Auch wenn viele der großen Fonds und anderer Investmenthäuser noch an der Seitenlinie stehen und auf die richtigen Einstiegsmomente warten, so zeigen sich bereits vereinzelt Unternehmen, die bereits die aktuelle Situation für den richtigen Zeitpunkt für eine Beteiligung oder Finanzierung in die Bergbaubranche halten.

So zum Beispiel die australische EMR Capital, die gegenwärtig ein Vermögen von rd. AUD 450 Mio. für Investments in aussichtsreiche Unternehmen eingesammelt hat. Die Gelder stammen aus Stiftungen, institutionellen und privaten Investoren. Wobei auf der Homepage von EMR Capital die explizit angeführte enge Vernetzung mit dem asiatischen Raum auffällig ist. Vorstand Jason Chang ist der Meinung, dass der Moment richtig sei sich zu platzieren und nennt als bevorzugte Rohstoffe Gold, Kupfer, Koks und Pottasche. Bei Eisen sieht er derzeit keine Veranlassung für Investitionen, dieser Markt sei dafür noch nicht reif.

Gemäß einer Schätzung von Reuters wären für Investitionen weltweit rd. USD 2.500 Mrd. zur Verfügung, derzeit aber nur rd. USD 10 Mrd. für den Rohstoffsektor.

Unserer Meinung nach kann man es durchaus als positives Zeichen sehen, wenn bereits jetzt vereinzelt Investmenthäuser wieder in den Rohstoffsektor einsteigen, doch einen Trend bildet dies unserer Meinung nach noch nicht aus. Zu viele Indikatoren wie Rohstoffpreise, weltwirtschaftliche Unsicherheiten, Produktionskosten und Erlössituationen der Unternehmen sowie generelles Momentum scheinen noch auf keinen nachhaltigen Aufwärtstrend hin zu weisen. Sicherlich alles Argumente, die große Investmenthäuser derzeit noch von einem verstärkten Wiedereinstieg abhalten.

Auch denken wir dass die Schätzungen von Reuters von USD 10 Mrd. zu niedrig angesetzt ist, da sie unserer Kenntnis nach wahrscheinlich nicht die Vielzahl an chinesischen Beteiligungsfonds enthält, die alleine mit wesentlich mehr als USD 10 Mrd. an Kapital ausgestattet sind, um den Rohstoffhunger des Landes über Beteiligungen nachhaltig zu sichern.

Ergänzend zu unserem Bericht „ viele Investoren warten an der Seitenlinie“ zeigt sich jedoch bereits zaghaft, dass die Rohstoffbranche nicht völlig in den Köpfen des „big money“ abgeschrieben ist und man gewillt ist der Branche wieder frisches Kapital zuzuführen. In unseren Augen ein gerechtfertigter Hoffnungsschimmer für die derzeit extrem leidende Branche.