Die jüngste Preisschwäche bei den beiden wichtigsten Edelmetallen, Gold und Silber, hat einige Marktteilnehmer negativ überrascht. Dabei sind die Unsicherheiten am Markt greifbar. Die US-Notenbank zögert ein Ende ihrer extrem expansiven Maßnahmen weiter hinaus. Der „Shutdown“ in den USA als Folge des Haushaltsstreits zwischen Demokraten und Republikanern schürt Gefahren, dass der Staat seinen Schuldendienst nicht mehr bestreiten kann. Hiervon sind die USA nur noch einige Tage entfernt, doch am Markt bleibt man erstaunlich gelassen. Die Börse rechnet mit einer Einigung, das zeigen auch die Reaktionen der Ratingagenturen auf das politische Schauspiel.

Die Experten bei Morgan Stanley überrascht es nicht besonders, dass sich der Goldpreis so entwickelt, wie er sich eben entwickelt hat, wenn man die Reaktionen bei früheren „Shutdowns“ in den USA beobachtet. Bemerkenswerter sei da zumindest auf den ersten Blick die Reaktion des Goldes auf die US-Notenbankpolitik. Doch auch dies relativieren die Experten, denn der Goldmarkt sei bereits für eine Wende im US-Zinszyklus positioniert. Diese sei verschoben, aber nicht abgesagt. Steigende Zinsen gelten gemeinhin als wichtiger Faktor fallender Goldpreise, so wie sie in den vergangenen Monaten bzw. seit dem Top im Jahr 2011 zu sehen waren.

Doch über die zukünftige Zinsentwicklung kann man streiten. Dass irgendwann die Wende nach oben nachhaltig wird, ist eine logische und unstrittige, normale zyklische Entwicklung. Wann allerdings diese nachhaltige Wende perfekt ist, bleibt umstritten. Nicht wenige Experten warnen angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung vor steigenden Zinsen, und zudem wird auch vor den hohen Aktienkursen gewarnt. Es bleibt also abzuwarten, ob die Analysten von Morgan Stanley Recht mit ihrer Prognose behalten, dass der Goldpreis erst einmal kein großes Aufwärtspotenzial hat.

Das gilt folglich auch für das Schwestermetall des Goldes: Silber. Morgan Stanley rechnet angesichts der Aussichten für den Goldpreis auch für das Silber mit keinen großen Potenzialen, allerdings mit einer volatileren Entwicklung. Nachdem sich die Gold-Silber-Ratio in den vergangenen Monaten wieder in den Bereich seines langjährigen statistischen Mittels eingependelt hat, fällt auch diese Möglichkeit einer Outperformance gegenüber dem Gold erst einmal weg. Da sich auch keine großen Veränderungen in den fundamentalen Nachfrageszenarien für Silber zeigen, dürfte sich dessen Feinunzenpreis erst einmal ähnlich wie der Goldpreis entwickeln. Trader müssen allerdings kurzfristig mit einer größeren Schwankungsfreudigkeit des Metalls rechnen.

Größere Chancen als bei Gold und Silber sehen die Experten bei einer anderen Gruppe von Edelmetallen: Den Rohstoffen aus der Platingruppe. Hier könnten unter anderem die Streiks im Hauptförderland Südafrika Schwung in den Preis bringen, Produktionsausfälle belasten das Angebot. Die Experten von Morgan Stanley erwarten, dass der Platinmarkt in diesem Jahr trotz der schwachen europäischen Autokonjunktur ein signifikantes Angebotsdefizit verzeichnen wird. Man führt dies unter anderem auf die Nachfrage aus dem Finanzbereich bzw. von den ETFs zurück. Für das kommende Jahr sagt man zudem ein stärkeres Nachfragewachstum aus der Autobranche voraus – hier wird Platin in Katalysatoren genutzt. Auch der Markt für Palladium sei nach wie vor sehr attraktiv, so Morgan Stanley.

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