025 bei 1,5 Millionen Tonnen liegen dürfte, rechnen Experten damit, dass die Nachfrage auch dann noch das Angebot übersteigt. Lediglich die Inbetriebnahme von Untertage-Minen könnte dazu führen, dass das Angebot mit der Nachfrage schritthalten könnte. Ein Überangebot sei allerdings auch in den positivsten Szenarien unrealistisch, so Seeking Alpha.

Der Lithium-Markt profitiert in erster Linie von der gestiegenen Nachfrage nach Elektroautos und Unterhaltungselektronik. Kein Akku kommt heute ohne Lithium aus. Obwohl Lithium-Hydroxid aufgrund seiner chemischen Eigenschaften eher dazu geeignet ist, Akkus mit hoher Energiedichte herzustellen, sehen Experten auch weiterhin eine hohe Nachfrage nach Lithium-Carbonat. Der Grund liegt darin, dass Hydroxid teurer ist als Carbonat und dessen theoretische Vorteile nicht immer eins zu eins praktisch realisiert werden können.

Galan Lithium sieht sich konkurrenzfähig

Ein junges Lithium-Unternehmen, das von den positiven Marktbedingungen profitieren möchte, ist Galan Lithium (ASX:GLN, WKN DE: A2N4CD). Die australische Gesellschaft ist in Argentinien inmitten einer lithiumreichen Region tätig. Obwohl das Hombre-Muerto-Projekt erst Mitte 2018 startete, konnte das Unternehmen bereits signifikante Vorkommen identifizieren. Aktuell werden die jüngsten Analyseergebnisse näher untersucht und sollen noch im ersten Quartal 2020 in eine aktualisierte Ressourcenschätzung einfließen. Das Unternehmen zeigt sich zuversichtlich, sein Projekt rentabel betreiben zu können und sieht sich außer im Vergleich mit Untertage-Minen,  gegenüber sämtlichen Förderregionen und Verfahren konkurrenzfähig.