Aktienexperte Clive Maund von CliveMaund.com lässt im Interview mit „The Gold Report“ kein gutes Haar an der Wall Street und insbesondere an den Shortsellern. Diese hätten mit Naked-Short-Attacken im Markt für Rohstoffaktien ein Schlachtfeld hinterlassen. Maund vergleicht dies mit dem Ersten Weltkrieg und der Schlacht an der Somme – die drastische Metapher zeigt, wie wenig Verständnis der Charttechnik- und Rohstoffexperte für das Vorgehen der Finanzbranche hat. Ebenso wenig versteht Maund, dass die Börsenaufsicht dem Treiben tatenlos zusieht.

Doch der Crash vieler Rohstoffaktien hat für mutige Börsianer Einstiegschancen hinterlassen, davon ist Maund fest überzeugt. Der Techniker sieht in vielen Charts von Edelmetallwerten Umkehrformationen, die nach den Kurseinbrüchen auf eine wieder bessere Performance-Zukunft hinweisen. Da der Experte zudem bullish für die Preise von Gold und Silber ist, bevorzugt er die Aktien der Rohstoffförderer. Diese bieten einen Hebel auf die erwarteten positiven Preisentwicklungen der beiden begehrten Edelmetalle.

Aber auch vor einem Investment in physisches Edelmetall rät Maund nicht ab, im Gegenteil. Nichts sei besser als Bestände an Gold und Silber und damit an „wahrem“ Geld zu halten, so der Marktbeobachter. Die Gründe hierfür liegen nicht nur im psychologischen Bereich. Im Gegensatz zu den Papiergeldwährungen seien die Edelmetalle wertbeständig, so der Experte gegenüber „The Gold Report“. Statistiken zeigen, dass der Goldpreis zum Beispiel den starken Anstieg der Energiepreise kompensiert hat – wer „nur“ Papiergeld hat, muss mit Kostensteigerungen und damit einhergehend mit einer Entwertung der Kaufkraft des Geldes, sprich Inflation, leben.

Maunds sehr bullishe Haltung zum Goldpreis fußt insbesondere auf der Fed-Geldpolitik, die seit langem mit „Quantitative Easing“ extrem expansiv ist. Das gefährdet die Geldwertstabilität, zumal Maund argwöhnt, dass die Fed „QE“ nicht einfach so wie geplant zurück schrauben kann, ohne die Wirtschaft in den Abgrund zu stürzen. Wenn der Markt dies realisiere, gebe es keinen anderen Weg mehr für Gold und Silber als nach oben.

Bei Gold und Silber sieht Maund in den Charts Trendwendeformationen für die Unzenpreise. Noch allerdings sind diese nicht komplettiert. Eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation im Goldpreischart zum Beispiel muss noch einen bestätigenden Ausbruch über die sogenannte Nackenlinie vollziehen – dann aber wäre eine mächtige bullishe Formation perfekt. Diese könnte den Goldpreis nach seinem Absturz, der im Jahr 2011 bei 1.921 Dollar begann, wieder weit nach oben schicken. Silber als „Schwestermetall“ des Goldes dürfte von einer solchen Entwicklung ebenfalls profitieren.

Das wäre dann positiv für die Unternehmen, die die beiden Bodenschätze fördern. Auch in den Charts vieler Gesellschaften macht Maund Umkehrformationen aus, was Investoren Chancen bringt. Der Experte empfiehlt aber eine gründliche Recherche vorab und bevorzugt Produzenten oder solche Unternehmen, die bald mit der Förderung der Edelmetalle beginnen können. Weiterer wichtiger Schlüsselfaktor für ein Investment in eine Aktie ist eine starke Bilanz des betreffenden Unternehmens. Kommt ein gutes und transparent arbeitendes Management hinzu, das die Kosten im Griff hat, sind für Maund gute Voraussetzungen gegeben.

Der Analyst nennt im Interview einige Aktien als mögliche Favoriten. Eines der Papiere ist Barrick Gold. Der Goldwert ist auch unter deutschen Anlegern zunehmend beliebt und stößt auf Interesse, obwohl die Gesellschaft milliardenschwere Probleme mit dem Projekt Pascua Lama in den Anden hat. Das sei allerdings im Aktienkurs bereits eingepreist, sagt Maund. Der Blick auf den Chart des kanadischen Goldwertes an der New Yorker Börse zeigt eine Konsolidierungsbewegung, nachdem das Papier sich zuvor von 13,43 Dollar auf 21,20 Dollar erholt hatte. Behält Maund mit seiner Schulter-Kopf-Schulter-Theorie Recht, müsste Barrick Gold derzeit an der breiten Unterstützung um und unterhalb von 17,39 Dollar die rechte Schulter ausbilden, um von hier aus nach oben durchzustarten.

Doch Maund hat noch weitere mögliche Favoriten in petto. Eine Aktie, die derzeit günstig aussehe, sei McEwen Mining. Auch hier läuft charttechnisch gesehen möglicherweise die Bildung der rechten Schulter, analog zur Entwicklung bei Barrick Gold. Positiv äußert sich der Analyst auch über einen Silberwert: Silver Wheaton sei eine klare Chance, auf eine Erholung des Silberpreises zu setzen, sagt Maund. Das Unternehmen weise solide Fundamentaldaten auf.

Zudem sieht Maund bei einer Reihe weiterer Werte technische Potenziale, die aus möglichen Bodenbildungen resultieren. Zu nennen sind hier Goldcorp und Yamana Gold, ebenso Gold Resource Corp. sowie Scorpio Gold Corp. Bei Coeur Mining sowie Hecla Mining vermisst der Chartexperte derzeit noch ein steigendes Volumen bei einer bullishen Kursentwicklung. Mit dieser Einschränkung sieht Maund allerdings auch hier mögliche gute Zeitpunkte für einen Einstieg gekommen.

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