Der Klondike-Goldrausch ist wohl eines der bekanntesten historischen Ereignisse, das man mit dem Yukon-Territorium im äußersten Nordwesten Kanadas in Verbindung bringt. Dort, an der Grenze zu Alaska am Arktischen Ozean, herrschen alles andere als einfache Bedingungen für den Bergbau. Weite, menschenleere Gebiete und eine entsprechend dünne Infrastruktur sind Herausforderungen.

Davon kann unter anderem Western Copper and Gold ein Lied singen. Das Unternehmen sitzt letzten Studien für das Casino-Projekt zufolge auf rund 8,9 Millionen Unzen Gold und 4,5 Milliarden Pfund Kupfer. Ein milliardenschwerer Schatz im Boden des Yukon-Territoriums, der aber nur mit einem ebenso milliardenschweren Risiko zu heben ist. Knapp 2,46 Milliarden Dollar müssen investiert werden, so der Konzern in seiner Anfang Januar veröffentlichten Machbarkeitsstudie. Davon entfallen allein 332 Millionen Dollar auf die zu errichtende Infrastruktur, um überhaupt erst einmal Strom zu haben und das Areal zu erreichen. So muss ein eigenes Gaskraftwerk gebaut werden, das aus einer ebenfalls noch zu errichtenden Erdgasquelle gespeist werden soll. Für das Kraftwerk sind 209 Millionen Dollar budgetiert, schlappe weitere 99 Millionen Dollar für 132 Kilometer lange Zufahrtsstraßen. Dazu kommen noch 24 Millionen Dollar für ein Flugfeld. Das sind alles andere als „Peantuts“ und ein entsprechendes Risiko.

Dennoch, und das zeigen unter anderem der Goldrausch und die Zahlen von Western Copper and Gold, gibt es hier viele interessante Rohstoffvorkommen. Das machen vor allem die Aktivitäten im Jahr 2011 deutlich, als weit mehr als 100.000 Claims abgesteckt und rund 300 Millionen Dollar in die Erkundung von Rohstoffquellen gesteckt wurden. 2012, mit den schwachen Kapitalmärkten und schwierigen Finanzierungsbedingungen im Rücken, hat sich dieser Betrag zwar rund halbiert, bleibt damit aber etwa auf dem Niveau von 2010.

Dass man unter den nicht immer wirtlichen Bedingungen im Yukon erfolgreich arbeiten kann, haben bereits einige Unternehmen bewiesen. Größter Player vor Ort ist Capstone Mining mit dem Minto-Projekt, das seit 2007 in Betrieb ist. Hier wurden im vom Unternehmen als „Übergangsjahr“ bezeichneten 2012 mehr als 1,34 Millionen Tonnen Gestein verarbeitet, das sind 7 Prozent mehr als 2011. Die Kapazitäten sollen auf 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr ausgebaut werden. Gewonnen hat der Konzern 2011 auf Minto knapp 35,93 Millionen Pfund Kupfer, zudem 183.536 Unzen Silber und 18.599 Unzen Gold. Aktuellen Planungen zufolge sollen hier bis 2022 Rohstoffe abgebaut werden.

Trotz des Rückgangs im abgelaufenen Jahr bei den Explorationsinvestitionen bleiben viele Unternehmen im Yukon emsig bei der Arbeit. Alte Projekte sollen neu belebt werden, so will zum Beispiel Golden Predator das Projekt Brewery Creek wieder in Produktion bringen. Bei Bohrungen und anderen Explorationsunternehmungen im vergangenen Jahr lag der Fokus auf Goldvorkommen, so zum Beispiel ATAC Resources im Selwyn-Becken mit dem Rackla-Projekt, wo man in der Spitze unter anderem eine Entdeckung mit 18,44 Gramm Gold pro Tonne Gestein auf einer Länge von fast 43 Metern gemacht hat. Die Company will die Gegend noch genauer unter die Lupe nehmen. Es ist nur ein Beispiel für einige interessante Entwicklungen im Yukon-Gebiet, das Anleger beachten sollten.