Chile: Milliardenprojekte geben neuen Wachstumsschub

Zugegeben, Chile hat man nicht unbedingt auf dem Radar, wenn es um Anlagen auf dem Aktienmarkt geht. Dabei ist das südamerikanische Land mit der ungewöhnlichen langgestreckt-schmalen Landesform einer der wichtigsten Regionen der Welt, wenn es um den Abbau von Bodenschätzen geht. Die Rohstoffbranche ist eine der treibenden Kräfte für die Wirtschaft des Landes und sorgt für größere Teile der Staatseinnahmen.

Große Bedeutung hat vor allem der Kupferbergbau. Chile weist die weltweit größten Kupferreserven aus und nimmt den Spitzenplatz bei der Produktion ein. Auch anderen Bodenschätzen ist eine wichtige Rolle zuzuschreiben. So verfügt Chile unter anderem über reiche Salzvorkommen, bedeutende Weltmarktanteile hat das Land zudem unter anderem bei Rhenium und Molybdän.

Von großem Interesse ist auch der Lithiumabbau. Das Element, das mit der Nutzung in Batterien und vor allem Akkus mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, wird unter anderem aus Salzseen wie dem chilenischen Salar de Atacama gewonnen. Hier sollen mehr als ein Viertel der weltweiten Lithiumreserven lagern. Angesichts der Zukunft, die der Elektromobilität vorausgesagt wird, ist das eine alles andere als schlechte Ausgangslage für den Andenstaat.

Im wichtigen Kupferbergbau des Landes gab es in den vergangenen Jahren aber weitgehend Stillstand, was die Produktion angeht, nachdem es in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts und auch zu Beginn des neuen Jahrhunderts noch starke Zuwächse gab. Doch Chile will auf den Wachstumspfad zurück und dabei werden dem Land milliardenschwere Projekte helfen, die 2013 und 2014 an den Start gehen sollen. Für die Kupferproduktion sind dabei vor allem drei Projekte zu nennen. Eines wird vom staatlichen Codelco-Konzern betrieben. Die 2,5 Milliarden Dollar schwere Projekt Ministro Hales soll jährlich rund 0,2 Millionen Tonnen Kupfer aus dem Boden holen.

Noch größere Investitionen verschlingen dagegen zwei von ausländischen Investoren betriebene Projekte: Zum einen mit rund 3 Milliarden Dollar das Caserones-Projekt, welches in Kürze mit der Förderung von bis zu 0,18 Millionen Tonnen Kupfer beginnen soll. Zum anderen ist dies mit 3,9 Milliarden Dollar das Bergwerk Sierra Gorda des polnischen Konzerns KGHM. Hier soll die Förderung des Rohstoffes im kommenden Jahr beginnen.

Doch auch in anderen Rohstoffzweigen macht Chile verstärkt auf sich aufmerksam. In diesem und dem kommenden Jahr werden Projekte mit einem Investitionsvolumen von 14,6 Milliarden Dollar an den Start gehen. Neben den genannten Kupferprojekten, die den Großteil des Volumens ausmachen, sind weitere Großprojekte im Eisenerzbereich und der Goldförderung zu sehen. Während CAP rund 1,2 Milliarden Dollar in die Erweiterung des Eisenerzkomplexes Los Colorados und den Aufbau des Projektes Cerro Negro Norte stecken will, investiert Barrick Gold weitere Gelder in das Goldvorkommen Pascua Lama. Hier sollen die ersten Unzen in der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres ans Tageslicht befördert werden.

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