Es ist schon erstaunlich welche Wellen die neue E-Mobiltät weltweit schlägt. Dies zeigt dass sich mehr und mehr Anwendungsgebiete auftun, der Trend der Elektrofahrzeuge verstärkt in den Köpfen der Regierungen und Industrie festsetzen. Vieles ist davon natürlich noch im Entwicklungsstadium, aber die vorgegebene Richtung ist eindeutig erkennbar. So ist auch Teil 3 unserer Nachrichten über diesen Rohstoff den neuen Projekten gewidmet.

Wussten sie dass…

auch die Türkei ein eigenes Elektrofahrzeug auf den Markt bringen will?

Noch ist es ein Projekt, aber es soll bis zum Jahr 2018 zur Marktreife entwickelt werden. Fikri Isik, türkischer Minister für Wirtschaft, Industrie und Technologie tönt vollmundig: „Unser Auto wird besser und sicherer sein als Tesla. Unter anderem, weil es seine Ladestation mit an Bord hat, während Tesla dafür Ladestationen errichten muss “. Nun gut, man weiß um die Glaubwürdigkeit der Aussagen von Politikern. Es muss sich erst herausstellen, wie konkurrenzfähig die türkische PKW-Industrie damit sein wird. Man reitet jedenfalls damit auf dem Erfolg von Tesla, der damit auch dieses Projekt beflügelt. Was Işık meint, ist ein Range Extender, ein Einliter- Zweizylinder- Diesel, der einen Wirkungsgrad von 35 Prozent haben soll, wenn er im Jahr 2018 fertig ist.

Das Auto wird von der TÜBİTAK (Türkische Anstalt für Wissenschaftliche und Technologische Forschung) entwickelt. Derzeit ist man auf der Suche nach Kooperationspartnern, denn irgendwer muss den angeblichen Tesla- Konkurrenten schließlich bauen. Fiat Chrysler, so hört man, soll daran interessiert sein. Zu dem Zweck hat die Türkei von NEVS (National Electric Vehicle Sweden) um € 40 Mio. die Lizenz erworben, um darauf ein Auto entwickeln zu können. Als Basis soll die Plattform des Saab 9-3 Verwendung finden.

die US-Firma Nikola einen Elektro-Super-Truck entwickelt?

Stolze 2.000 PS und 5.000 Newtonmeter, verteilt auf 3 Achsen, sollen dieses Kraftmonster künftig über die Straßen bewegen.

Elektrotruck

Quelle: Nikola Motor Company

Mit diesem Supertruck scheint die Elektromobilität nun auch in den Frachtverkehr Einzug halten zu können. 30 Sekunden soll der 100- km/h- Sprint dauern, 2000 Kilometer Reichweite möglich sein. Den notwendigen Strom erzeugt eine Gasturbine hinterm Fahrerhaus. Laut Nikola Motor ist der Nikola One vergleichsweise effizient, denn der Energiebedarf entspreche einem Verbrauchswert von 15 Liter Sprit auf 100 Kilometer. Ein konventioneller Truck konsumiert gut das Doppelte bis Dreifache.

Bei den Betriebskosten dürfte der Nikola- Truck durchaus Sparpotenziale bieten, allerdings wird der Kauf nicht billig. Rund 330.000 Euro peilen die Amerikaner für ihren Hightech-Laster an. Kaufen kann man die Zugmaschine noch nicht, aber man kann bereits eine Reservierungsgebühr überweisen. Den ersten 5000, die sich den Truck reservieren, verspricht Nikola Motor Gratiskraftstoff für 1,6 Millionen Kilometer.

Aus heutiger Sicht ist es noch ungewiss ob und wann man der Elektro-Gas-Gigant auf den Straßen sehen wird, aber alleine die Ambitionen zeigen auf, dass auch der Schwerverkehr mehr und mehr zu dieser Technik tendieren könnte, was für die Umwelt sicher ein Segen wäre.

dass auch die Fa. Tesla mit unliebsamen Rückschlägen konfrontiert ist?

So sehr auch der Vorreiter der Elektromobilität richtungsweisend ist und daher von der ganzen Welt ehrfurchtsvoll verfolgt wird, so zeigt sich deutlich, dass auch nicht immer alles Gold ist, was von Tesla Motors bekannt wird. Zwar hat Tesla Motors für seinen neuen „Volkswagen“ Tesla Model 3 bereits knapp eine halbe Milliarde US-Dollar an Anzahlungen kassiert, aber ob die Massenproduktion per Ende 2017 gestartet werden kann, steht nach wie vor in den Sternen. Die Qualitätsprobleme beim Model X nähren die Zweifel.

Tesla model 3

Tesla Model 3 – der Stromer für die Massen – Quelle: Tesla Motors

Jetzt kommt noch der Rückruf der bisher 2.700 in den USA ausgelieferten Model-X hinzu, der durch Folgendes begründet war: Auslöser waren die hinteren Flügeltüren, die sich im Falle eines Unfalls falten sollten. Nun hat man aber bei Tests herausgefunden, dass sich nicht nur die Türen, sondern auch die hinteren Sitze bei einem Unfall mitfalten. Kein gutes Zeichen für einen hohen Qualitätsanspruch. Die 2.700 Fahrzeuge sind wohl alle bisher gebauten, denn die Produktion läuft erst seit März 2016, und wöchentlich werden ca. 750 Fahrzeuge hergestellt. Zum Glück wurde dies bei internen Tests festgestellt, wodurch es zu keinen Verletzungen von Fahrern der in Betrieb befindlichen Fahrzeuge gekommen ist.

Klar, wo gehobelt wird, fallen Späne und solche Rückschläge gehören zur Implementierung von Innovationen dazu. Doch solche Schnitzer würden einem qualitätsbewussten deutschen Autobauer wohl nie passieren. Dagegen war der „Elchtest“ bei Mercedes vor einigen Jahren nur ein leichter Ausrutscher.

Doch was wären all die Pionierleistungen von Industrie und Regierungen ohne die Zulieferindustrie derjenigen Rohstoffe, ohne die diese Entwicklung überhaupt nicht möglich wäre. Aktuell gäbe es ohne Lithium keine Batterierevolution, keinen Zukunftsmarkt der Elektromobilität. Daher wollen wir auch heute wieder auf drei erfolgreiche und zukunftsträchtige Unternehmen hinweisen, die durch ihre vorhandenen Abnahmeverträge als gesicherte Lieferanten des Marktes gesehen werden.

Mit der australischen Bergbaugesellschaft Neometals Ltd. (ASX: NMT; WKN: A12G4J; ISIN: AU000000NMT1) haben wir ihnen auf unserer Homepage bereits einen kommenden Produzenten vorgestellt, der im 3. Quartal 2016 die Produktion aufnehmen wird, und über seinen Partner ELI Process imstande ist, hochreines Lithiumoxid zu produzieren. Neometals steht durch sein weitgehend fertig entwickeltes Platinprojekt künftig auf 2 gesunden Beinen und gehört zu den wenigen westlichen Unternehmen die in Kürze den Markt beliefern werden.

Pilbara Minerals (ASX: PLS; WKN: A0YGCV; ISIN: AU000000PLS0), ebenfalls ein westaustralisches Unternehmen, besitzt nicht nur eine Tantalproduktion auf einem seiner Projekte sondern mit Pilgangoora die weltweit zweitgrößte Lithiumliegenschaft im Endstadium der Entwicklung. Im Sommer 2016 wird die endgültige Wirtschaftlichkeitsstudie fertiggestellt sein und daraufhin der Start für den Produktionsaufbau für 2017/2018 erfolgen. Trotz der großen Ressource von 192.000 Tonnen Lithiumoxid und 10,7 Mio. Pfund Tantalpentoxid reißen sich die Abnehmer um Verträge.

Lithium Australia (ASX: LIT; WKN: A14XX2; ISIN: AU000000LIT3), drückt mit einer eigens entwickelten Technologie die Produktionskosten um rd. 50% gegenüber dem Mitbewerb. Das eigene Projekt wird voraussichtlich in 2 Jahren zur Produktion gelangen. Daneben ist man in Verhandlungen für zusätzliche Lithiumprojekte. Darüber hinaus ist man durch die entwickelte Produktionstechnologie mit anderen Lithiumunternehmen in Verhandlung um diese Technologie gewinnbringend in deren Projekte einbringen zu können. Lithium Australia ist somit nicht nur ein kommender Produzent von hochwertigem Lithium sondern auch gewinnträchtiger Vermarkter seiner Technologie.