Basismetalle: Sommer bleibt stark volatil

Basismetalle: Sommer bleibt stark volatil

Die Experten der Standard Bank gehen davon aus, dass die Rohstoffpreise sich in diesem Sommer unter hoher Volatilität weiter seitwärts bewegen werden. Ob es nochmals zu einem kräftigen Kursrutsch bei den Basismetallen kommt, hängt vor allem an der wirtschaftlichen Entwicklung in China und der Frage, ob und in welchem Umfang die chinesische Regierung Maßnahmen ergreift, um das Wirtschaftswachstum zu stimulieren.

Der Markt für Basismetalle hat sich vor dem Hintergrund des schwächelnden Wirtschaftswachstums in China zuletzt abwärts bewegt. Laut Meinung der Experten wäre man nun aber auf einem Niveau angekommen, an dem eine Seitwärtsbewegung deutlich wahrscheinlicher ist, als ein weiterer Preisrückgang. Für das Jahresende rechnen die Experten wieder mit steigenden Basismetall-Notierungen.

"Bisher haben sich die Basismetalle weitestgehend nach der Lehre von Angebot und Nachfrage verhalten, und bislang gibt es keine Notwendigkeit, die Preisprognosen anzupassen". Aluminium, Blei und Zink standen in den letzten Wochen im Mittelpunkt des Handelsgeschehens, wobei eher von einer Eindeckung von Shorts als von einer tatsächlichen Steigerung der Nachfrage seitens der industriellen Abnehmer auszugehen ist. Die Standard Bank rechnet damit, dass der Aluminiumpreis durch vorhandene Überkapazitäten und hohe Lagerbestände jedoch nach oben wenig Potenzial hat.

Für den Kupfer-Markt geht die Standard Bank davon aus, dass die jüngsten Produktionsausfälle, beispielsweise auf der Grasberg-Mine in Indonesien oder in einer großen chinesischen Kupferhütte sich vorerst noch nicht am Markt widerspiegeln und das Angebot signifikant verknappen. Auch wenn der Kupferpreis zuletzt durch die Bekanntgabe dieser Ausfälle, dem Ausgleich von Short-Positionen, einem knappen Kupferschrott-Angebot und einer wieder steigenden Nachfrage aus China gestützt wurde, sind die Lager immer noch voll und können hier auch zeitlich limitierte Produktionsausfälle weitestgehend für den Markt störungsfrei abfedern.

Blei war jüngst das Basismetall, was am stärksten an den Märkten gehandelt wurde. Die Nachfrage aus den westlichen Industrieländern sei stabil, es gibt wenig Bleischrott und die Lagerbestände an der Londoner Metallbörse (LME) zeigen einen stabil abnehmenden Trend. Durch die von der chinesischen Regierung getriebene Abschaltung von alten Anlagen zur Blei-Verhüttung und zum Blei Recycling würde das Angebot zunehmend verknappt. Die Standard Bank sieht bei Blei ein Preisziel von 2.270 USD/t für das Jahresende 2013.

Nickel hat sich deutlich verbilligt und wird aktuell noch bei ca. 14.000 USD/t gehandelt. Bei diesem Preisniveau rechnen die Experten mit Produktionskürzungen, da sich viele Nickelminen nicht mehr rentabel betreiben ließen. Als Folge dieser Kürzungen könnte sich der Nickelpreis etwas erholen, jedoch reduzieren die Experten der Standard Bank das Preisziel für das Jahresende 2013 bei Nickel auf 15.600 USD/t. Mittelfristig geht man davon aus, dass die Nachfrage jährlich um ca. 5-6% steigt, was für eine mögliche Erholung am Nickelmarkt sorgen könnte.

Entgegen anders lautender Meinungen am Markt sind die Experten der Standard Bank für die Entwicklung des Zink-Marktes nicht so positiv eingestellt. Auch wenn die Nachfrage, insbesondere aus Asien, aktuell wieder steigen würde, so bestehen doch weiterhin sehr hohe Lagerbestände und die Produktionskapazitäten könnten entsprechend ausgeweitet werden, falls der Preis deutlicher steigen würde. Der Ausblick für den Zinkpreis zum Jahresende bleibt unverändert bei 2.055 USD/t.

Einen relativ positiven Ausblick gibt es bezüglich des Zinn-Preises. Auch wenn sich die Preisentwicklung zuletzt nicht von den fallenden Rohstoffpreisen abkoppeln konnte, so scheint das Preisniveau bei etwa 20.000 USD/t nach unten abgesichert, zumal im Gegensatz zu den meisten anderen Industriemetallen keine großen Lagerbestände und Überkapazitäten vorhanden sind. Für das Jahresende 2013 erwarten die Experten der Standard Bank daher einen Zinnpreis von etwa 24.800 USD/t.

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