2013 - ein schlechtes Jahr für die Ölsucher

2013 - ein schlechtes Jahr für die Ölsucher

Der Ölmarkt hat nicht gerade ein spannendes Jahr hinter sich gebracht, zumindest gemessen am Preisverlauf für das Barrel Öl. Die Nordseesorte Brent zeigt im Vergleich der Jahresschlusskurse 2012 und 2013 fast keine Veränderung, im Jahresverlauf gab es Kurse zwischen 96,81 Dollar und 119,15 Dollar für den Öl-Future. Etwas besser erging es dem Crude-Oil-Future, der leichte Gewinne verzeichnet hat.

Tatsächlich aber ist die Lage am Ölmarkt durchaus spannend. Das enorm billige Gas ist zumindest lokal, wo es gefördert wird, ein großer Wettbewerber, nicht nur für den Energieträger Kohle. Weltpolitische Entwicklungen, die 2013 an Fahrt aufgenommen haben, unter anderem am Persischen Golf, könnten den Markt in der kommenden Zeit massiv beeinflussen. Ab dem 20. Januar wird es zu Lockerungen bei den Sanktionen gegen den Iran kommen – dies betrifft auch die Ölexporte des Landes, auf die der Iran dringend angewiesen ist, um wirtschaftlich auf die Beine zu kommen.

Dieses zusätzliche Angebot, das aus dem Iran auf den weltweiten Markt kommen könnte, verursacht am Markt Unsicherheiten. Die SEB rechnet nicht damit, dass es 2014 zu großen Exporten aus dem Iran kommen wird. Die Commerzbank kalkuliert mit täglich einer Million Barrel an zusätzlichem Angebot und erwartet hieraus ein Ölüberangebot, wenn nicht die Förderung in einem anderen Land gekürzt wird – das könnte die Preise unter Druck bringen.

Neuentdeckungen liegen deutlich unter dem Konsum

Langfristig interessant sind allerdings auch andere Entwicklungen, die 2013 zu sehen waren. So war die Öl- und Gasbranche alles andere als erfolgsverwöhnt. Reihenweise waren Fehlschläge bei Bohrungen zu verzeichnen. Größere Vorkommen jenseits der Marke von einer Milliarde Barrel Öl-Äquivalent (BOE) wurden überhaupt nicht entdeckt. Analyst Anish Kapadia geht davon aus, dass die Neuentdeckungen 2013 mit 20 Milliarden Barrel weit hinter dem Konsum von 50 Milliarden Barrel zurückgeblieben sind.

Damit nicht genug der schlechten Nachrichten für die Explorationsindustrie. Vielfach enthalten die Neuentdeckungen wesentlich mehr Gas als erwartet. Für die Unternehmen ist das vor allem dann eine schlechte Nachricht, wenn die Projekte weit vom Schuss sind und noch hohe Transportaufwendungen anfallen, bis das Gas beim Verbraucher ankommt. Zudem leiden solche Projekte unter dem hohen Discount, den das Gas im Vergleich zum Öl hat.

Ein Blick auf die Liste der größten Entdeckungen im vergangenen Jahr zeigt eine Vielzahl von Gasprojekten. Schwerpunkt der Neuentdeckungen in 2013 war Afrika. An der Spitze liegt der italienische Konzern Eni (ISIN: IT0003132476) mit einer Neuentdeckung in Mosambik, gefolgt vom angolanischen Lontra-Projekt von Cobalt International Energy (ISIN: US19075F1066), wo der Konzern mehr Gas als erwartet gefunden hat. Auf Platz vier und fünf finden sich die Projekte Ogo von Afren (ISIN: GB00B0672758) in Nigeria und Nene Marine in der Republik Kongo, ebenfalls von Eni. Diese rahmen Platz drei ein, Newfields (ISIN: US6512901082) Projekt B14/B17 in Malaysia.

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