Diamanten, wer möchte sie nicht gerne besitzen. Die größten Diamantvorkommen befinden sich in Russland, Afrika, insbesondere in Südafrika, Namibia, Angola, Botswana, der Demokratischen Republik Kongo und Sierra Leone, in Australien, Kanada und in Brasilien. Es wurden aber auf allen Kontinenten bereits Diamanten gefunden.

Insgesamt konnten Diamanten bisher (Stand: 2011) an rund 500 Fundorten welteit nachgewiesen werden. Der älteste bekannte Diamant hat ein Alter von 4,25 Mrd. Jahren. Sogar in Deutschland fand man Diamanten. Unter anderem am Nördlinger Ries und in der Nähe der Talsperre Saidenbach bei Forchheim.

Der weltweit größte Produzent ist aber immer noch Afrika. Die Hälfte aller Diamanten wird dort aus dem Boden geholt. Mit einer Produktion von 1,9 Milliarden Karat, hat der Kontinent bislang einen Wert von über 158 Mrd. Dollar der Edelsteine abgebaut.

Der Diamantbergbau in Afrika geht bis ins Jahr 1866 zurück. Damals fand im heutigen Südafrika ein Kind eines niederländischen Landwirts eine 22 Karat Diamanten. Dies war die erste bekannte Diamantentdeckung auf dem Kontinent. Als man dann drei Jahre später einen 83 Karat Diamant fand, war der Ansturm der Bergleute in Südafrika nicht mehr zu halten.

Die ersten vier Minen in Afrika wurden im Jahr 1871 in den Bereichen rund um den Fluss Vaal gegraben. Die größte war die „Colesberg Kopje“, der den Spitznamen “The Big Hole” in Kimberly. Der Reichtum dieser Minen löste einen Wohlstandsboom aus. Es gab in Folge auch eine sehr gute industrielle Entwicklung mit modernen Schiffshäfen, Reise- und Kommunikationsnetze auf dem Subkontinent. Allerdings führte dies auch zu zwei Kriegen, in 1880-1881 und 1899-1901 zwischen den holländischen Siedlern (bekannt als die Buren) und den britischen Kolonisten. Aber das brachte keinen Abbruch der Diamantenproduktion. Im Laufe des nächsten Jahrhunderts setzte sich Afrika weiter an der Spitze der Diamantenproduzenten fest.

Tagebaumine in Südafrika:

Diese Art des Abbaus ist am weitesten verbreitet – besonders in Südafrika, wo die berühmte Mine von Kimberley mit dem Namen Big Hole sich auf diese Tatsache bezieht. Der Abbau geschieht, indem der Untergrund unter den Pipes mit Hilfe großer Erdbewegungsmaschinen entfernt wird. Wenn der Fels zu hart ist, wird Sprengstoff eingesetzt. Auf diese Weise wird die Pipe stufenweise freigelegt. Über die Sohlen werden das aufzubereitende Gestein und der Abraum mit LKW hoch transportiert.

Die Mehrheit des afrikanischen Diamantimperiums wird von De Beers kontrolliert. Im Jahr 1917 wurde die Vertriebsorganisation Anglo American Corp., zwecks der Stabilisierung des Umsatzes gebildet. Das Unternehmen kontrolliert den Diamantenfluss und die Preisgestaltung des Diamantenmarkts für einen großen Teil des 20. Jahrhunderts.

De Beers ist eine Holdinggesellschaft verschiedenster Unternehmen die nach Diamanten explorieren und mit produzierten Diamanten handeln und sind gleichzeitig der weltweit größte Diamant Produzent. Der Umsatz im Jahr 2012 verringerte sich um 16 Prozent auf 6,1 Mrd. USD obwohl der Umsatz der Rohdiamanten um 15 Prozent auf 5.5 Mrd. USD anstieg. De Beers erwartet für 2013 eine steigende Nachfrage und ein moderates Wachstum.

Anglo American (LSE: AAL) hält 85% der Aktien von De Beers. Im vergangenen Jahr sah das Unternehmen einen bereinigten operativen Gewinn von $ 496 Millionen Dollar, allein aus dem Diamantgeschäft. Insgesamt liegt der Gewinn bei 6.2 Mrd. und das bereinigte Ergebnis liegt bei 2.8 Mrd. Dollar. Das Unternehmen prognostiziert für 2013 eine robuste Nachfrage an industriellen Rohstoffen und will das Wachstum für das Jahr 2013 steigern.

Ein beliebter Weg, um in Diamanten zu investieren ist, wenn man sie physisch hält, bzw. die Frau trägt! Die Nachfrage an Drei-Karat-Diamanten stieg zwischen 1999 und 2011 um 145 Prozent und der 5-Karat-Diamanten stieg um 171 Prozent an. Allerdings ist zu bedenken, dass der Diamond Trading-Markt ein ungeregelter Markt ist. Da De Beers viele von den im Handel befindlichen Diamanten selbst hält, so kann es für private Investoren schwierig sein, aktiv und sinnvoll an diesem Markt zu partizipieren.