Können Bakterien stillgelegte Kupferminen "reanimieren"?

Können Bakterien stillgelegte Kupferminen „reanimieren“?

Ja, wenn es nach den ersten Testergebnissen der japanischen Gesellschaft JOGMEC geht. JOGMEC als teilstaatliche Gesellschaft für Öl, Gas und Metalle startete kürzlich ein auf 2 Jahre angesetztes Experiment für eine innovative Technologie, bei der für die Kupfergewinnung verschiedene Arten an Bakterien der Schwefelsäure zugesetzt werden. Als Testgelände fungiert derzeit eine Mine in Chile.

Ziel des Experiments ist es zu erforschen, ob ein kommerzieller Abbau von niedriggradigen Kupfervorkommen möglich ist. Und dies würde auch für Kupferminen gelten, die nach Ausbeutung der Erze mit höheren Graden wegen anschließender Unwirtschaftlichkeit geschlossen wurden.

Der Chefforscher bei JOGMEC, Taro Kamiya, berichtet, dass diese Bakterien ohnehin in Kupfer existieren. Proben vom Testgelände, das mit Eisen angereichert ist, zeigten, dass diese Bakterien sehr leicht zur Aktivität angeregt werden können.

Diese neuartige Technologie würde durch die Bakterien die Extraktion von Kupfer doppelt so schnell schaffen als würde nur Schwefelsäure alleine verwendet werden. Sollten die Testreihen von Erfolg gekrönt sein, so würde dies ungeahnte neue Möglichkeiten erschließen.

Dass sich gerade Japan damit befasst, ist kein Wunder, denn Japan ist der drittgrößte Investor in Chiles Bergbau. Rund 9,8% der Investitionssummen in Höhe von USD 112 Milliarden, die im Zeitraum von 2013 bis 2021 erwartet werden, sollen künftig von Seiten Japans bereit gestellt werden.

In den letzten 2-3 Jahren hat der "Biobergbau" ohnehin bereits eine hohe Reputation erfahren, da er kostengünstiger und umweltfreundlicher ist als herkömmliche Methoden. Weniger CO2-Ausstoß und geringere Umweltbelastungen gegenüber der üblichen Technologie sind die Hauptargumente für einen Biobergbau, wodurch diese Methoden bereits den Ruf des "Bergbaus der Zukunft" erringen konnten.

Erste Verfahren des biologischen Abbaus werden bereits in verschiedenen Ländern verwendet, so zum Beispiel in Südafrika, Brasilien und Australien. Rund 20% der weltweiten Kupferproduktion basiert mittlerweile auf der Basis von "bioleaching", also dem Laugen auf biologischer Basis.

Sollte diese nun von Japan in Entwicklung befindliche neue Technik der Erhöhung der Ausbeute durch Einsatz von Bakterien wirtschaftlich umsetzbar werden, so würde dies für Kupferproduzenten wie für den Kupfermarkt völlig neue Perspektiven eröffnen. Die Produktionsausbeute würde verbessert werden und gleichzeitig kostengünstiger werden. Und darüber hinaus umweltfreundlicher.

Gründe genug um diese interessante Entwicklung weiter zu verfolgen.

Quelle: http://www.mining.com/japan-tests-in-chile-bacteria-based-method-to-revive-depleted-copper-mines-94791/?utm_source=digest-en-cu-131029&utm_medium=email&utm_campaign=digest

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