Mining-Juniors: Rettung durch Mergers und Akquisitionen?

Das Jahr 2012 war vor allem für die jungen Bergwerksgesellschaften, die noch keine Cashflows durch die Förderung von Rohstoffen erzielen, ein hartes Jahr. Angesichts der Auswirkungen der vielen Finanzmarktkrisen der letzten Jahre haben Geldgeber die Taschen zu. Hochrisikoprojekte, die Erkundungen bisher unbekannter Bodenschatzvorkommen nun einmal sind, werden nur ungern angenommen. Stattdessen begibt man sich auf die sichere Seite, pumpt Gelder in Bereiche mit geringeren Risiken, wo dennoch attraktive Renditen warten. Die Juniors haben das Nachsehen und mittlerweile sind viele in ihrer Existenz bedroht, weil die Gelder zur Neige gehen.

Für Anleger ist das eine wichtige Information, wenn es darum geht, eigene Investmententscheidungen zu treffen. Ein Blick auf die Barreserven der Juniors ist unbedingte Pflicht, wenn man nicht einen Fehlschlag erleiden will. Diese sollten in ausreichender Höhe vorhanden sein, um mehr als die nächsten paar Monate zu überstehen, denn Experten rechnen nicht damit, dass sich die Durststrecke bei den Finanzierungen kurzfristig ad acta legen wird.

Dies jedenfalls ist das Ergebnis einer neuen Studie von PwC. Die Consultinggesellschaft geht davon aus, dass der Finanzierungsmarkt für die Juniors der Bergwerksbranche auch 2013 weitgehend ausgetrocknet sein wird. Die Equitymärkte werden weiterhin unzugänglich sein für Investments in Hochrisikoprojekte, heißt es von Seiten der Experten. Für eine ganze Reihe von Juniors ist dies keine gute Nachricht, sodass es 2013 zum Aus für einige Unternehmen kommen wird, die kaum noch Barreserven aufweisen. Ein Jahr der Marktbereinigung könnte anstehen.

Einen Rettungsanker könnte es aber für einzelne Gesellschaften geben, die auf hoch interessanten Projekten sitzen und die der Markt zu Unrecht von der Kapitalzufuhr abgeschnitten hat. Zum einen drängen chinesische Investoren stärker und stärker in den Markt. Das asiatische Land, bei vielen Rohstoffen auf hohe Importe angewiesen, will so seinen Zugang zu Bodenschätzen sichern. Man sucht Partnerschaften, Joint Ventures und Übernahmekandidaten – es ist eine Chance für Unternehmen, die in Schwierigkeiten geraten könnten.

Zum anderen sind auch die Großen der Branche auf das Problem aufmerksam geworden und sehen die Möglichkeit, angesichts stark gesunkener Bewertungen ein Schnäppchen zu machen. Zwar werden sich viele Großkonzerne der Branche 2013 vor allem auf die Verbesserung von Kosten und Cashflow besinnen, das allerdings dürfte sie nicht davon abhalten, gezielt interessante Projekte aus der Masse heraus zu pflücken. Als mögliche Käufer auch etwas kleinerer Projekte dürften sich vor allem cashflowstarke Unternehmen aus der zweiten Reihe in den Vordergrund wagen, die vor dem Hintergrund stark gefallener Bewertungen ihre Wachstumsperspektiven und Ressourcenbestände weiter verbessern wollen.

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