Advanced Explorations Inc.
isteine Rohstoff –und Entwicklungsgesellschaft aus Kanada,welche auf die Entwicklung seinerRoche BayundTuktuEisenerzprojekteineiner der weltweitgrößtenEisenerzregion,dieMelville-Halbinselin Nunavut, fokussiert ist. Im Rahmen der Frankfurter Rohstoffmesse hatte ich die Gelegenheit zu einem längeren Gespräch mit John Gingerich von Advanced Explorations.

Manuel Giesen: Herr Gingerich, was zeichnet Advanced Exploration gegenüber den anderen Unternehmen aus, die in Kanada, insbesondere im Labrador Trough, nach Eisenerz suchen?

John Gingerich: Am leichtesten lässt sich die Position von Advanced Explorations im Vergleich zur Peer Group erklären. Während andere Unternehmen noch an den PEA oder vorläufigen Machbarkeitsstudien sitzen, arbeitet Advanced Explorations bereits an der endgültigen Machbarkeitsstudie und wird diese in Kürze veröffentlichen.

MG: Schaut man auf die Marktkapitalisierung, so liegt sie bei Advanced Explorations bei aktuell ca. 52Mio CAD, während sie bei Unternehmen mit vergleichbaren Resourcen wie Alderon oder Champions bei 320 bzw. 160 Mio CAD liegt. Wie erklären Sie diesen Unterschied.

JG: Die Liegenschaften von Advanced Explorations liegen nicht im Labrador Trough, sondern weiter nördlich. Zudem sind die Eisengehalte mit 26% bis 31% in den Erzen geringfügig unter denen der Wettbewerber. Die Analysten schauen nur auf die geographische Lage weit im Norden und Größe und Eisengehalt der Resource, und vernachlässigen dabei die positiven Aspekte des Projektes.

MG: Führt diese Situation zu gravierenden Nachteilen für Advanced Explorations?

JG: Im Gegenteil, wir sind in der glücklichen Situation, dass sich unsere Liegenschaften in unmittelbarer Nähe zum nächsten Hochseehafen befinden. Das bedeutet, wir können unser Eisenerz per Förderband zum Verladeterminal bringen, und benötigen keinen teuren Transport per Bahn. Ob Sie nun Eisenerz mit 25, 30 oder 35% Eisengehalt abbauen, es muss ohnehin in den Bereich von größer 63% aufbereitet werden, da fällt ein geringfügig kleinerer Ausgangswert nicht wirklich ins Gewicht.

MG: Ist der Hafen von Roche Bay am nördlichen Rand der Hudson Bay denn überhaupt ganzjährig nutzbar?

JG: Ja, bis auf eine kurze Phase von ca. 8 bis 10 Wochen, in denen die Inuit auf dem Eis jagen und in denen es eine Vereinbarung gibt, diese Winterruhe nicht zu stören, ist der Hafen ganzjährig offen. Die Lage in unmittelbarer Meeresnähe bringt uns auch bei der Konstruktion und dem Bau der Aufbereitungsanlagen große Vorteile.

MG: Als da wären?

JG: Wir können unsere Aufbereitungsanlagen in großen Modulen beispielsweise in China konstruieren und fertigen lassen und diese Module dann per Schiff zu dem Abbaugebiet verschiffen. Damit sparen wir Zeit und Geld. Auf dem Abbaugebiet erfolgt dann lediglich das Verankern und Verbinden der Module. Dies wäre nicht möglich, wenn unsere Liegenschaften weiter von der Küste entfernt sind, da die Größe der Module beim Bahntransport (insbesondere durch Tunnel oder Böschungen) begrenzt ist.

MG: Wie soll das Roche Bay Projekt finanziert werden? Der Kapitalbedarf liegt ja sicher im Bereich von ca. 1 Milliarde CAD?

JG: Wir haben ein chinesisches Stahlunternehmen als Joint Venture Partner. Dieser Partner ist bereit, bis zu einer Milliarde CAD in das Projekt zu stecken, um den Projektaufbau zu finanzieren. Im Gegenzug erhält unser Partner 50% des Projektes sowie einen Vorverkaufswert für 50% der zukünftigen Eisenerzproduktion.

MG: Vielen Dank für das nette Gespräch und die umfangreichen Informationen.


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