Codelco-Chef Thomas Keller gibt keinen erbaulichen Ausblick auf den Kupferpreis für das laufende Jahr ab. Der Manager ist Chef des chilenischen Staatskonzerns, der zugleich der größte Kupferförderer der Welt ist – sein Wort hat damit Gewicht am Markt. Keller erwartet, dass der Kupferpreis im Jahresverlauf 2013 unter einem Überangebot am Markt leiden wird. Dazu wird Codelco selbst beitragen, denn der Konzern will im laufenden Jahr seine Förderung des wichtigen Industriemetalls steigern. Zuletzt hatte zudem Rohstoffriese BHP Billiton deutliche Fördersteigerungen beim Kupfer gemeldet.

Allerdings ist Panik fehl am Platze, denn Keller formuliert seinen negativen Preisausblick für den Jahresverlauf sehr vorsichtig. Das Überangebot des Metalls solle nicht sehr groß ausfallen. Entsprechend wäre der Druck auf den Kupferpreis, der hiervon ausgehen würde, sehr überschaubar. Allerdings minimiert das auch die Potenziale für die Notierung des Rohstoffes. Keller rechnet selbst mit einem stabilen Preisniveau im Jahresverlauf.

Für den Kupferfuture dagegen könnten die Aussagen des Codelco-Managers kurzfristig zur Belastung werden. Nach einer bei 3,40 Dollar gestarteten Aufwärtsbewegung sieht sich dessen Kurs nun bei 3,70/3,76 Dollar mit dem unteren Ende einer mächtigen charttechnischen Widerstandszone konfrontiert, die bis 3,82/3,86 Dollar reicht.