Anleger, die zumindest einen Teil ihres Vermögens in Gold halten, hatten es in der Vergangenheit wahrlich nicht leicht. Zunächst hat man ihnen den Goldbesitz damit austreiben wollen, das Gold (im Gegensatz zu festverzinslichen Wertpapieren, Immobilien oder Aktien) keine Zinsen und keine Dividende zahle. Nun, in Zeiten von platzenden Immobilienblasen, negativen Zinsen auf Sparguthaben und einem weiterhin sehr volatilen Aktienmarkt vielleicht nicht mehr besonders schlagkräftige Argumente. Dennoch bleibt das Jahr 2016 kein besonders erfolgreiches Jahr für Anleger, die ihr Geld in Gold oder Silber investiert haben. Nachdem es zwischenzeitlich eine kurze Rally bei den Edelmetallen gab, sind die Kurse inzwischen wieder auf dem harten Boden der Tatsachen angekommen.

Auf dem aktuellen Preisniveau von etwa 1150 USD/Unze können zwar die meistens bestehenden Projekte rentabel betrieben werden, jedoch ist auch bei den großen Minen zu spüren, dass die Goldvererzungen mit der Projektlaufzeit abfallen und weitere Anstrengungen unternommen werden (müssen), um die Produktionskosten zu reduzieren. Während die großen Unternehmen ihren Fokus primär auf diese Kostenreduktion bestehenden Minen legen, ist die Exploration im Goldsektor deutlich rückläufig. Dabei galt eine Goldlagerstätte in der Vergangenheit als wirtschaftlich abbaubar, wenn der durchschnittliche Goldgehalt bei etwa 5g/Tonne lag und die Lagerstätte eine Größe von mindestens 1 Million Unzen Gold aufwies. Nach dem starken Anstieg des Goldpreises in der Mitte des letzten Jahrzehnts hat sich dieses Verhältnis zugunsten kleiner und niedergradiger Lagerstätten verschoben. Trotz einer in den Boomjahren zwischen 2005 und 2011 massiv gestiegenen Explorationsaktivität konnten jedoch nur wenige Lagerstätten gefunden werden, welche das Potenzial für einen kommerziell sehr erfolgreichen Goldabbau mit sich bringen. Oftmals werden bei der Exploration jedoch Vererzungssysteme gefunden, welche neben Gold auch weitere Metalle, insbesondere Kupfer oder Silber, enthalten. Dazu kann die Art der Mine (Tagebaumine oder Unter-Tage-Abbau), sowie die Beseitigung einer Deckschicht, welche über dem eigentlichen Erzkörper liegt, die Abbaukosten beeinflussen, sodass die „nackten Zahlen“ nicht zwangsläufig einen direkten Vergleich zweier Bohrergebnissen erlauben. Bei den nachfolgenden Bohrergebnissen handelt es sich jeweils um Bohrungen mit Diamantkernen, welche genauere Ergebnisse als Rückspülbohrungen liefern.

Werfen wir einen Blick auf die Top-Bohrergebnisse der Explorationsaktivitäten im November. Mariana Resources (WKN: A2AMB4; ISIN: GG00BD3GC324) konnte auf seinem „Hot-Maiden“ Kupfer- und Goldprojekt im Nordosten der Türkei bei einem 210m langen Bohrloch einen Abschnitt von 70m Länge finden, welcher durchschnittlich 62,7 Gramm Gold und 2,7% Kupfer aufweist. Die höchste Konzentration zeigte sich in einem Abschnitt von 7m, der über 500g/t Gold und 3,3% Kupfer aufweist. Mariana beschreibt das „Hot Maden“ Projekt als „weltweit eine der erstklassigen Gold-Kupfer-Entdeckungen, die in den letzten Jahren gemacht wurden“. Dabei zielen die aktuellen Explorationsarbeiten darauf, die bekannten Gold-Kupfer-Resourcen mit einem Äquivalent von 3,43 Millionen Unzen Gold weiter zu vergrößern.

Einen weiteren Volltreffer landete die kanadische Kirkland Lake Gold (WKN: A2DHRG; ISIN: CA49741E1007)auf ihrem Macassa-Minen-Komplex in Ontario/Kanada. Dabei wurden in einem vergleichsweise kurzen Bohrabschnitt einer 279m langen Bohrung über eine Länge von 3,8m 652 Gramm Gold pro Tonne gefunden. Insgesamt besitzt Kirkland Lake Gold fünf ehemalige hochwertige Goldminen in dem Kirkland Lake Lager, welche in der Vergangenheit mehr als 22 Millionen Unzen Gold mit einer durchschnittlichen Vererzung von 15,1 Gramm Gold pro Tonne produziert haben

Newmarket Gold, welche sich Ende November mit Kirkland Lake Gold zusammengeschlossen haben, vermeldete auf seiner Fosterville Goldmine in der Australischen Provinz Victoria ebenfalls sehr gute Bohrergebnisse. Der beste Bohrabschnitt eines 402m umfassenden Bohrprogrammes wies 3,8m mit einem Gold-Gehalt von 550g/t auf.

Wesdome Gold Mines (WKN: A0JC4E; ISIN: CA95083R1001) erzielte auf seiner Kiena Mine in Quebec/Kanada ein Ergebnis von 94,4g/t über eine Bohrlänge von 17,7m. Die Liegenschaft weist bereits gemessene und angezeigte Resourcen von 2,5 Millionen Tonnen mir einem Vererzungsgrad von 5,59g/t auf. Zudem liegen sämtlichen Umweltgenehmigungen für einen Abbau vor, ein Einstiegsschacht und erste Tunnel zum Erzabbau sowie eine Erzmühle zur Verarbeitung von 2000 Tonnen Gestein pro Tag, welche nach Unternehmensangaben alle in exzellentem Zustand sind.

Abschließend sei das Bohrergebnis von West African Resources (WKN: A1CZBT; ISIN: AU000000WAF6) auf seinem Tanlouka Projekt in Burkina Faso genannt. Dort konnte ein Bohrabschnitt mit einer Länge von 16m gefunden werden, welcher 69,1g Gold/Tonne aufweist.

Auch wenn die Zeiten für Goldproduzenten und Goldexplorer weiterhin nicht gerade rosig sind, machen solche Bohrergebnisse Mut, dass hier in Zukunft einige neue, sehr lukrative Goldminen entstehen können.

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