Südafrika: Klare Chancen für Goldproduzenten

Südafrika: Klare Chancen für Goldproduzenten

Die Kurse der südafrikanischen Goldminenbetreiber sind im vergangenen Jahr heftig unter die Räder gekommen. Im Vergleich zum Verlust beim Goldpreis haben sie überproportional viel verloren. Ist der Goldkurs je Unze im Jahresverlauf von fast 1.700 Dollar auf um die 1.200 Dollar gesunken, was einem Rückgang von weniger als 30 Prozent entspricht, so haben sich die Kurse der Goldkonzerne teils mehr als halbiert.

Egal, welchen südafrikanischen Titel man sieht, überall stehen dicke Minuszeichen vor dem Jahresvergleich. Harmony Gold (ISIN: ZAE000015228) ist von knapp 5,80 Euro, wenn man eine hiesige Notierung nimmt, auf 2,10 Euro gefallen. Gold Fields (ISIN: ZAE000018123) sackt von rund 8,00 Euro auf 2,50 Euro ab, bei AngloGold Ashanti (ISIN: ZAE000043485) geht es von rund 22,00 Euro auf etwa 10,00 Euro nach unten. Bei allen Werten zeigt sich in den vergangenen Wochen eine gewisse Stabilisierung, der Abwärtstrend ist offenbar gestoppt, der Boden wurde erreicht und teils schon durchschritten.

Marktexperten blicken nach diesem desaströsen Jahr auch eher mit Zuversicht auf die Entwicklung in Südafrika. Fakt ist, dass im Land am Kap 2013 Streiks der Bergarbeiter an der Tagesordnung waren, teils mit blutigem Ausgang. Diese Arbeitsniederlegungen mit den damit verbundenen Förderausfällen sind aber längst im Kurs eingepreist. Die mächtigen Gewerkschaften haben einige Erfolge erzielt, die Löhne sind vor allem für die niedrigen Einkommensstufen erhöht worden. Allerdings wurden die zunächst sehr hohen Forderungen später deutlich reduziert. Weitere Lohnerhöhungen in naher Zukunft erscheinen unwahrscheinlich, da der Goldpreis abgesackt ist und die Wirtschaftlichkeit der Minen weitere Kostensteigerungen nicht zulässt.

Im Gegenteil, die Companies sind bemüht, die Kosten zu reduzieren. So liegen die all-in-Kosten je Unze von AngloGold Ashanti inzwischen bei 1.155 Dollar, ein Minus von 11 Prozent innerhalb eines Quartals. Dabei hat man die Kosten knapp unter den Kurs des Goldes reduzieren können. Ähnlich ist die Situation bei Gold Fields, dort kostet die Förderung nur noch 1.089 Dollar je Unze. Problematischer bleibt es bei Harmony Gold, die bisher noch 1.264 Dollar für die Förderung einer Unze ansetzen müssen. Doch auch hier soll die Tendenz fallen.

Weitere Kostensenkungen werden bei allen Minenbetreibern folgen. Der schwache Rand hilft dabei, die Ziele leichter zu schaffen. Teils werden auch Assets, die nicht zum Kerngeschäft gehören, verkauft. Dabei sieht die Cashposition der Gesellschaften gar nicht mal schlecht aus. Alle horten noch große Bestände auf der Bank, zudem drücken kaum hohe Schulden. Damit befindet man sich in einer deutlich besseren Position als viele kleinen Förderer.

Einen Aspekt müssen Investoren aber bedenken. Es wird mit den Jahreszahlen wahrscheinlich zu hohen Einmaleffekten kommen, da der Wert vieler Lagerstätten verringert werden muss. Oft stehen die Assets noch mit Werten von 1.500 Dollar je Unzen in den Büchern, hier muss es eine Korrektur nach unten geben. Im Kurs sollte dies jedoch schon eingepreist sein.

Sobald sich der Goldpreis somit stabilisiert, gibt es bei vielen südafrikanischen Gesellschaften ein klares Aufwärtspotenzial. Die Kurse haben im Vorjahr schon viele negative Aspekte eingepreist, eine Stabilisierung des Goldpreises sollte vorteilhafte Wirkungen haben.

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